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| Kirch, Doris Handbuch Stressbewältigung, Anti-Stress-Box |
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Lieber Leserinnen, liebe Leser,
Stress wird von der Weltgesundheitsorganisation als neue Volksseuche bezeichnet. Unser 280 Millionen Jahre altes Instinkthirn ist mit unserem immer schneller und komplexer werdenden Leben offenbar völlig überfordert. Dennoch wage ich in meinem Handbuch Stressbewältigung die provokante Aussage, dass wir uns den meisten Stress selbst machen. Wie denken Sie darüber? Stimmen Sie mir zu oder fragen Sie sich, ob Stress-Coach Doris Kirch noch alle Tassen im Schrank hat? Steigen Sie mit mir in den Ring Ihre Meinung interessiert mich.Herzliche Grüße Ihre Doris Kirch |
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Hallo Frau Kirch,
da kann ich ihnen zustimmen. Seit ca. 15 Jahren fühle ich mich unter Daueranspannung und merke daß ich in nahezu keine Situation mich mehr entspannen kann. Selbst eine Behandlung, wie z. B. bei der Kosmetikerin ist für mich nicht entspannend. Und auch das... ich mach mir meinen Streß selber, durch das andauernde Gefühl, ich werde mit meiner Arbeit nicht fertig und wenn ich dann fertig bin, streßt es mich, weil ich nicht weiß was ich tun soll, oder etwas auf mich wartet an das ich nicht heran will. Ich werde mir mal ihre Anti-Stress-Box bestellen und dann berichten, ob sie mir hilft. Denn vor dem Fernseher etc. kann man ich mich auch nicht entspannen (andauerndes schlechtes Gewissen etc.)
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Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind(Albert Einstein) |
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Hallo Insi,
es macht mich wirklich betroffen, von Ihrer Situation zu lesen. Was mich jedoch zuversichtlich stimmt, ist Ihre Fähigkeit, Ihre Lage zu analysieren und selbst gut einzuschätzen. Denn das ist bereits der erste wesentliche Schritt in Richtung wirkungsvoller Veränderungen. Es ist wirklich so: Hat sich eine Stress-Situation gepaart mit einem bestimmten Stressverhalten erst einmal so richtig festgesetzt, kommt man mit „Insellösungen“ nicht weiter. Sich vor den Fernseher zu setzen oder zur Kosmetik zu gehen, sind sinnvolle Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Stress – dauerhaft wirksam sind sie jedoch nicht (wie Sie ja auch schon bemerkt haben). Ich würde Ihnen empfehlen, eine systematische Stressbewältigung anzugehen, in deren Mittelpunkt das Konzept der Achtsamkeit steht. Eine Praxis der Achtsamkeit ist der Dreh- und Angelpunkt bei Stress. Achtsamkeit bedeutet, sich immer mehr der Dinge die man denkt, fühlt und tut bewusst zu werden. Dieses klare Bewusstsein hilft dann dabei, die kontraproduktiven Denk- und Verhaltensweisen in hilfreichere umzuwandeln. Wie gesagt: dazu ist Systematik nötig. Ich weiß, dass es einem Gestressten als Zumutung erscheint, noch mehr Zeit für regelmäßige Meditations- und Achtsamkeitsübungen aufzubringen. Aber manchmal ist es nötig, ein Gegenfeuer gegen den Großbrand Stress zu legen. So sehr wie ich mich darüber freue, dass Sie sich die Anti-Stress-Box zulegen möchten ... ich würde Ihnen zunächst einmal zum Handbuch Stressbewältigung raten, in welchem nicht nur die Hintergründe beleuchtet werden, die zu Stress führen, sondern auch systematische Wege aus dem Stressgeschehen heraus. Wenn Sie mögen, können Sie natürlich die CDs begleitend verwenden. Viel Erfolg Ihre Doris Kirch |
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Hallo Frau Kirch,
vielen Dank für ihre Antwort und ihren Tipp. Ihr Handbuch ist schon auf meiner "Wunschliste". Als Mutter von 2 kleinen Kindern habe ich dazu noch das Dilemma nicht richtig zum meditieren zu kommen (obwohl es mir gut tut und ich es gerne mache). Ich merke aber, dass sich meine Problematik nicht aufschieben lässt und so habe ich die Konsequenz daraus gezogen und werde beruflich "kürzer" treten, damit ich wirklich mehr Zeit für mich und meine persönliche Entwicklung habe.
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Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind(Albert Einstein) |
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Hallo Frau Kirch,
natürlich mach ich mir meinen Stress auch selbst, wenn ich mit meiner Zeit zu nachlässig umgehe oder mir zu viele Aufgaben vornehme und dann ins Rotieren komme - damit kann ich inzwischen ganz gut umgehen, ich selbst bin mit meinen eigenen Aufgaben meist recht gut organisiert und sorge auch für die nötigen Pausen. Aber ich stelle immer wieder fest, dass Stress durchaus von "außen" an mich herangetragen wird und ich damit schlecht umgehen kann. Das kann durchaus verschiedene Gesichter haben, kostet aber immer wieder Zeit, die ich für etwas anderes vorgesehen hatte: eines meiner Kinder hat etwas wirklich Wichtiges vergessen, das nur ich auf die Schnelle organisieren kann eine Freundin braucht dringend und sofort Hilfe mit ihrem PC aus dem Büro kommt ein Hilferuf, dass meine Kollegin krank ist und ich doch unbedingt bitte morgen einspringen soll und und und... Mir ist schon klar, dass ich "nur" Nein sagen müsste, um meinen Stresspegel nicht überschießen zu lassen, aber ich kann doch meine Leute nicht hängen lassen! Und auch wenn ich natürlich einplane, dass solche Anfragen kommen, gilt auch hier eine Abwandlung von Murphy's Law: es kommt im Zweifelsfall immer dicker, als man gedacht hat. Dagegen müsste man noch etwas erfinden, meinen Sie nicht auch? Herzliche Grüße, Gertraud |
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Liebe Gertraud,
dagegen wurde bereits etwas erfunden: die Stressbewältigung durch Achtsamkeit, wie ich sie in meinem Handbuch Stressbewältigung beschreibe ![]() In meinen Coachings, Seminaren und Kursen analysiere ich mit meinen Klienten deren Stressoren und praktisch jeder Teilnehmer macht dabei eine interessante Entdeckung, die seinen Stress bereits um mindestens 50 Prozent senkt: Vieles von dem, was er als Stressor definiert hat, ist gar keiner! Denn Stress ist in erster Linie das Gefühl, Dingen ausgeliefert zu sein, sie nicht beeinflussen zu können. Diese empfundene Hilflosigkeit und scheinbare Ohnmacht, führt zu einem inneren Druck, den wir als Stress bezeichnen. Wenn wir uns jedoch die einzelnen Stressoren zur Brust nehmen und ihnen auf den Grund gehen, stellen wir fest, dass wir den meisten von ihnen gar nicht wirklich ausgeliefert sind. Die meisten Faktoren können wir durchaus beeinflussen und zum Besseren wenden. Und genau da sitzt das eigentliche Problem. Es besteht zum Beispiel in der Angst ‚nein’ zu sagen, in der Schwierigkeit, sich abzugrenzen, oder in der Neigung, die Probleme anderer zu seinen zu machen. Um das zu verdeutlichen, benutze ich im Handbuch Stressbewältigung das Bild der Affen auf den Schultern. Die Affen sind Verantwortungen, Projekte, Tätigkeiten und ähnliches. Manche davon gehören zu Ihnen. Manche jedoch nicht. Es sind Affen, die Ihnen von anderen (unbemerkt) auf die Schultern gesetzt wurden, oder schlimmer noch, die Sie selbst anderen abgenommen und sich auf die Schultern gesetzt haben. Die kleinen Viecher müssen gehegt und gepflegt werden – und wenn Sie Pech haben, vermehren sie sich auch noch. Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit die Affen auf Ihren Schultern, und wenn mal wieder jemand kommt, um Ihnen einen anzudrehen, machen Sie ihm unmissverständlich klar, dass es sich um seinen Affen handelt und er ihn behalten darf. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Ruft die Firma an, weil eine Kollegin ausgefallen ist, dann ist das nicht Ihr Affe! Sie selbst entscheiden, ob Sie ihn dazu machen. Und hier setzt der Punkt der Achtsamkeit an, denn oft übernehmen wir die Affen aus dem Zustand einer inneren ‚Bewusstlosigkeit’ heraus. Wenn Sie eine systematische Achtsamkeit entwickeln – und in meinem Buch steht, wie Sie das machen können – wird Ihnen das helfen, zu mehr Selbstbestimmtheit zu gelangen. Niemand lehrt uns leben. Im Grunde genommen müsste zum Leben eines jedes Menschen so etwas wie eine ‚Lebens-Therapie’ gehören, die uns lehrt, wie wir kommunizieren, ohne zu verletzen, zu lieben ohne anzuhaften und auf diesem Planeten zu leben, ohne ihn zu zerstören. Solch eine ‚Therapie’ sollte selbstbestimmte, sozialverträgliche, klare, mitfühlende und authentische Menschen aus uns machen, dann hätten wir auch keinen Stress mehr. Vielleicht ist das die Erfindung, an die Sie dachten ![]() Auf meine Weise arbeite ich bereits daran, indem ich meine Bücher schreibe und in der von mir entwickelten Stressbewältigungs- und Entspannungstherapie Menschen darin ausbilde ![]() Herzliche Grüße Ihre Doris Kirch Geändert von Doris Kirch (21.02.2010 um 10:28 Uhr) Grund: Tippfehler |
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