
25.9.08: Von Mandalas, Runen und der Blume des Lebens
„Das Symbol ist nicht vom Menschen erdacht; es findet sich auch in der Natur, ja die ganze Natur ist ein Sinnbild der jenseitigen Wirklichkeiten“, schrieb der Metaphysiker René Guénon. Beim zweiten Band von "Medizin zum Aufmalen" handelt es sich aber keineswegs um esoterische Metaphysik oder Hokuspokus, sondern um eine seriöse Weiterentwicklung klassischer Heilkunst, die sich gleichermaßen an interessierte Laien wie an aufgeschlossene Therapeuten wendet.
Ausgehend von der kulturenübergreifenden Kraft der Symbole, die bereits den Schweizer Psychologen C. G. Jung zur Erweiterung des psychoanalytischen Denkmodells hin zum kollektiven Unbewussten inspirierte, dringen die beiden Autorinnen Petra Neumayer und Roswitha Stark tief in die faszinierende Welt der Indianer und Germanen, in die Religionen des Fernen Ostens und sogar die gegenwärtige Neurobiologie und Epigenetik ein. Und sie bergen ein Wissen, das sich hervorragend zur praktischen Heilarbeit eignet. Denn neueste Forschungen beweisen, dass Körper, Seele und Geist einem kontinuierlichen Wechselspiel unterliegen, dessen Komplexität die bisherigen Vorstellungen der Biowissenschaftler und Mediziner bei Weitem übertrifft.
Mit einer Fülle an Informationen und Materialien wird nicht nur die vielfältige Seelensprache der Organe entschlüsselt oder die Energie-Balance der Meridiane ausgewertet, auch festgefügte Glaubenssätze, die das bisherige Leben einengten und sich in Krankheiten manifestierten, werden aufgelöst. Und der Einsatz der bereits im ersten Band so erfolgreich vorgestellten Körbler’schen Zeichen lässt sich sogar noch erweitern: Sowohl die systemische Ebene der persönlichen und familiären Beziehungen als auch die spirituelle Dimension der kosmischen Zusammenhänge kann durch geeignete Symbole harmonisiert werden. Denn harmonische Beziehungen einzugehen ist offensichtlich nicht nur das Ziel der Musik. Es ist das Ziel von Atomen und Molekülen, von planetaren Umlaufbahnen, von Zellen und Gehirnwellen. Der Kosmos und die gesamte Schöpfung streben letztlich zur Harmonie. So kann die archetypische Kraft der Mandalas und anderer universeller Grundmuster zur Heilarbeit genutzt werden, denn schon durch die Konzentration auf das geometrische Gebilde wird die kontrollierende rechte Gehirnhälfte ein Stück weit ausgeschaltet und öffnet über die rechte, intuitiv-bildhafte Gehirnhälfte Zugang zu tieferen Bewusstseinsschichten. Zahlreiche Literaturlisten zum weiterführenden Selbststudium und umfangreiche Arbeitshilfen für das kreative Experimentieren mit den neuen Methoden runden den Ratgeber ab.

Unser Tipp: Der Ratgeber "Medizin zum Aufmalen II - Symbolwelten und Neue Homöopathie" ist für 12,95 Euro (D) im Buchhandel oder über unser Bestellformular erhältlich.