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Thema: Homosexualität

  1. #1
    Cartman ist offline Neuer Benutzer
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    Frage Homosexualität

    Hallo Herr Winter,

    ich habe in Ihrem Buch über Liebe und Sexualität gelesen, dass Homosexualität eine freie Willensentscheidung und somit veränderbar ist.

    Alle Psychologen, die ich bisher zu diesem Thema um Rat gefragt habe, haben mir das genaue Gegenteil erklärt. Sie sagten, die Sexualität sei unveränderbar und allein schon der Versuch einer Heilung sei schädlich. Mein Anliegen, ein normales Leben ohne homosexuelle Neigungen zu leben, haben diese Psychologen gar nicht verstanden. Stattdessen beharrten sie auf dem Standpunkt, Homosexualität sei gleichwertig mit Heterosexualität, und eine Heilung somit unsinnig. Dies enspricht aber nicht meiner religiösen Überzeugung.

    Können Sie mir erklären, wie genau eine Veränderung der sexuellen orientierung funktioniert? Ich bin wirklich verzweifelt und brauche dringend Rat!

  2. #2
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo lieber Cartman,
    danke für Ihre Anfrage. Ich glaube, dass das Ablehnen der eigenen Geschlechtsrolle der Grund für "Homosexualität" ist. Sexualität ist ähnlich wie Magnetismus. Gleiche Pole stoßen sich ab. Das bedeutet, dass ein Mensch die Erfahrung gemacht hat, dass er mit seiner Geschlechtsrolle nur Stressempfindungen verknüpft. Entweder ein Vater, der nicht als nachahmenswertes Vorbild wahrgenommen wurde (das kann bereits durch vorgeburtliche Einflüsse geschehen!!!), oder eine Mutter, mit der ein Mann auf emotionaler Ebene sich zu sehr identifiziert.
    ich hole Sie da raus, aber es wird für Sie eine Überraschung werden.

    Übrigens: Ab Januar biete ich endlich auch Video-Telefon Coachings per SKYPE an!!
    Mein Skype name ist powerscout1

    Andreas Winter
    Geändert von Powerscout (21.12.2011 um 18:59 Uhr) Grund: Zu viele Rechtschriebfeler
    Denkst Du anders, lebst Du anders!

  3. #3
    Cartman ist offline Neuer Benutzer
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    in der Tat habe ich meinen Vater nicht als nachahmenswertes Vorbild gesehen. Sollte es wirklich so einfach sein? Was meinen Sie mit Überraschung?

  4. #4
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
    in der Tat habe ich meinen Vater nicht als nachahmenswertes Vorbild gesehen. Sollte es wirklich so einfach sein? Was meinen Sie mit Überraschung?
    a) Ja, es ist so einfach! Das zu begreiflich zu machen ist ja meine Aufgabe als Coach.
    b) Überraschung bedeutet: Ich zeige Ihnen, den riesigen Vorteil dessen unter dem Sie gelitten haben.
    A.W.
    Denkst Du anders, lebst Du anders!

  5. #5
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Tipp: Hören Sie meine CDs "Zu viel Erziehung schadet" und "Zielen-loslassen-erreichen" an einem Tag hintereinander. Damit müssten Sie bereits etwas weiterkommen.
    Denkst Du anders, lebst Du anders!

  6. #6
    die_kleine_rotzfreche:) ist offline Neuer Benutzer
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    Zitat Zitat von Powerscout Beitrag anzeigen
    Übrigens: Ab Januar biete ich endlich auch Video-Telefon Coachings per SKYPE an!!
    oh und wie kommt man an so ein coaching?
    für eine antwort wäre ich sehr dankbar
    Geändert von die_kleine_rotzfreche:) (09.01.2012 um 18:01 Uhr)

  7. #7
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von die_kleine_rotzfreche:) Beitrag anzeigen
    oh und wie kommt man an so ein coaching? ......

    für eine antwort wäre ich sehr dankbar
    Rufen Sie einfach bei uns an. Die Nummer ist 0049 2371 923 3520 und machen Sie einen Termin aus.
    Liebe Grüße,
    Andreas Winter
    Denkst Du anders, lebst Du anders!

  8. #8
    Stephanie ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Warum??

    Hallo Herr Winter!

    Warum wollen Sie jemanden von schwul in hetero verwandeln und das auch noch aus religiösen gründen?
    "Ich hole Sie da raus" schreiben Sie Cartman, so als sei Homosexualität eine Misere.
    Der Mann befindet sich im Konflikt zwischen seiner Religion und seinen homosexuellen Neigungen. Warum bieten Sie ihm da an, ihn von seiner
    Homosexualität zu befreien? Warum nicht von seiner Religion?

  9. #9
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Stephanie,
    danke, dass Sie mich darauf aufmerksam machen, dass ich mich etwas missverständlich ausgedrückt habe. Mit "Ich hole Sie da raus" meine ich den Konflikt von Cartman, nicht etwa seine Sexualität oder seine religiöse Überzeugung. Man kann meiner Ansicht nach einen Homosexuellen nicht in einen Heterosexuellen "verwandeln", da es keine echte Homo-oder Heterosexualität bei Menschen gibt (es ist Definitionssache!). In meinem Buch "Liebe, Sex und Partnerschaft" versuche ich darzulegen, dass wir Menschen in unserem Fühlen und Verhalten entscheidungsfrei sind und nicht biologisch determiniert - wir sind daher polysexuelle Wesen - aber eine Sexualität haben wir in jedem Fall. Das Gleiche gilt sicherlich auch für die Religion, ob Agnostiker, Christ, Moslem oder Voodoo-Anhänger - wir suchen den großen Leitfaden, der unserer Entwicklung einen Sinn gibt und unser Zusammenleben regelt.
    Wenn Sie meine Bücher einmal lesen sollten, werden Sie schnell feststellen, dass das Oberthema darin die Wiedererlangung unserer Freiheit und die konfliktfreie Abgrenzung zu anderen Ansichten und Meinungen zum Zwecke des subjektiven Wohlbefindens ist. In diesem Sinne noch einmal danke. Ich hoffe, es ist Ihnen nun klarer, welche Botschaft ich für Cartman hatte.
    Andreas Winter

    Zitat Zitat von Stephanie Beitrag anzeigen
    Hallo Herr Winter!

    Warum wollen Sie jemanden von schwul in hetero verwandeln und das auch noch aus religiösen gründen?
    "Ich hole Sie da raus" schreiben Sie Cartman, so als sei Homosexualität eine Misere.
    Der Mann befindet sich im Konflikt zwischen seiner Religion und seinen homosexuellen Neigungen. Warum bieten Sie ihm da an, ihn von seiner
    Homosexualität zu befreien? Warum nicht von seiner Religion?
    Denkst Du anders, lebst Du anders!

  10. #10
    Stephanie ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Einige Ihrer Bücher habe ich schon gelesen (ich war vor ca. zwei Jahren auch schon mal in diesem Forum aktiv) und war bisher Ansicht, dass Sie nicht der Typ sind, der Menschen gesellschaftskonform macht, oder in diesem Fall "religions-konform". Deswegen war ich verwundert, verstehe jetzt aber besser was Sie meinten.

    Nachdem was Cartman postet, glaube ich allerdings, dass er unter seiner Religion leidet. Viele christliche Konfessionen, zum Beispiel Baptisten verteufeln Homosexualität. Es wird ganz direkt gesagt, dass Homosexualität eine Sünde sei und dass Schwule nicht in den Himmel kommen.
    Für mich klingt es auf jeden Fall so, als ob Cartman Sie bittet, ihn "hetero zu machen", damit er wieder in seine Religion passt.

    Cartman, ich finde es gut, dass du neben der Bibel auch noch andere Bücher liest, zumindest schon mal das von Andreas Winter :-) Schau dich doch noch weiter um, in der weiten Welt der Ratgeberliteratur und vielleicht wird dein Weltbild nach und nach etwas liberaler. Es ist nicht alles nur schwarz und weiß, Sünde und "erlaubt".
    Mag sein, dass Sexualität eine freie Willensentscheidung ist, sich dem weiblichen Geschlecht zu zu wenden, weil die Religion das so vorsieht, hat aber nicht viel mit Freiheit zu tun.

    Herr Winter Sie glauben also, dass Menschen homosexuell werden, weil sie ihre Geschlechterrolle ablehnen? Immer? Es gibt doch auch Homosexualität im Tierreich,
    siehe Homosexualität bei Tieren: Männchen mit Männchen, Weibchen mit Weibchen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    warum sollte es dann nicht auch Menschen geben, die ganz natürlich homosexuell sind, unabhängig von ihrer Erziehung?

    (Vielleicht verstehe ich Sie aber wieder falsch, denn Ihr Partnerschaftsbuch habe ich tatsächlich noch nicht gelesen)

  11. #11
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    @ Stephanie

    Wenn ich das kurz anmerken darf:
    Warum bieten Sie ihm da an, ihn von seiner
    Homosexualität zu befreien? Warum nicht von seiner Religion?
    Dies ist ein recht gewagter Satz, finde ich. Bei allem Respekt vor der zu Recht hochgeschätzten persönlichen Freiheit, aber jemanden "von seiner Religion zu befreien", klingt für mich auch nicht gerade danach.

    Wer sich in seiner Religion wohl fühlt, braucht keine Befreiung davon - vorausgesetzt, es handelt sich um keine Sekte. Denn er hat das gefunden, was Herr Winter so bezeichnet:
    den großen Leitfaden, der unserer Entwicklung einen Sinn gibt und unser Zusammenleben regelt.
    Wohlgemerkt, ich rede NICHT den spirituellen Vereinigungen das Wort, die Homosexuelle aus ihren Reihen ausschließen; das ist unmenschlich und auch aus meiner Sicht nicht in Ordnung; wenn sich aber jemand aus freien Stücken dazu entschließt, seine Sexualität so zu gestalten, dass er sich damit wohler fühlt, so kann sehr wohl auch DAS seine persönliche Freiheit sein.

    Britt



  12. #12
    harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    Naja, so richtig frei ist das ja nicht, wenn eine Religion einem sagt, dass seine Sexualität nicht in Ordnung ist bzw. verbietet sie zu leben, ob das nun Christen, Muslime oder andere machen. Da ist der unlösbare Konflikt doch vorprogrammiert, wenn man nicht gleichzeitig seine wie auch immer geartete Sexualität leben und gleichzeitig religiös sein kann. Freiheit sieht anders aus.

  13. #13
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    wenn eine Religion einem sagt, dass seine Sexualität nicht in Ordnung ist bzw. verbietet sie zu leben, ob das nun Christen, Muslime oder andere machen. Da ist der unlösbare Konflikt doch vorprogrammiert, wenn man nicht gleichzeitig seine wie auch immer geartete Sexualität leben und gleichzeitig religiös sein kann.
    Die Freiheit liegt aber doch genau darin, dass jeder sich seine Religion (oder keine zu haben) aussuchen kann, und wenn Du weißt, da oder dort ist etwas anders, als Du es Dir wünschst, gehst Du eben nicht dorthin und suchst Dir etwas anderes, für Dich Passendes.

    Früher war das anders, da hätten die Menschen von einer solchen Freiheit nur träumen können, aber wer zwingt denn heutzutage jemanden, genau dort zu verharren, wo Regeln oder Ansichten gelten, die für ihn nicht genug Platz zur persönlichen Entfaltung bieten? Wer sich in seiner Religionsgruppe oder Tradition nicht wohl fühlt, kann austreten und wechseln, zumindest hierzulande. Es gibt wirklich genügend religiöse Möglichkeiten, so dass jeder seine Nische finden kann. Du kannst also frei wählen, ob Du Dich welchen auch immer bestehenden Ansichten nun anschließen willst oder nicht.

    Regeln und bestimmte Ansichten gibts in jeder Gemeinschaft; man kann sie entweder akzeptieren, teilen oder ablehnen, aber schon Unfreiheit darin zu sehen, dass sie überhaupt bestehen, stellt aus meiner Sicht die Dinge auf den Kopf.
    Geändert von Britt (17.01.2012 um 12:24 Uhr)



  14. #14
    Nikla ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Britt Beitrag anzeigen
    Die Freiheit liegt aber heute doch genau darin: Jeder kann sich die Religion frei aussuchen, und wenn Du weißt, da oder dort ist etwas anders, als Du es Dir wünschst, gehst Du nicht dorthin und suchst Dir etwas anderes, für Dich Passendes.

    Früher war das anders, da hätten die Menschen von einer solchen Freiheit nur träumen können, aber wer zwingt denn heutzutage jemanden, genau dort hinzugehen, wo Regeln gelten, die nicht für ihn passen? Wer sich in seiner Religionsgruppe nicht wohl fühlt, kann austreten und wechseln. Du kannst frei wählen, ob Du Dich welchen auch immer vorgegebenen Regeln und Ansichten nun anschließen willst oder nicht. Für mich ist das Freiheit genug.

    Niemand würde sich beschweren, wenn es um etwas anderes dabei als Religion ginge, hier wird ein sehr "unfreiheitlicher" Maßstab angelegt.
    Ich sehe das nicht ganz so einfach und leicht. Ob nun das Thema Religion oder Erziehung ist, sie haben etwas Gemeinsames. Die Religionszugehörigkeit findet ja meist von klein auf statt, vom zarten Kindesalter an. Das Kind bekommt somit wie auch beim Erziehungsthema jahrelang Regeln eingeimpft, was Gut und was Böse ist, was es nie machen darf. Gerade in der Religion ist ja das Thema Sexualität ein großes Thema und dadurch bekommen viele Menschen ihre Komplexe z.B. in Form von Schuldgefühlen, wie halt auch beim Erziehungsthema, kann man gut vergleichen.
    Die Sache, um das dann wieder loszuwerden und gleichzeitig trotzdem noch einer Religionsgemeinschaft anzugehören, die gegen eine andere Sexualität ist finde ich nicht einfach. Da muß man schon sehr hart im Nehmen sein (abgebrüht sein) und ich glaube nicht, dass man da jemals gute Gefühle erreicht, es ist eine richtige Zwickmühle.
    Da kann ich den Cartman verstehen. Einerseits will er weiterhin seiner Religionsgemeinschaft angehören, in der er sich bestimmt schon sehr viele Jahre befindet und sie nicht verlassen, nur wegen seiner Sexualität. Er will einfach ein gutes Gefühl haben, dass er so wie er ist in Ordnung ist.

  15. #15
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Nikla,

    einfach und leicht ist es nicht immer, da gebe ich Dir Recht. Wenn z. B. jemand in eine Religionsgemeinschaft hinein geboren wird, ist ein Ausstieg sicherlich mit Schwierigkeiten verbunden, vor allem gefühlsmäßig, und es gehört wirklich etwas dazu, auszusteigen und / oder in eine andere hineinzugehen. Unmöglich ist es aber nicht, und bevor ich mich selbst zerfleischen würde - geschweige denn, verurteilen ließe für mein So-sein - würde ich lieber gehen.

    Da kann ich den Cartman verstehen. Einerseits will er weiterhin seiner Religionsgemeinschaft angehören, in der er sich bestimmt schon sehr viele Jahre befindet und sie nicht verlassen, nur wegen seiner Sexualität. Er will einfach ein gutes Gefühl haben, dass er so wie er ist in Ordnung ist.
    Oh ja, das verstehe ich auch. Dieses Gefühl möchte doch jeder von uns haben, nicht wahr? Deshalb finde ich es, wie ich weiter oben schrieb, auch nicht gut, wenn eine religiöse Gemeinschaft ihren Mitgliedern ein anderes gibt. Es ging mir mit meinen hier geäußerten Bedenken ums Grundsätzliche, im Grunde um den offenbar doch unterschiedlich zu verstehenden Freiheitsbegriff.

    Edit eingefallen beim Nachlesen heute: Schade, dass wir hier nichts mehr von Cartmann selbst lesen. Vielleicht könnte er uns noch etwas dazu sagen, was ihn gerade in seiner Gemeinschaft hält und warum er für sich die Notwendigkeit der Änderung sieht - ob dies als Wunsch aus ihm selbst kam oder ihm aufgezwungen wird.
    Geändert von Britt (20.01.2012 um 13:02 Uhr)



  16. #16
    Stephanie ist offline Erfahrener Benutzer
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    @ Britt

    Dies ist ein recht gewagter Satz, finde ich. Bei allem Respekt vor der zu Recht hochgeschätzten persönlichen Freiheit, aber jemanden "von seiner Religion zu befreien", klingt für mich auch nicht gerade danach.


    Klar kann man jemanden nicht einfach so von der Religion befreien. Da habe ich mich vielleicht zu krass ausgedrückt. Religion hat ja auch positive Aspekte. Man kann sich zum Beispiel vorstellen, dass es einen Gott gibt, der einen beschützt, oder von einer Krankheit heilt und damit fühlt man sich dann gut.
    Man kann ja im Prinzip glauben, was man möchte. Wenn man, wie die meisten Evangelen, nur an Weihnachten in die Kirche geht, ist das auch gar kein Problem.

    Ich habe aber in den letzten Jahren öfters mal mit Baptisten und Mennoniten geredet, also mit Leuten, die ihren Glauben etwas strenger auslegen und die hatten alle die gleichen Überzeugungen:

    ○ Schwul zu sein ist ekelhaft und man darf seine Homosexualität auf keinen Fall ausleben
    ○ Wer nicht an Jesus Christus glaubt, kommt in die Hölle (sprich alle anderen Glaubensgemeinschaften und natürlich alle Atheisten)
    ○ Schläge sind ein wichtiger Teil der Erziehung
    ○ Sex vor der Ehe ist eine Sünde

    Um nur ein paar Beispiele zu nennen...

    Wenn man in einer derart restriktiven Glaubensgemeinschaft aufgewachsen ist und ich tippe mal, dass das bei Cartman der Fall war, dann wäre es doch eine echte Befreiung von diesem Glauben los zu kommen.

    Wer sich mal über strenge Christen wundern möchte, dem empfehle ich die Dokumentation "Jesus Camp" über Gläubige in den USA:
    Jesus Camp (deutsch) 1/5 - YouTube
    Es ist echt erschreckend, wie fundamentlistisch viele Christen dort ihre Religion ausleben. In vielen amerikanischen Schulen wird ja neuerdings statt der Evolutiontherie die Schöpfungslehre unterrichtet, nach der die Welt erst einige Tausend Jahre alt ist und Menschen gleichzeitig mit Dinosauriern existiert haben...was sagt man dazu...

  17. #17
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    @ Stephanie

    Das meine ich ja: Jeder entscheidet selbst, welchen religiösen Vorschriften oder Glaubensinhalten er sich unterwirft.

    Ob strenge Christen, strenge Muslime - auch diese tolerieren beispielsweise keine Homosexualität, keinen Sex vor der Ehe und vertreten ebenfalls die Meinung, der Himmel sei nur für ihre Religion da - oder andere: Ich wollte keine Diskussion über Glaubensrichtungen lostreten, darüber lässt sich ebenso schlecht diskutieren wie über Politik *zwinker*



  18. #18
    Cartman ist offline Neuer Benutzer
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    Da Britt in einem Beitrag geschrieben hat, dass sie gerne nochmal etwas von "Cartman" lesen würde, habe ich beschlossen, nochmal etwas zu schreiben.

    Kurz nachdem ich diesen Thread hier eröffnet hatte, entdeckte ich die Bücher von Alice Miller und Susan Forward für mich. Diese sorgten für ein gewisses Aha-Erlebnis bei mir: ich war danach in der Lage, die Hilfe eines guten Psychotherapeuten anzunehmen und die Fesseln meiner Erziehung abzuwerfen. Das führte dann zu einem völligen Bruch zwischen mir und meiner Glaubensgemeinschaft. Ich brauche nun nicht mehr die Bestätigung dieser bigotten Truppe und ich will deren Bevormundung nicht mehr! Seither empfinde ich meine Homosexualität auch nicht mehr als Belastung, sondern als ganz natürlichen Teil meines Ichs.

    Leider muss ich sagen, dass die Äußerungen von Andreas Winter wenig hilfreich waren, da sie meine Verwirrung eher noch verstärkten. Wenn ich heute die Passage über Homosexualität in dem Buch über Liebe und Sexualität von Herrn Winter nochmal lese, dann kommt mir dieser Text doch reichlich homophob vor. Ich denke, die Mitglieder meiner ehemaligen Glaubensgemeinschaft würden den Worten von Andreas Winter in weiten Teilen zustimmen. Vermutlich ist das gar nicht so gemeint, aber es kommt nunmal so rüber. Die Aussage, Homosexualität sei immer ein Ablehnen der Geschlechtsrolle, ist jedenfalls so nicht korrekt. Die Wirklichkeit ist leider viel komplizierter als das simple Weltbild von Andreas Winter.

  19. #19
    nicole1976 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Hm

    Hallo
    ich kann mich nicht daran erinnern das A. Winter meine Bisexuallität weghypnotisiert hat. Obwohl ich im Gespräch gesagt habe das ich Bi bin mit der Tedenz mehr zu Frauen aber weg ist es nicht. Aber ich hab gelernt dazu zu stehen ich denke nichts anderes wollter Herr Winter bei dir auch machen. Das du lernst dich nicht mehr bevormunden zu lassen. Das es dir egal sein kann was andre über dich denken. Solange du glücklich bist. Deine Familie muss nicht mit deiner Partnerwahl einverstanden sein sondern du. Niemand andren hat es zu Intressieren mit wem du zusammen bist. Genau das ist das was A. Winter vermittelt. Ich allein bin für mich verantwortlich niemand anders. genau wie du für dich verantwortlich bist.Solange wie du glücklich mit deiner Entscheidung bist ist alles okay. Da kannst du auch 1000 mal Negativ Kritik bekommen ganz ehrlich lass sie doch reden,du bist glücklich damit wenn du einen Mann liebst und Meinungen ganz ehrlich was ist das: Klar mir sind Meinungen meiner Familie auch wichtig aber muss ich mit meinem Bruder,Mutter Vater zusammen leben oder will ich mit meinem Partner/Partnerin glücklich werden. Ich habe mir Jahrelang eingerdet ich mache das was ich will, betonung liegt auf eingeredet. Es endete meistens mit Fressattacken ,Depressionen und Selbstverletzung. Teilweise wußte ich nicht was ich will wer ich bin oder was ich hier soll.(im Leben) A. Winter hat mir klar gemacht das ich mein eigenes Leben Dirigiere,ich entscheide was mir gut tut und was nicht.Ich bin auch dafür verantwortlich wenn ich Liebe. Ich entscheide, tut mir der Mensch gut oder nicht. Ich schlage mehr in die Richtung lesbisch aber eben nur in die Richtung wenn jetzt Mister Right käme hätte er eine Chance verdient,wenigstens verdient ihn kennenzu lernen um dann ein Urteil zu bilden. Es ist aber mein Urteil klar können Freunde ihre Meinung äussern aber das wars.Nur weil meine Freunde sagen der ist nichts für dich muss ich das nicht denken. Die Natur hat uns da gut ausgestattet mit Gefühlen die uns warnen die auch mal sagen das und das ist Falsch.Aber entscheiden tut jeder es für sich selber. Ich finde es gut das du zu dir stehst,und hoffe du hast denn Mann deines Lebens gefunden.Aber es ist meine Meinung sie soll dich nicht beeinflussen.

  20. #20
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Cartman!

    Schön, von Dir zu lesen - und dann noch von Deiner klaren Entscheidung: Überraschung!

    Weißt Du, es liegt einzig in DIR SELBST, wie Du die Haltung anderer Menschen zur Homosexualität empfindest. Die anderen spiegeln sie Dir lediglich wider - was auch Fehlinterpretationen einschließen kann; man merkt es nur nicht gleich und manchmal gar nicht.

    Und wenn Du jetzt Deinen Weg so klar gefunden hast, wird es gar nicht mehr nötig sein für Dich, neue Feindbilder aufzubauen. Du stehst zu Dir - und das ist super. Machs besser als so mancher, der Dir früher begegnete, wende Dich dem Unverständnis anderer in liebevollem Verstehen zu und lass die, die Dich mal geärgert haben, einfach los. Fertig. :-)

    Grüße, und alles Gute.
    Britt



  21. #21
    Nikla ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Cartman Beitrag anzeigen
    Kurz nachdem ich diesen Thread hier eröffnet hatte, entdeckte ich die Bücher von Alice Miller und Susan Forward für mich. Diese sorgten für ein gewisses Aha-Erlebnis bei mir: ich war danach in der Lage, die Hilfe eines guten Psychotherapeuten anzunehmen und die Fesseln meiner Erziehung abzuwerfen. Das führte dann zu einem völligen Bruch zwischen mir und meiner Glaubensgemeinschaft. Ich brauche nun nicht mehr die Bestätigung dieser bigotten Truppe und ich will deren Bevormundung nicht mehr! Seither empfinde ich meine Homosexualität auch nicht mehr als Belastung, sondern als ganz natürlichen Teil meines Ichs.
    Hallo Cartmann,
    freut mich sehr für dich, dass du ein ordentliches Stück vorwärts gekommen bist.
    Du hast dich befreit, die Fesseln endlich abgelegt und dich selbst akzeptiert, prima.
    Deine positive Entwicklung ging ja rasend schnell. :-)

    alles Gute weiterhin,
    Grüßle Nikla

  22. #22
    Stephanie ist offline Erfahrener Benutzer
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    Wow! Cartman, alle Achtung! Das war bestimmt nicht einfach, unter so schwierigen Bedingungen zu dir selbst zu stehen. Finde ich gut!

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