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Über die Wahl der persönlichen Vision
Über die Wahl der persönlichen Vision
In der Geschichte der Menschheit gibt es zahlreiche Beispiele großer Visionäre, deren Zukunftsbilder sich verwirklichten. Sie benutzen eine Fähigkeit des Menschen, die wir alle besitzen: die Erschaffung eines gedanklichen Bildes, welches zur Wirklichkeit wird.
Die Frage, die sich stellt, ist die Wahl der eigenen Vision. Wo liegt der Ursprung meiner Vision, wem oder was dient meine Vision, wieso ist mir diese Vision so wichtig? Der Mensch ist gesegnet mit der Fähigkeit, unterscheiden zu können und kritisch Dinge zu hinterfragen. Visionen werden aber sehr oft als gegeben hingenommen, ohne einer kritischen Prüfung unterzogen zu werden.
Ja, ich weiß, wovon ich spreche: Persönlich wurde ich sehr früh als Visionär angesehen, als einer, der hoch hinaus wollte: Die Vision meiner Zukunft drehte sich um das in der Gesellschaft anerkannte Modell der Leistung und des Geldverdienens. Du bist, was du verdienst! Du bist dein Status, deine Macht, dein Besitz! Meine Vision war es, auf Grund meiner beruflichen Leistungen in einem Artikel einer international bekannten Wirtschaftszeitung Erwähnung zu finden. Als ich den Gipfel meiner eigenen Eitelkeiten als Vizepräsident eines amerikanischen Konzerns erklommen hatte, waren alle meine Zukunftsträume zur Gegenwart wahr geworden. Ich hatte meine ganze gedankliche Energie in die Wahrwerdung dieser Visionen gesteckt und mein Ziel erreicht. Doch zu welchem Preis? Was war das Resultat, war ich nun ein anderer? Nein, ich war noch immer ich, mit den gleichen Gefühlen, nur nicht mehr abgelenkt durch das Streben nach Verwirklichung meiner Vorstellungen. Die Folge war ein Gefühl von Traurigkeit, Einsamkeit, Leere - Depression. Die Menschen, die mir wichtig waren, hatte ich durch meine Ellenbogen-Taktik verloren.
Durch das entstandene Leid begann bei mir der Prozess des Umdenkens. Wie konnte ich so hoch aufsteigen und gleichzeitig so tief fallen? Wo lag der Fehler? War es die eigene Arroganz zu glauben, alles haben und erreichen zu können, oder lag der Fehler in der Art meiner Zukunftsvision? Wer beurteilt, ob eine Vision gut oder schlecht ist? Egal, um welche Vision es sich handelt, es wird Befürworter und es wird Gegner geben. Wer hat nun recht und vor allem, nach welchem „Wertesystem“ wird gemessen? Gibt es überhaupt eine allgemein gültige Vision, die nur aufbauend und befreiend ist? Ja, die gibt es - davon bin ich heute überzeugt, denn ich habe aus meinen Fehlern gelernt: Der Mensch tendiert dazu, Visionen der Zukunft aufgrund von Mangelerscheinungen im eigenen Unterbewusstsein zu wählen. Erlauben Sie mir, dies anhand eines berühmten Beispiels zu erläutern: Martin Luther King hatte die Vision, dass die Unterdrückung der Afroamerikaner und Schwarzafrikaner ein Ende finden sollte. Warum? Das liegt klar auf der Hand: Zusammen mit seinen Eltern musste er bis 1941 in einer Straße leben, in der ausschließlich Schwarze zu wohnen hatten. Martin Luther King erfuhr am eigenen Leib, was Diskriminierung bedeutet, und empfand sicherlich den Mangel an Gleichberechtigung. Die Folge war eine große Vision mit weitreichenden Folgen.
Wie sieht es nun mit kleinen Visionen, unseren Alltagsvisionen aus? Unterliegen diese den gleichen Gesetzmäßigkeiten? Wenn wir unsere Visionen und Ziele nicht hinterfragen, meine ich: Ja, unser Unterbewusstsein spielt in der Wahl eine sehr große Rolle. Ein Beispiel, das auch auf mich zutraf: Wenn Sie als Kind ein Außenseiter waren, leidet Ihr Selbstwert. Ihre Vision einer erfolgreichen Karriere ist das Resultat dieses Mangels an Selbstbewusstsein. Sie haben noch nicht gelernt, sich selbst wirklich zu mögen, sich zu lieben, mehr noch, sich wertvoll zu empfinden. Also sucht man im Außen; man will ja etwas beweisen! Wenn nun sehr oft unsere Visionen in unserem Unterbewusstsein wegen „persönlicher“ Mängel entstehen, wäre es dann nicht besser - statt immer wieder dass löchrige Fass mit Wasser zu füllen - zu versuchen, dieses endlich zu reparieren? Was ist das Resultat, wenn wir das Problem in unserem Unterbewusstsein erkennen und aufarbeiten?
Glück! Wirklich glücklich sein! Liebe! Darum geht es doch in unserem Leben, liebe Leser! Wieso sind wir sonst hier? Unser Leben besteht nicht daraus zu funktionieren, Geld zu verdienen, Steuern zu zahlen, vorzusorgen und irgendwann zu sterben.
Unterziehen Sie ihr Leben einer kritischen Prüfung: Was sind die Visionen, die Sie in ihrem Leben hatten und haben? Welche Visionen haben Sie aufgegeben und warum? Welche Visionen haben Sie angenommen und WIESO verfolgen Sie diese? Sind Sie wirklich glücklich oder haben Sie sich arrangiert? Dies sind sehr wichtige Fragen, die Sie sich stellen sollten. Ziehen Sie eine kritische Bilanz Ihres Lebens. Dies ist der erste Schritt.
Danach fragen Sie sich, welche Faktoren Sie daran hindern, glücklich zu sein. Hinterfragen Sie ihre eigenen Gefühle - woher kommen Mangelerscheinungen? Sie werden nämlich feststellen, dass die Lösung und das Glück niemals im Außen zu finden sind, nicht in Geld, Macht, Karriere oder anderen Menschen, sondern ausschließlich in Ihnen selbst! Wir sind das Resultat unserer Erfahrungen, die wir von Anbeginn unseres Lebens gemacht haben. Fein säuberlich und akribisch genau ist alles in unserem Unterbewusstsein gespeichert und kommt in Form von Mangelerscheinungen an die Oberfläche. Doch genau diese Themen kann man ein für alle Mal auflösen und damit frei werden. Auch frei werden für neue – bewusste – Visionen. Wenn Sie nun fragen „Ja, aber wie?“: Wege gibt es viele, einen möglichen beschreibe ich in meinem Buch „Befreie dich selbst!“.
Was geschieht, wenn man den Mangel im Unterbewusstsein als sein persönliches Lernthema annimmt und auflöst? Das Leben und die Visionen verändern sich! Meine eigene Vision ist mittlerweile wahr geworden: Ich bin GLÜCKLICH, ich LEBE und LIEBE, ich LASSE LOS! Ich fand eine neue Lebensqualität, die mich von Freude getragen nur mehr das Schöne im Leben sehen lässt. Kein Geld der Welt kann dieses Gefühl kaufen - man ist endlich angekommen. Erreicht man dieses Ziel, hat man nur mehr eine Vision: dieses Gefühl mit anderen zu teilen, es weiterzugeben. Und genau dies versuche ich jetzt mit diesem Artikel. Sie haben ein Recht darauf, glücklich zu sein! Sie haben ein Recht auf Liebe! Denn, wie Martin Luther King einst sagte: „Die Liebe ist die stärkste Waffe der Menschheit, um persönliche und gesellschaftliche Wandlungen zu erreichen.“ Wagen Sie es!
Ich freue mich auf Ihr Feedback,
Ich bin,
in Verbundenheit und Dankbarkeit,
Ihr Matthias A. Exl
- “Befreie dich selbst – Über die Kunst wahrhaftig zu leben”
- Das neue Buch von Matthias A. Exl ist jetzt verfügbar (bei Amazon)
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