
Nach drei Bänden „Medizin zum Aufmalen“ und dem Kartenset schien die Reihe zunächst vollständig zu sein. Was hat Sie motiviert, noch einen vierten Band – speziell für Kinder – zu verfassen?
Petra Neumayer: Eigentlich hatten wir ursprünglich nicht die Idee, dass aus „Medizin zum Aufmalen“ gleich eine ganze Buchreihe werden würde! Wir sind selbst überrascht, welchen Anklang unsere Bücher finden und dass sich für das Thema Neue Homöopathie immer mehr Menschen interessieren. Letztendlich kommt der Impuls zum Weiterschreiben also von unseren Lesern – wir fangen ihn bloß auf!
Untersuchungen zeigen, dass Kinder immer mehr unter Krankheiten wie Rheuma, Krebs, Autoimmunkrankheiten und Diabetes leiden, Kinderkrankheiten wie Masern und Windpocken dagegen verschwinden. Was ist der Grund für diese Entwicklung und wie beurteilen Sie diese?
Roswitha Stark: Ich sehe dieses Thema einerseits, wie es auch schon lange Zeit die klassischen Homöopathen sehen: In vielen Fällen sind natürliche Reaktionen des noch jungen Organismus unterdrückt worden, zum Beispiel durch Impfungen. Der Körper hat nicht gelernt, sich aus eigener Kraft gegen Eindringlinge zu wehren, und in der Folge kommt das Immunsystem auch nicht mehr gut gegen Stoffe der Natur an, wie zum Beispiel die Pollen. Immer mehr Kinder haben Allergien und Heuschnupfen. Und wir haben an der alten DDR gesehen, dass dort trotz höherer Umweltbelastung die Kinder noch gesünder waren. Seitdem die Mauer gefallen ist, haben alle Kinder Zugang zu viel mehr industriellen Nahrungsmitteln, die ihre Vitalkraft durch die vielen Zusatzstoffe und den Herstellungsprozess weitestgehend verloren haben.
Andererseits sehe ich aber auch ein energetisches Problem. Vielen Kindern geht es einfach seelisch nicht gut, man muss sich nur das Schulproblem anschauen: So viel Stress ist einfach nicht gesund!
Immer mehr Eltern wenden sich der Naturheilkunde und der Homöopathie zu, um die Gesundheit ihrer Kinder zu erhalten. Was ist hier das Besondere der „Neuen Homöopathie“ im Unterschied zur „klassischen Homöopathie“?
Petra Neumayer: Die Namensgebung „Neue Homöopathie“ sorgt oft für etwas Verwirrung, handelt es sich doch um zwei ganz unterschiedliche Heilverfahren. Dennoch gibt es auch gemeinsame Nenner: Bei beiden handelt es sich um Informationsmedizin. Denn auch in der klassischen Homöopathie wird mit Informationen geheilt, ist doch ab der D23 kein Molekül mehr in der potenzierten Arznei nachzuweisen. Die Neue Homöopathie benutzt für die Informationsübertragung Strichcodes und Symbole. Zudem wendet sie auch das Prinzip an, dass Informationen auf den Trägerstoff Wasser übertragen werden können, so dass man sich ein individuelles Heilwasser selbst herstellen kann.
Warum sprechen Kinder besonders gut auf die Symbole und Zeichen der Informationsmedizin an?
Petra Neumayer: Häufig hören wir vom „Placebo-Effekt“ oder dass man einfach nur an ein Heilsystem glauben müsse, damit es funktioniert. Die Anwendung der Neuen Homöopathie bei Kindern (und Tieren!) beweist uns das Gegenteil. Viel wichtiger ist nämlich, dass eine Heilmethode nicht durch negative Gedanken blockiert wird wie „So ein Humbug!“ oder „Das kann ja gar nicht funktionieren!“. Kinder sind einfach neugierig und noch nicht so „verkopft“ wie Erwachsene. Sie denken sich nicht, „diese Zeichen können ja gar nicht funktionieren, wie unwissenschaftlich“. Zudem lieben Kinder Formen und Farben, und sie machen sehr gut mit bei dieser Arbeit. Würden wir Erwachsene uns öfter selbst aus dem Weg gehen und einfach nur Vertrauen haben, würde die Methode auch dort noch besser funktionieren, als sie dies ohnehin schon tut.
Allergien, Bauchweh, Erkältungen oder Schulprobleme – die Beschwerden der Kinder sind vielfältig und verunsichern viele Eltern. Wie kann die „Neue Homöopathie“ dazu beitragen, diese Leiden zu lindern?
Roswitha Stark: Bei vielen Wehwehchen, aber durchaus auch bei Krankheiten, die zäh sind und bei denen sogar der Arzt hilflos ist, können die Symbole, vor allem der kombinierte Einsatz auf der Ursachenebene, einen Heilimpuls anstoßen. Zudem ist die Zeichenmedizin eine „nebenwirkungsfreie“ Methode. Auch im großen Bereich „Lernprobleme und Schulstress“ gibt es viele einfache, wirkungsvolle Methoden aus der Neuen Homöopathie, die man leicht selbst anwenden kann.
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung der Heilzeichen ist das Beherrschen der Testmethode, z. B. mit der Einhandrute. Wie kann man diese am besten erlernen und wie lassen sich Fehldiagnosen vermeiden?
Petra Neumayer: Die grundsätzliche Vorgehensweise haben wir ausführlich im ersten Band von „Medizin zum Aufmalen“ beschrieben. Autodidakten können das Testverfahren also selbst lernen. Die meisten Menschen profitieren aber von dem Erlernen in der Gruppe in einem Seminar. Denn hier wird sehr viel geübt, an sich selbst und an anderen. Das verschafft erste Sicherheit im Umgang mit der Einhandrute. Um Fehldiagnosen zu vermeiden, wird auch gelehrt, wie wir uns vor jedem Einsatz mit dem Tensor zunächst selbst testen: Sind wir selbst überhaupt gerade „testfähig“? Es gibt Gründe, warum wir das manchmal nicht sind, etwa weil wir am falschen Platz stehen (geopathische Belastung) oder weil unsere psychische Momentansituation nicht stabil genug ist und vieles mehr.
Ist die Anwendung der heilenden Zeichen auch bei Babys und Säuglingen möglich? Worauf muss hier besonders geachtet werden?
Roswitha Stark: Bei allen lebenden Organismen, sogar bei Pflanzen, kann die „Medizin zum Aufmalen“ sehr gut angewendet werden. Sie ist völlig schmerzfrei, was natürlich vor allem für kleine Kinder wichtig ist, denn jeder Schmerz hinterlässt einen kleinen Schock im Gewebe. Die Zeichen können problemlos auf den Körper eines Kindes aufgemalt werden. Es kann aber auch über die Mutter gearbeitet werden, weil diese über das energetische Feld eng mit ihrem Kind verbunden ist; je jünger das Kind, desto enger die Bindung. Oft tragen Kinder auch die Themen der Erwachsenen nach dem Resonanzgesetz mit aus und dann müssen wir die Eltern oder sogar andere nahestehende Personen sowieso mit in die Behandlung einbeziehen.
Einige Erkrankungen haben oft gar nichts mit dem Kind selbst zu tun, sondern sind auf vorgeburtliche Ursachen oder unerlöste Themen der Eltern zurückzuführen. Wie erkennt man das und was kann man zur Heilung unternehmen?
Roswitha Stark: Hierfür ist die Kenntnis eines energetischen Testsystems sehr nützlich. Wir testen ja mithilfe der Einhandrute, ob das Thema, das das Symptom ausgelöst hat, eigentlich beim Kind selbst liegt oder zum Beispiel bei einem Elternteil. Es kommt sogar vor, dass das Kind uns das Thema einer anderen Person, die auch schon verstorben sein kann, quasi als „unerlöst“ anzeigen will. Wir können dann sogar Familienstellen mit Symbolen machen, um dieses Thema, das sich im Familiensystem anhand des Symptoms des Kindes zeigt, zu erlösen.
Buchtipp:Petra Neumayer & Roswitha Stark
Medizin zum Aufmalen IV – Neue Homöopathie für Kinder
Sanfte Heilung und Entwicklungsförderung vom Säugling bis zum Schulkind
Mankau Verlag, 1. Aufl. Juni 2011, 187 Seiten
12,95 Euro (D) / 13,40 Euro (A)
ISBN 978-3-938396-77-3
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