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Thema: Suche nach Anerkennung und Lob

  1. #1
    insi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Suche nach Anerkennung und Lob

    Hallo Leute,

    gestern bin ich auf die Waage und ich weiß im nachhinein nicht, ob das eine gute oder eine schlechte Idee war, denn so wie es da aussieht habe ich das, was ich abgenommen habe (Hose saß sehr locker) innerhalb von kurzer Zeit wieder zugenommen, na auf jeden Fall liegt noch etwas im Argen, das ist mir aufgefallen:

    Letzte Woche lief wirklich gut für mich bis zum Freitag, da hatte mein Mann den ganzen Tag ungefähr so ein Gesicht. Er war einfach müde und ich meinte ihn aufheitern zu müssen, bzw. später habe ich ihn proviziert usw. Warum? Das selbe mache ich auch mit meiner Mutter, ich provoziere ständig, bringe sie in Panik, indem ich meine/unsere Arbeit erst auf den letzten Drücker erledige usw.

    Dann habe ich gestern nochmal das Buch zu Hand genommen und natürlich, wie sollte es anders sein, fiel mir dieser Satz sofort ins Auge:

    "Trotz Beratung glauben sie, sie wären auf Lob, Anerkennung und Zuwendung und Erlaubnisse anderer angewiesen, um sich wohlzufühlen - und wundern sich dann, wenn sie nicht abnehmen"

    Das ist für mich der Dreh- und Angelpunkt, das habe ich zwar in Hinsicht auf meinen obersten Richter getan (meine Oma, mein Vater), aber nicht auf deren Stellvertreter.... Die Anerkennung auf die ich warte war einfach, daß ich von meinem Mann solche Sachen zu hören bekomme, die eine Frau einfach gerne hört und von meiner Mutter wollte ich auch Anerkennung. Aber auf der einen Seite ist es doch wirklich dämlich darauf zu warten, weil sie es ja tun, sie sagen es nur nicht und auf der anderen Seite ist es erbärmlich darauf zu warten, daß sie es sagen.

    Und hier ist mir aufgefallen: Das gleiche läuft auch hier im Forum. Nicht bei allen, aber gerade bei denen, wo sich so gar nichts bewegen will (sorry für den Fall, daß ich falsch liege), aber irgendwie suche ich zumindest auch hier so etwas wie Anerkennung und das finde ich reflektiert mal wirklich total uncool
    Bevor eine Depression oder geringes Selbstwertgefühl diagnostiziert wird, stell sicher, dass keine Arschlöcher in deiner Umgebung sind. William Gibson

    Sapere aude
    (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!)

    "Ein Zitat ist besser als ein Argument. Man kann damit in einem Streit die Oberhand gewinnen, ohne den Gegner überzeugt zu haben." (von wem war das gleich ?)

  2. #2
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Dito Und ich hab auch noch Null Ahnung, wie ich da rauskommen kann
    Ad astra
    Candle


    Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft!
    Salvador Dalí


  3. #3
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    @ Insi

    Ich fürchte, die Suche nach Anerkennung ist sowas wie ein Trieb in uns und nicht so einfach durch eine Willensentscheidung und auch nicht durch Beratung zu eliminieren. Durch Beratung kann man vermutlich lernen, damit anders umzugehen, der Wunsch danach wird kaum einfach verschwinden.

    Die Bestätigung durch ANDERE ist schwierig zu erlangen in dem Moment wo man sie gerade zu brauchen scheint; sie sich DANN auch selbst gegen zu können, ist schon wichtig, denke ich.

    Hast Du mal versucht, in dem Moment statt die anderen zu provozieren, um damit halt negative Aufmerksamkeit zu erlangen, etwas für Dich zu tun, das Dir Bestätigung gibt - z. B. die Laufschuhe anzuziehen und Dich so richtig auszupowern? Ich fühl mich danach immer gut, und es tut auch etwas für die Figur.

    Lieber Gruß
    Britt

  4. #4
    insi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Britt Beitrag anzeigen
    @ Insi

    Ich fürchte, die Suche nach Anerkennung ist sowas wie ein Trieb in uns und nicht so einfach durch eine Willensentscheidung und auch nicht durch Beratung zu eliminieren. Durch Beratung kann man vermutlich lernen, damit anders umzugehen, der Wunsch danach wird kaum einfach verschwinden.

    Die Bestätigung durch ANDERE ist schwierig zu erlangen in dem Moment wo man sie gerade zu brauchen scheint; sie sich DANN auch selbst gegen zu können, ist schon wichtig, denke ich.

    Hast Du schon versucht, statt die anderen zu provozieren, um damit halt negative Aufmerksamkeit zu erlangen, etwas für Dich zu tun, dass Dir Bestätigung gibt - z. B. die Laufschuhe anzuziehen und Dich so richtig auszupowern? Ich fühl mich danach immer gut, und es tut auch etwas für die Figur.

    Lieber Gruß
    Britt
    Hallo Britt,

    doch das geht, dank dem Coaching weiß ich auch wie und ich habe es schon gemacht. Es ist nicht das war meine Ratio will, sondern mein UB und diese Info habe ich ihm gegeben Mal sehen was passiert. Das dumme war nur, daß ich nicht ahnte, welche Personen es noch betrifft, weil z. B. Anerkennung von meinem Chef oder den Koleginnen ist mir Schnuppe (sie bedienen auch kein Muster)
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  5. #5
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Du kannst also durch das Coaching den Wunsch nach Anerkennung direkt beeinflussen bzw. ausschalten?

  6. #6
    insi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Britt Beitrag anzeigen
    Du kannst also durch das Coaching den Wunsch nach Anerkennung direkt beeinflussen bzw. ausschalten?
    ja, hat beim Coaching funktioniert, ich habe es zu Hause ohne CD nochmals durchgeführt und siehe da, ein Weilchen war ich noch mißtrauisch und habe geprüft, aber es ist weg (ich beziehe mich jetzt auf das Problem mit meinem Vater)...
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  7. #7
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Na, Candle - das motiviert doch für eine Fahrt nach Iserlohn, oder?

  8. #8
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    Ja, Britt, eigentlich schon. Leider mangelt es am nötigen Kleingeld
    Ad astra
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  9. #9
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    Candle, wo ein Wille ist, ist ein Weg. So teuer ist das Coaching nun auch nicht. Geh deinen Finanzplan doch einfach mal durch und schau, wo und wieviel du abzweigen kannst.

    Vielleicht vereinbart Herr Winter mit dir ja auch Ratenzahlung. Denn wie wir hier sehen können, schätzt er dich ja sehr und traut dir einiges zu.

    Insi: ich denke, man kann es schaffen, von einerm übermäßigen Drang nach Anerkennung wegzukommen. Ansonsten: wir Menschen sind von unserer Veranlagung her darauf angelegt, dass wir uns im anderen spiegeln, dass wir uns Anerkennung wünschen. Das ist ein wesentlicher Eckpfeiler des menschlichen Zusammenlebens in einer sozialen Gemeinschaft.

  10. #10
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    Luisa, es ist im Moment nicht machbar. Es geht einfach nicht.

    Außerdem kommen zu dem Coaching noch mindestens 250 Euro Bahnfahrt plus mindestens eine Übernachtung dazu...
    Ad astra
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  11. #11
    Luisa ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ach ja, Candle, du wohnst ja in München. Wenn du langfristig planst, könntest du ev. einen Billigfahrt bei der Bahn ergattern. Kostengünstig übernachten kann man in Jugendherbergen. Aber man bekommt dort sicher auch günstige Pensionen.

    Überleg einfach mal längerfristiger. Wäre einfach schade, wenn du dir die Möglichkeit eines Coachings versagst, wenn du meinst, dass es für dich wichtig wäre.

  12. #12
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    Langfristig muss ich erstmal mein Konto ausgleichen und die Schulden bei meiner Tierärztin bezahlen...
    Ad astra
    Candle


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  13. #13
    insi ist offline Erfahrener Benutzer
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    @ Candle: alles zu seiner Zeit, nicht wahr? Bei mir hat es auch gedauert, bis mein Kleiner groß genug war, damit ich mal einen Tag weg kann.


    Thema Muster: weiß ich jetzt, wenn ich mit Provokation reagiere, daß ich nur Anerkennung will, darüber mach ich mir gerade Gedanken. Ich war mit Provokation immer erfolgreich, meine Oma hat dann "gespurt", wenn ich z. B. nichts gegessen habe. Das UB ist schon wirklich sehr brutal.....
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  14. #14
    Luisa ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hi Insi, bei Kindern nennt man das Trotzphase. Damit wollen sie ja auch (u.a) Aufmerksamkeit bekommen, auf die sie dringend angewiesen sind.

    Provokation soll, wie du es richtig erkannt hast, ja auch zu mehr Aufmerksamkeit führen. Ohne kommt keiner von uns aus, aber Provokation ist aus meiner Sicht ein negativer Weg, diese zu bekommen.

    Super, dass du das erkannt hast.

    Bleibt die Frage: warum bist du so aufmerksamkeitsbedürftig, dass du diese durch Provokation holen willst? Oder hast du tatsächlich Bezugspersonen, die dir das für jeden notwendige Maß vorenthalten?

    Musst du "um Liebe betteln"?

  15. #15
    insi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Nein, um Liebe betteln muß ich nicht, der Mechanismus ist ein bißchen anders:

    Ich bin quasi Einzelkind (mein Bruder wurde erst sehr viel später geboren) und bekam von allen Erwachsenen die volle Liebe und Aufmerksamkeit, aber auch und speziell von meiner Oma wurde ich sehr bevormundet. Sie traute mir nicht einmal zu, selbst zu bestimmen, wieviel ich esse. Dies empfand ich als Bevormundung, die Folge: Trotz, worauf sie mich zwangsernährte (ca. mit 2 Jahren), als ich mächtiger wurde ging ich in die Provokation über, z. B. ich esse nicht, wenn du dies oder das nicht kochst usw.

    Wenn jetzt jemand dieses Muster bedient reagiere ich mit Provokation, wenn vorherige Methoden nicht greifen Es ist wirklich sehr interessant das zu erkennen, es rollt gerade eine Lawine der Erkenntnisse, spät aber immerhin
    Bevor eine Depression oder geringes Selbstwertgefühl diagnostiziert wird, stell sicher, dass keine Arschlöcher in deiner Umgebung sind. William Gibson

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  16. #16
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Gebrauchsanweisung

    @insi und alle anderen Frauen

    SAGT Euren Männern IN DEREN SPRACHE, was ihr wollt und braucht UND WARUM DAS SO WICHTIG für Euch IST! Wir Männer LIEBEN unsere Frauen, aber wir lieben nicht deren Vorwürfe, Provokationen und Stiche. Gedankenlesen könnt Ihr besser.

    Sagt ihnen: Ich brauche es, dass du mich unaufgefordert in den Arm nimmst, mir etwas Nettes sagst (auch wenn ich es schon 1000 x gehört habe) WEIL ich das Gefühl brauche, dass du gerne mit mir zusammen bist und mich liebst. Wenn Du das nicht tust, fange ich an, erst an mir und dann an deiner Liebe zu zweifeln und dann beginne ich, mit schlechter Laune deine Liebe zu testen und egal, was du dann sagst, klingt für mich wie ein "Ändere Dich!"

    Dein Mann denkt dann: Ach so! Ja, sag das doch gleich! Ich will doch für Dich Dein Held sein. Was bekomme ich denn dafür? Eine zufriedene Frau? Klasse! her damit!

    Wir Kerle sind nicht dumm oder Holzköpfe, wir sind lediglich KEINE FRAUEN. Wir brauchen für Euch eine Gebrauchsanweisung. Ihr für uns schließlich auch.

    A.W.
    Denkst Du anders, lebst Du anders!

  17. #17
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Powerscout Beitrag anzeigen
    @insi und alle anderen Frauen

    SAGT Euren Männern IN DEREN SPRACHE, was ihr wollt und braucht UND WARUM DAS SO WICHTIG für Euch IST! A.W.
    Ja, gern. Wo gibts das Wörterbuch? Schreiben Sie demnächst eines?

    Ich möchte zu bedenken geben: Sobald Frau ihrerseits in Emotionen feststeckt, kann es selbst für uns problematisch werden, diese Unterschiede sprachlich zu überbrücken.

    Britt

  18. #18
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Britt Beitrag anzeigen
    Ja, gern. Wo gibts das Wörterbuch? Schreiben Sie demnächst eines?

    Ich möchte zu bedenken geben: Sobald Frau ihrerseits in Emotionen feststeckt, kann es selbst für uns problematisch werden, diese Unterschiede sprachlich zu überbrücken.

    Britt
    Das Wörterbuch habe ich doch bereits geschrieben. Es heißt "Liebe, Sex und Partnerschaft". Da ist alles drin, was zum Verstehen notwendig ist.
    Doch ganz im ernst: Sie holen sich doch auch keinen Computer und kein Auto, wenn Sie keinen Schimmer davon haben, wie das Ding funktioniert.
    Wer beschließt einen Bund mit einem Partner, wenn er sich nie dafür interessiert hat, wie man den anderen erreicht? Autsch! Fast alle, oder?
    A.W.
    Denkst Du anders, lebst Du anders!

  19. #19
    Penelope ist offline Erfahrener Benutzer
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    Witzigerweise (oder traurigerweise?) gibt es aber mittlerweile auch Männer, die "ihre Sprache" gar nicht mehr sprechen. Wenn frau etwas sagt, wird interpretiert und vermutet und gemacht und getan, weil Männer heute glauben, dass das von ihnen erwartet wird. Wenn Frauen dann versuchen "Männisch" zu reden, führt das zu noch größerer Verwirrung als sowieso schon.

    Andererseits lernen Frauen, sich klar und deutlich auszudrücken und ich kenne viele, die sich daran gewöhnt haben und das auch schätzen.

    Da hilft dann wohl nur, sich in Ruhe hinzusetzen und die Modalitäten der gemeinsamen Kommunikation zu klären.

    In einer guten Beziehung dürfte das ja kein Problem sein. Man lernt doch voneinander.

  20. #20
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Da bin ich doch glatt mal wieder froh, Single zu sein

    Wobei, ich glaube das Hauptproblem ist nicht, dem anderen mitzuteilen, was man möchte, sondern das erstmal selber für sich erkennen und klar kriegen
    Ad astra
    Candle


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    Salvador Dalí


  21. #21
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Powerscout Beitrag anzeigen
    Wer beschließt einen Bund mit einem Partner, wenn er sich nie dafür interessiert hat, wie man den anderen erreicht? Autsch! Fast alle, oder?
    A.W.
    Tja, vielleicht schließen ja deshalb so viele den Bund erst mal "ins Unreine", bevor es dann beim zweitenmal klappt?

    Nein, ich finde das Thema schon wichtig, nur dass es in der Tat meistens die Frauen sind, die sich dafür interessieren, irritiert ein wenig ...

    Britt

  22. #22
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Britt Beitrag anzeigen
    Nein, ich finde das Thema schon wichtig, nur dass es in der Tat meistens die Frauen sind, die sich dafür interessieren, irritiert ein wenig ...

    Britt
    Ich nehme mal an, das hat mit der Rolle der Frau zu tun, in die wir gepresst worden sind, über Jahrhunderte.

    Eine Frau ist für die Gefühlsarbeit zuständig. Sie nimmt ihrem Mann quasie die "Gefühlsduselei" ab, damit er als der harte, coole Macho agieren kann, der keine Gefühle hat...

    Während es bei den Männern als uncool gilt, Gefühle zu haben (oder sie gar noch zu zeigen).
    Ad astra
    Candle


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  23. #23
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Candle Beitrag anzeigen
    Ich nehme mal an, das hat mit der Rolle der Frau zu tun, in die wir gepresst worden sind, über Jahrhunderte.

    Eine Frau ist für die Gefühlsarbeit zuständig. Sie nimmt ihrem Mann quasie die "Gefühlsduselei" ab, damit er als der harte, coole Macho agieren kann, der keine Gefühle hat...

    Während es bei den Männern als uncool gilt, Gefühle zu haben (oder sie gar noch zu zeigen).
    Eieiei! Da hat aber jemand schlechte Erfahrungen mit Männern generalisiert...
    Wenn Männer so empathisch wären wie Frauen, würden sie das Kaninchen streicheln, anstelle es zu jagen. Wenn Frauen so rational wären wie Männer, würden sie ihre Kinder ständig füttern, anstelle mal schlafen zu lassen oder frisch zu wickeln.

    Ich glaube, Mutter Natur (oder der liebe Gott) ist kein Dummkopf. Jeder hat seinen berechtigten Platz mit seinen Qualitäten. Doch wenn Männer Mädchen erziehen, geht das eben fürchterlich schief. Genau wie wenn Frauen glauben, Söhne erziehen zu können. Mehr dazu in meinem neuen Buch (die Testleserversion war ja nur ein Drittel).

    A.W.
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  24. #24
    Maxima ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von Powerscout Beitrag anzeigen
    Genau wie wenn Frauen glauben, Söhne erziehen zu können.
    Geben Sie in Ihrem Buch auch Tips, wie aus dem Sohn was "gescheites" (bzgl. seiner seelischen Gesundheit) werden soll, wenn er mit einer alleinerziehenden Mutter (mit zwar regelmäßigem, aber nur halbherzigen Vaterkontakt) zusammenlebt? Gerade in letzter Zeit frage ich mich das oft - unabhängig von dem o.g. Satz (im Grunde sprechen Sie das aus, was ich schon lange befürchte). Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch. Lieben Gruß!

  25. #25
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Powerscout Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Mutter Natur (oder der liebe Gott) ist kein Dummkopf. Jeder hat seinen berechtigten Platz mit seinen Qualitäten. ...
    Meine Güte, Herr Winter, da kann ich Ihnen doch mal wieder aus vollem Herzen zustimmen!

    Zum Glück liegt die Zeit hinter uns, in der impliziert wurde, dass Mädchen nichts anderes als Jungen im Mädchenkörper sind - bzw. umgekehrt

  26. #26
    insi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Powerscout Beitrag anzeigen
    Genau wie wenn Frauen glauben, Söhne erziehen zu können.
    Das sollte ich mal meiner alleinerziehenden Mutter vorlesen, sie glaubt nämlich, das sei bei meinem Bruder genetisch, aber was machen, wenn die Väter oder "Ersatzväter" keine Verantwortung übernehmen wollen/können?
    Bevor eine Depression oder geringes Selbstwertgefühl diagnostiziert wird, stell sicher, dass keine Arschlöcher in deiner Umgebung sind. William Gibson

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    "Ein Zitat ist besser als ein Argument. Man kann damit in einem Streit die Oberhand gewinnen, ohne den Gegner überzeugt zu haben." (von wem war das gleich ?)

  27. #27
    Luisa ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Sehe ich teilweise anders:

    Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht. Frei nach Simone de Beauvoir.

    Ich halte es natürlich auf für gut, wenn sich beide Elternteile um die Kinder kümmern, schon wegen der Anstrengungen, die damit verbunden sind. Ausserdem sollten Kinder beide Anteile kennenlernen.

    Es gab und gibt aber auch Kulturen, wo die Frauen sich nach der Geburt einen D... um ihre "Brut" kümmern. Das übernehmen dann die Kerle.

    Bei uns war das lange Zeit anders herum.

    Es gibt viele Lebensmodelle, sie haben alle ihre Berechtigung, wenn den Kindern Genüge getan wird. Ich kenne wundervolle Jungen und Mädchen, die von Alleinerziehenden erzogen wurden.

    Also, nicht Bange machen lassen.

  28. #28
    Schlendrian Gast

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    Zitat Zitat von Luisa Beitrag anzeigen
    Sehe ich teilweise anders:

    Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht. Frei nach Simone de Beauvoir.

    Ich halte es natürlich auf für gut, wenn sich beide Elternteile um die Kinder kümmern, schon wegen der Anstrengungen, die damit verbunden sind. Ausserdem sollten Kinder beide Anteile kennenlernen.

    Es gab und gibt aber auch Kulturen, wo die Frauen sich nach der Geburt einen D... um ihre "Brut" kümmern. Das übernehmen dann die Kerle.

    Bei uns war das lange Zeit anders herum.

    Es gibt viele Lebensmodelle, sie haben alle ihre Berechtigung, wenn den Kindern Genüge getan wird. Ich kenne wundervolle Jungen und Mädchen, die von Alleinerziehenden erzogen wurden.

    Also, nicht Bange machen lassen.

    Sehe ich genauso. Ein Kind braucht braucht einfach ganz viel Liebe. Und das ist das aller wichtigste.

  29. #29
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von Luisa Beitrag anzeigen
    Sehe ich teilweise anders:

    Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht. Frei nach Simone de Beauvoir.
    Bei allem Respekt, aber Madame de Beauvoir war auch ein Kind ihrer Zeit, und sie hatte nicht in allem Recht. Der Feminismus hat - so wichtig und unverzichtbar er insgesamt war - durchaus ein paar seltsame Blüten hervorgebracht. Die Ansicht, dass man zur Frau bzw. zum Mann nur erzogen wird, gilt jedenfalls mittlerweile schon wieder als überholt.

    Man hat inzwischen weitergeforscht, inwieweit das Geschlechterverhalten angeboren oder anerzogen ist und herausgefunden, dass der Frau an sich der Nesttrieb und auch die Ausrichtung auf betont soziales Verhalten ebenso angeboren ist wie den Männern das Kämpferische. Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel.

  30. #30
    Luisa ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Nein, Britt, so ist es nicht. Das Verhalten in den von mir genannten Matriachaten spricht gegen eine genetische Prägung.

    Versuche/Forschungen haben dezidiert erwiesen, dass der Brutpflegeinstinkt bei beiden Geschlechtern grundsätzlich gleich ausgeprägt ist.

    Alles andere ist auf Erziehung/gesellschaftliche Prägung zurück zu führen.

    Aber im Zuge der seit etlichen Jahren um sich greifenden Restauration in allen Lebensbereichen feiern die genetisch orientierten Erklärungsmuster wieder fröhliche Urständ.

    Ich bleibe dabei: am besten ist es, wenn sich beide Eltern um ihre Kinder kümmern. Beide sind dazu gleichermaßen befähigt.

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