Klar, Erklärung - gern.
Früher aß ich übermäßig wie wohl die meisten hier, "süchtig", wie ich fand. Das brauche ich heute nicht mehr, und wenn ich es BEWUSST mal wieder mache - wie z. B. im Urlaub - dann merke ich ganz deutlich, dass mein Körper das nicht mehr will. Er will vielmehr heute schlank sein, und er sorgt instinktiv für den Ausgleich. Er will auch die richtigen Lebensmittel, signalisiert mir, was gut ist für ihn.
Dafür brauche ich nicht mal mehr meine Psyche (oder auch mein bewusstes Denken) zu bemühen - die ist ziemlich heil geworden - mein Körper selbst gibt klare Signale, und ich höre inzwischen schon unbewusst darauf.
Es gibt auch bei mir noch gelegentliche Rückfälle in altes Verhalten. Nur wird mir das immer sehr schnell bewusst, und ich hinterfrage dann, warum das jetzt so war. Meist läuft es darauf hinaus, dass ich mal wieder meinte, mich durch Essen "erden" zu müssen, zu schützen und zu trösten; natürlich sind das Verhaltensweisen meiner Kindheit. Der Unterschied ist, das lässt heute in der Regel ebenso schnell wieder nach wie es angefangen hat. Ich futtere mir nie mehr als maximal 2 kg drauf, und damit kann ich gut leben, denn die verschwinden auch postwendend wieder, ich achte dann nur etwas mehr darauf ...
Wichtig es für mich, mit diese Rückfälle zu GESTATTEN, ohne schlechtes Gewissen. Das gehört heute zum LIEBEvollen Verhalten zu mir selbst. Das was früher Selbstsabotage war, hat sich verwandelt zur Selbstfürsorge. Ich gehe grundsätzlich anders, mit mehr Verständnis für mich, mit mir um. Manchmal bin ich noch kurz ein bisschen sauer auf mich selbst, wenn ich wieder zu sehr "reingehauen" habe, aber eigentlich eher augenzwinkernd.
Ein wichtiger Punkt, der noch erwähnt werden musste.
LG Britt
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