eigentlich bin ich ein positiv eingestellter mensch, der durchaus glaubt, daß man durch festen glauben, gottvertrauen und die bündelung seiner energien nahezu alles erreichen kann.
was mich aber stark beunruhigt, ist der gedanke, dass man durch ängste die zukunft negativ beeinflussen könnte. insbesondere, dass man schlimme ereignisse, schicksalsschläge hervorrufen könnte.
dadurch gerate ich manchmal in eine art "angstspirale", und wie ich durch diskussionen im engsten freundeskreis erfahren habe, bin ich da nicht allein.
konkretes beispiel: ich habe angst, dass meinen kindern irgendetwas schlimmes zustoßen könnte (auslöser für die derzeit recht starken ängste war die entführung und ermordung der kleinen michelle aus leipzig im august). manchmal denke ich also darüber nach, wie unvorstellbar schlimm so etwas sein muss, und dann ertappe ich mich bei diesen gedanken und denke "hoppla, darüber darfst du nicht nachdenken, sonst passiert es wirklich" - und schon wird meine angst noch größer, und ich denke noch mehr darüber nach.
ich wäre sehr glücklich, wenn ich das mal unter kontrolle kriegen würde. obwohl ich (in durchaus traditionellem katholischen sinne) ein gläubiger mensch bin, schaffe ich es nicht, unser schicksal vertrauensvoll in gottes hände zu legen - manchmal ist es eher so, als würde ich jederzeit eine strafe gottes erwarten allein dafür, dass es mir eigentlich gut geht.
immerhin hat mir da schon das mantra aus "befreie dich selbst" ein bisschen geholfen. vielleicht verdiene ich es tatsächlich, glücklich zu sein.



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