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Thema: Trotzig - gegen sich selber?

  1. #1
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Trotzig - gegen sich selber?

    Jaja, das Thema Trotz verfolgt mich irgendwie;-)

    Nun habe ich ja für mich selber entdeckt, dass es mir mit einer bestimmten Ernährungsform und mit bestimmten Lebensmitteln sehr gut geht. Wenn ich diese esse, dann fühle ich mich hinterher wohl, fit (statt pappsatt und träge), und voller Energie. Und es sind genau die Sachen, von denen mein Körper mich spüren lässt, dass er das braucht. Es kommt also von innen und ist nicht etwas, das mir von außen eingeredet wurde. Also wirklich "meins".

    Und nun bemerke ich eine innere Stimme, die dagegen "trotzt". Sie sagt wörtlich: "Was? Nur ein Salat? Mag ja sein, dass das für den Körper gut ist. Aber ich will Süßes/Schokolade/Kuchen/wasauchimmer. Und wenn der Körper sich danach träge und vollgestopft und schlecht anfühlt ist mir das doch egal!"

    Und gegen diese innere Stimme komme ich nicht an. Ich weiß auch nicht, was sie wirklich will (denn Hunger habe ich keinen, also ist hier das, was die Stimme will, eindeutig emotionales Essen).

    Also, dass ich anderen gegenüber, oder meinem obersten Richter gegenüber trotzig bin, das kann ich ja verstehen... Aber mir selber gegenüber???
    Ad astra
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  2. #2
    Bienchen ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von Candle Beitrag anzeigen
    Jaja, das Thema Trotz verfolgt mich irgendwie;-)


    Und nun bemerke ich eine innere Stimme, die dagegen "trotzt". Sie sagt wörtlich: "Was? Nur ein Salat? Mag ja sein, dass das für den Körper gut ist. Aber ich will Süßes/Schokolade/Kuchen/wasauchimmer. Und wenn der Körper sich danach träge und vollgestopft und schlecht anfühlt ist mir das doch egal!"

    Und gegen diese innere Stimme komme ich nicht an. Ich weiß auch nicht, was sie wirklich will (denn Hunger habe ich keinen, also ist hier das, was die Stimme will, eindeutig emotionales Essen).

    Also, dass ich anderen gegenüber, oder meinem obersten Richter gegenüber trotzig bin, das kann ich ja verstehen... Aber mir selber gegenüber???
    Hallo Candle, das sind falsche Glaubenssätze. Diese könntest du mit Hilfe des Buches und der CD "Abnehmen ist leichter als zunehmen" bearbeiten.

    Aber mir selbst ist es vor ca. 2 Jahren auch nicht sofort !!! gelungen wie ich schon hier beschrieben hatte:

    Abnehem ist leichter als Zunehmen

    Allerdings habe ich die CD damals mehrmals gehört und heute esse ich Kuchen und Schokolade ohne schlechtes Gewissen und nehme weder zu noch ab. (habe über 25 kg abgenommen)

    Also scheint es ja doch etwas im Unterbewusstsein bewirkt zu haben.

    LG Bienchen

  3. #3
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Welche Glaubenssätze meinst du, Bienchen?

    Das mit der "gesunden Ernährung"? Da achte ich nur darauf, was mein Körper mir signalisiert! Also nix von wegen "alle sagen Salat ist gesund, also muss ich Salat essen!", sondern eher "Ah, mein Körper hat Hunger. Worauf hat er Appetit? Salat? Ok, gibts Salat." (Nur als Beispiel. Natürlich esse ich auch andere Sachen als Salat *lach*)
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  4. #4
    Bienchen ist offline Benutzer
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    Liebe Candle,

    wie wäre es zum Beispiel: ich erlaube mir ein Stück Kuchen oder Stück Schokolade zu essen, weil ich ganz einfach Appetit darauf habe?

    Deswegen muss sich der Körper doch nicht gleich träge und vollgestopft anfühlen?

    Siehe Seite 46 (Schokolade: Abnehmen ist leichter als zunehmen - falsche Glaubenssätze - Das falsche Essen macht dick ab Seite 42)

    Liebe Grüße Bienchen
    Geändert von Bienchen (30.08.2012 um 16:12 Uhr)

  5. #5
    Gascogne ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hmm...Bei Trotz musst du mal schauen,

    Ob du oft in der Kindheit bevormundet wurdest. Hattest du größere / ältere Geschwister, die dir vorschrieben, wie man zu essen hat?

    Trotz gegen sich Selbst kann bedeuten, dass man Erwartungen, die man sich gesteckt hat, nicht erfüllt hat. Insofern würde das Essen villeicht ein Trost sein, oder "Ich ESS jetz erstmal was!"

    Liebe Grüße an Sandava aus Berlin
    von Gasc

  6. #6
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Guten Morgen, Bienchen,

    du verstehst nicht, worauf ich hinaus will (oder ich habs nicht klar genug ausgedrückt): Es geht nicht darum, dass ich keinen Kuchen (oder was immer) mehr essen will oder darf... Wenn mein Körper mir sagt, er will Kuchen, um sein Hungergefühl zu stillen, dan bekommt er ihn. Und wenn er ein fettes Steak haben will, dann bekommt er auch das.

    Worum es mir ging war, dass, sobald ich etwas tue (oder esse, oder nicht esse), was meinem Körper so richtig gut tut, und er sich hinterher zufrieden und wohl anfühlt, dann kommt dieser "Innere Trotzkopf" und schießt quer. Ich bekomme Heißhunger, dem ich nicht widerstehen kann und ich mich dann vollstopfe, bis sich mein Körper nicht mehr gut anfühlt (das muss nochnichtmal so viel sein, dass ich platze. Es reicht schon, wenn ich ein wenig mehr esse, als mein Körper brauchte). Oder wenn ich nach einer tollen Wanderung heimkomme und noch in der schönen Erinnerung schwelge... Kommt plötzlich eine nicht so schöne Erinnerung, oder es kommt wieder dieser Heißhunger oder es passiert irgendwas anderes, was mich aus dem schönen Körpergefühl herausreißt. Oder, wenn ich versuche schöne Erinnerungen wach zu rufen (ohne zu essen;-)), dann gelingt mir das kurz und ich freue mich darüber, und "zack" kommt eine negative Erinnerung oder auch nur ein Gedanke wie "nö, daran will ich mich jetzt nicht erinnern!"

    Es ist wirklich seltsam. Ich WILL nicht, dass es meinem Körper gut geht?! Sobald er das tut, tue ich alles (unbewusst natürlich), damit sich das schnell wieder ändert *Schulternzuck*
    Ad astra
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  7. #7
    Nikla ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hi Candle,
    ist jetzt nur mal so mein Gefühl, was ich so schreibe.
    Ich glaube, du bist einfach noch zu stark am Kämpfen, du fechtest einen inneren Kampf aus und das erzeugt dann gleichzeitig einen inneren Widerstand. Ist aber auch irgendwie nachvollziehbar, da du auf der einen Seite sicherlich sehr viel abnehmen willst und dann ist das Loslassen halt schwierig, psychisch gesehen. Wenn man nur ein paar wenige Kilo abnehmen möchte, mag das insgesamt leichter gelingen, auf der psychischen Ebene - vorstellungsmäßig, besonders am Anfang.
    Der Heißhunger kommt, wenn man zu wenig ißt und gleichzeitig dies auf Krampf macht, wegen des Abnehmens Willen, so war es bei mir.
    Ich glaube, man darf gar nicht mehr auf das Abnehmen fixiert sein, sich lieber in einem geistigen Füllezustand befinden, vorstellen.
    Mein Vorschlag: Nehme dir doch bis Ende diesen Jahres kopfmäßig nur wenige Kilos vor, die du abnehmen möchtest, sagen wir 3 Kilo, dann erzeugt das keinen psychischen, kopfmäßigen Streß und du kannst dich gleichzeitig im Loslassen vom ganzen Abnehmwahn einüben, geistig. Wenn dir das über ca. drei Wochen gelingt, wird es bestimmt zunehmend immer leichter fallen und dir macht dann dieser neue Weg, den du eingeschlagen hast seelisch Spaß und verlierst automatisch nach deinem ganz individuellen Tempo deine Kilos. Natürlich würde ich auch die Waage weglassen, du merkst es eh an deinen Klamotten, ob diese enger oder lockerer sitzen.
    Lasse dich mal auf einen ganz neuen Weg ein, ohne den ganzen bisherigen Abnehmwahnsinn, den du schon zur Genüge kennst und ausgeführt hast.
    Höre und vertraue auf deine eigene, innere Stimme, die wird dir jeden Tag schon das Richtige sagen, wenn du sie fragst und auf sie lauschst.
    Lasse dich auf dein Inneres (innere Stimme) ein, habe vollstes Vertrauen und Hingabe, es wird dich führen, alles wird gut und sich stimmig anfühlen.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, es wird dir gelingen, ganz in Ruhe.
    LG Nikla

  8. #8
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Drücke ich mich wirklich so missverständlich aus *amKopfkratz*?

    Nikla, danke für deine lieben Zeilen. Aber es geht mir nicht ums Abnehmen. Wirklich nicht! Es geht mir ums "mich wohl fühlen" bzw um ein gutes Körpergefühl (und das ist ja unabhängig vom Gewicht!).
    Ad astra
    Candle


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  9. #9
    Nikla ist offline Erfahrener Benutzer
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    Okay Candle, schmunzel. ;-)
    Schriftlich zu kommunizieren ist manches Mal gar nicht so einfach.

    Wenns dir nicht ums Abnehmen geht und nur ums körperliche Wohlfühlen, dann dürfte das noch leichter zu bewerkstelligen sein, aber da hilft dir ganz gewiss auch deine wahre innere STIMME.
    Ich finde deine innere Stimme hat schon Recht, wenn sie nicht nur einen Salat z.B. will und hinterher gern noch etwas Süßes essen will. Ein Kohlenhydratmangel kann zu Heißhunger führen, so ist es jedenfalls bei mir. Ich esse gern öfters nach dem Essen noch etwas Süßes oder die Mahlzeit hat ordentlich Kohlenhydrate drin, in Form von Nudeln, Brot, Reis usw.
    Vollgestopft fühle ich mich nie von Süßigkeiten oder Schokolade, nur wenn ich es damit übertreiben würde und es zu einem Fressen ausarten würde, aber dies liegt schon wieder weit zurück, das war einmal.
    Dann übe dich halt ein, dass du möglichst die goldene Mitte erwischst. Lausche auf deine innere Stimme beim Essen und hinterher, wenn du noch etwas Süßes ißt. Genieße das Süße langsam und du fühlst dich physisch und psychisch befriedigt.
    Und schlage dir das Wort Trotz aus dem Kopf, wenn du ständig daran denken würdest, dann bist du auch trotzig. Es verwirklicht sich das, was man denkt.

  10. #10
    Britt Gast

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    Hi Candle,

    diesen Trotz, den Du spürst, kann ich nachvollziehen; es könnte aber auch Folgendes dahinter stecken: DU fühlst Dich leicht und eigentlich wohl und nicht hungrig, Dein KÖRPER (oder Dein Körperbewusstsein) aber fühlt sich vielleicht dabei - bei dieser neuen Essweise - nicht SICHER, also arbeitet er bzw. es dagegen.Wer erstmals seltener, nur wenig und Leichtes isst, ernährt sich zwar richtig, wenn er davon überzeugt ist, aber doch eben sehr ungewohnt. Ich kenne das selbst: Genau dieses andere, leichte Körpergefühl erdet uns frühere Vielesser weniger, lässt uns nicht mehr träge werden - und es machte irgendwie ja auch wohlig müde - sondern stattdessen frisch und munter! Wie total neu ist das doch im Grunde?!

    Ohne jetzt weiter auf das Thema Abnehmen einzugehen: Es gibt ein Buch, in dem der Verfasser stark auf dieses Sich-sicher-Fühlen des Körpers auch als Bedingung fürs Abnehmen eingeht; mir leuchtet das ein, es entspricht auch dem, was Herr Winter sagt über das Essen ohne Angst. Ob wir aber abnehmen wollen oder nicht: Ich meine, es ist wichtig, dass wir uns vermitteln, wir können uns mit oder praktisch trotz einer neuen Essweise sicher fühlen - unser Körper ist dabei in Sicherheit. Ohne dieses Sicherheitsgefühl wird er vermutlich immer das Gewohnte anstreben, und wenn es noch so kontraproduktiv sein sollte.

    Anfügung nach Niklas letztem Beitrag:
    Kohlenhydrate sättigen tatsächlich "anders", aber sie sind nicht essentiell, und nicht jeder braucht sie, um zufrieden zu sein, wir sind nur dran gewöhnt vom Babyalter an; weil das Sättigungsgefühl so anders ist, meinen wir aber, vor allem anfangs, oft, wir werden ohne KH gar nicht satt.

    Noch ein P. S. hier in eigener Sache:
    Jemand, der mir geschrieben hat und dem ich per PN antworten wollte, hat ein rappelvolles Postfach, so dass dort nichts mehr ankommt. An diese liebe Person: Bitte doch mal reinschauen und ggf. das Postfach leeren. Im voraus danke.
    Geändert von Britt (31.08.2012 um 12:00 Uhr) Grund: Text ergänzt

  11. #11
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Britt,

    ja, da wird ein Schuh draus. Wenn ich das jetzt noch auf alle anderen Bereiche wo es um ein schönes Körpergefühl geht, oder auch ums glücklich sein, z.B., dann passt das schon eher.

    Wünsche allen schon mal ein schönes Wochenende:-)
    Ad astra
    Candle


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  12. #12
    Gascogne ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von die_kleine_rotzfreche:) Beitrag anzeigen
    Hey Liebe Candle,
    vorweg bin ein großer Fan von dir, hab n Teil deiner Posts auch in anderen Foren gelesen und fands klasse, dass du sogar in einem der Winterbücher zitiert wirst.

    Würde mal gern meine Gedanken dazu mit dir teilen.
    Ich glaube weniger, dass es Trotz ist, von dem du hier schreibst, eher an ein Schutzprogramm deines Unterbewusstseins, das noch im Hintergrund mitläuft. Kann es sein, dass du eine Gefahr darin befürchten könntest, dass es dir zu gut geht?
    Blödes Beispiel, als mein Daddy immer gestresst und genervt von der Arbeit heimgekommen ist, hat er seine schlechte Laune immer an demjenigen ausgelassen, der glücklich und zufrieden war. Ego an mich selbst, wenns mir zu gut geht, bekomm ich eine auf den Deckel, also sorg ich doch lieber mal dafür, dass es mir schlecht, bzw einfach mal nicht zu gut geht.

    Beschde grüße und auch ein schönes Wochenende
    Ohja... Das kenne ich

  13. #13
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von die_kleine_rotzfreche:) Beitrag anzeigen


    Würde mal gern meine Gedanken dazu mit dir teilen.
    Ich glaube weniger, dass es Trotz ist, von dem du hier schreibst, eher an ein Schutzprogramm deines Unterbewusstseins, das noch im Hintergrund mitläuft. Kann es sein, dass du eine Gefahr darin befürchten könntest, dass es dir zu gut geht?
    Blödes Beispiel, als mein Daddy immer gestresst und genervt von der Arbeit heimgekommen ist, hat er seine schlechte Laune immer an demjenigen ausgelassen, der glücklich und zufrieden war. Ego an mich selbst, wenns mir zu gut geht, bekomm ich eine auf den Deckel, also sorg ich doch lieber mal dafür, dass es mir schlecht, bzw einfach mal nicht zu gut geht.

    Darüber habe ich auch schon nachgedacht, Freche. Aber mir fällt dazu nix ein. Also, dass ich z.B. niedergemacht wurde, wenns mir gut ging oder sowas.

    Alles, an was ich mich erinnern kann, wenn ich mal mit einer großen Freude was meinen Eltern erzählt habe, war eine (empfundene ) Gleichgültigkeit oder Halbherzigkeit... Das galt aber genauso, wenn es mir nicht so gut ging. Hat keinen wirklich interessiert...

    Bzw. müsste ja dann das "es geht mir schlecht" die größere "Gefahr" sein, weil meine Eltern davon genervt waren, wenns mir nicht gut ging/ich krank war...
    Ad astra
    Candle


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  14. #14
    harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    Mich erinnern deine Schilderungen an die Thesen von dem Rainer Tschechne (Die Angst vor dem Glück). Von daher glaube ich, dass die Freche da schon auf der richtigen Spur ist. Der Tschechne sagt ja, wenn Gewohnheiten gegen Einsicht, Wille und Verstand stehen, immer die Gewohnheiten gewinnen, weil unser Gefühl von persönlicher Sicherheit untrennbar mit unserem Gewohnheitssystem verbunden ist. Wir mögen uns noch so sehr bemühen es zu ändern, unsere Gewohnheiten arbeiten daran, uns die gewohnte Gefühlswelt zu erschaffen, in der wir uns auskennen, die uns erlaubt, der zu bleiben, der wir sind. Unsere Lebenswirklichkeit strebt also nicht nach den besten Gefühlen, sondern nach den bekannten Gefühlen, dazu gehören auch die gewohnten Unzufriedenheiten und das gewohnte Maß an Anspannung und Stress. Das solange, bis das vertraut unangenehme Lebensgefühl wiederhergestellt ist.

  15. #15
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Harry,

    ja, da ist schon was dran. Was mich daran allerdings abschreckt, ist die Endgültigkeit. (Hab das Buch ja gelesen, sogar mehrmals). Wenn ich es sowieso nicht ändern kann, warum dann versuchen?

    Und dass man es doch ändern kann, zeigen ja die Bücher vom Herrn Winter... Ich frage mich bloß, warum das bei mir nicht funzen will?
    Ad astra
    Candle


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  16. #16
    harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hi Candle,
    das mit der Entgültigkeit habe ich bei ihm eigentlich nicht so empfunden. Das größte Problem ist wohl, sich dieser Prozesse überhaupt erstmal bewusst zu werden, dann kann man diese Gewohnheiten auch ändern. Also schrittweise seine Gewohnheiten ändern, nach und nach immer mehr Glück zulassen und sich dadurch nicht in seiner Sicherheit gefährdet fühlen. Wenns dann mal zum Rückschwung in die alten Gewohnheiten kommt, kann man das dann realistich einschätzen, weil man weiß, das einem sein unterbewusstes Schutzprogramm eingeholt hat, dem man jetzt aber nicht mehr folgen muss, weil man es nicht mehr braucht.

  17. #17
    Britt Gast

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    Hallo Candle,

    was Harry hier zitiert:
    wenn Gewohnheiten gegen Einsicht, Wille und Verstand stehen, immer die Gewohnheiten gewinnen, weil unser Gefühl von persönlicher Sicherheit untrennbar mit unserem Gewohnheitssystem verbunden ist.
    geht auch in die Richtung, die ich oben angesprochen habe: eben die Sicherheit, die wir uns über das Gewohnte schaffen. Ich denke, der Körper hat sein eigenes System, sich sicher zu fühlen, und gerade unsere Ess- und Schlaf- und weitere Körper-Gewohnheiten dienen dazu.

    Ich schrieb schon mal, dass ich selbst aufhöre, ohne Ende weiter zu hinterfragen, was dahinter stecken könnte, wenn ich mit dem Forschen in der Vergangenheit nicht weiterkomme. (Oft kamen die Antworten übrigens genau dann.)

    Wie erreicht man nun trotzdem, dass sich das ändert? Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es auch so funktioniert, dass es aber Zeit braucht, also nicht von heute auf morgen alles anders wird, vor allem dann nicht, wenn man allein daran arbeiten muss, d. h. ohne die Unterstützung eines Therapeuten oder Coaches. Es gibt ein paar bewährte Hilfsmittel dabei, wie z. B. die Selbsthypnose.

    DASS sich vieles ändern kann und lässt, dafür bin ich z. B. der lebende Beweis. Nie daran zweifeln, wäre meine erste Empfehlung. Es GEHT!

  18. #18
    Bienchen ist offline Benutzer
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    Hallo Candle,

    also ich kann mir gut vorstellen, wenn ich Schokolade, Kuchen und ein "fettes" Steak als Lebensmittel bezeichne die in mir ein Unwohlsein (vollgestopft und schlecht anfühlen) erzeugen und ich das "schlechte" Gefühl ganz einfach nicht haben möchte, dass es mir dann als mein Schatten-Prinzip immer wieder auf einen goldenen Teller serviert wird, solange bis ich genauer hinschaue.

    Das kann natürlich auch Angst und Stress erzeugen.

    Ich persönlich würde versuchen zu verstehen und zu akzeptieren (annehmen).

    Wichtig ist zum Beispiel auch loszulassen.

    Viele nehmen ab, wenn es ihnen egal geworden ist abzunehmen. (egal was und wieviel sie essen)

    Ein schönes Wochenende.

    LG Bienchen
    Geändert von Bienchen (31.08.2012 um 14:53 Uhr)

  19. #19
    Nikla ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von Candle Beitrag anzeigen

    Und gegen diese innere Stimme komme ich nicht an.
    Also, das ist eindeutig ein innerer Kampf mit dir selbst. Das ist eine Spaltung und diese gilt es zu überwinden = in Einheit.
    Da bist du wahrhaft nicht die Einzige, die dieses Problem hat.
    Schön, dass du das so genau beschreiben konntest, Candle.

    Es bleibt nur eins übrig: Man muß genau wissen und sich ganz klar darüber werden, was man wirklich will und dieses dann tun, auch wenn es noch so schwer fällt, in der ersten Zeit, in den ersten Wochen. Man muß sich selbst überwinden, es voll und ganz durchziehen.

    Hab Dank, Candle, du hast mir gerade sehr geholfen und es mir selbst offensichtlich nochmals ganz bewusst gemacht.

    Ich wünsche auch ein schönes Wochenende und für alle, die bei Firelands mitwirken, wünsche ich eine wohlgelingende Vorstellung mit viel Freude dabei.
    Nikla

  20. #20
    Sandava ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Gegen die innere Stimme nicht ankommen...

    Zitat Zitat von Candle Beitrag anzeigen
    Und nun bemerke ich eine innere Stimme, die dagegen "trotzt". Sie sagt wörtlich: "Was? Nur ein Salat? Mag ja sein, dass das für den Körper gut ist. Aber ich will Süßes/Schokolade/Kuchen/wasauchimmer. Und wenn der Körper sich danach träge und vollgestopft und schlecht anfühlt ist mir das doch egal!"

    Und gegen diese innere Stimme komme ich nicht an. Ich weiß auch nicht, was sie wirklich will (denn Hunger habe ich keinen, also ist hier das, was die Stimme will, eindeutig emotionales Essen).
    Ich glaube, es ist das Innere Kind, das Innere Selbst, was sich meldet, was wir irgendwann einmal etwas weggedrückt haben, so war es bei mir, ich habe mich selbst überzeugen müssen, nichts essen zu brauchen, nur als Nahrung halt zu essen. Es gab irgenwann einmal Ruhe in mir, und jetzt bin ich überzeugt, mein Inneres Selbst ist überzeugt, nicht so viel essen zu müssen, oder nur wenn Appetiet da ist. Dann gibt es auch mal etwas, was schmeckt. So habe ich die Notbremse angezogen und esse jetzt mit Überzeugung.

    LG Sandava
    Das Innere Kind/Selbst ist nicht zu unterschätzen...

  21. #21
    Britt Gast

    Standard

    Interessant: Je nach eigener Ausgangslage nennen wir es das Trotz, Gewohnheit, Körperbewusstsein, Spaltung, das Innere Kind ... man könnte die Reihe noch fortführen, und es läuft immer auf das gleiche hinaus, finde ich. Wir müssen zur Einheit mit uns selbst und mit unserem Umfeld finden - heißt in der Quintessenz, zur Einheit mit dem Leben kommen.

    Wer immer mit dem Essen kompensiert hat, tut sich selten leicht, mit einer Komplettumstellung, die erstmal über den Kopf läuft, seinen Frieden zu schließen, selbst wenn alle Mängel weggeräumt sind, so sehe ich es. Einfach schon der Rückfall in alte Gewohnheiten liegt stets im Hintergrund, bei der nächsten Krise kann er durchbrechen. Ich glaube daher nicht, dass das kopfgesteuerte Gegenteil der richtige Weg ist - wenn ich Dir das noch sagen darf, Candle?

    Wenn Du Dir oder ich mir oder jemand anderes sich nun gar nichts mehr erlaubt, ist das doch wieder das Gegenteil von dem, was auch Herr Winter empfiehlt, und ziemlich sicher ginge DER Schuss komplett nach hinten los. Man züchtet sich auf diese Weise ein regelrechtes Suchtverhalten heran: Was ich mir über lange Zeit komplett versage und mir deshalb ja regelrecht verbieten muss, wird erfahrungsgemäß immer reizvoller und wird mich schließlich um so mehr einholen. Deshalb finde ich Deinen oder meinen anderen Weg FÜR den Körper zwar in Ordnung, aber ich meine - das will Nikla, glaube ich, auch sagen - er sollte nicht zu rigide sein.

    Das bezieht sich im Ergebnis nicht nur auf das Abnehmen, obwohl wir es am besten bei den zahlreichen Diäten sehen können, am Jojo-Effekt. Es gibt auch andere Gebiete, wo der Rückschlag oder der "Schatten" sich wieder durchsetzt, eben wenn wir das Thema zu lange zu streng handhaben. Meine Erfahrung: Es ist anfangs zwar besser, bei einer Umstellung auch vom Kopf her konsequent zu sein, aber auf Dauer gesehen doch zielführender, nichts komplett auszuklammern, an dem wir lange Freude gefunden haben.

    Es ist wie mit Medizin, die Dosis macht das Gift. Also, was ich sagen will: Vielleicht arbeitet die trotzige, innere Stimme ja auch FÜR uns, indem sie uns vor dem Zuviel an Zuwenig bewahren will? Wäre ein neuer Gedanke, oder?

    LG Britt

  22. #22
    harry ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
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    Standard

    Nochmal zur Entgültigkeit: Gewohnheiten bilden sich ja in der Kindheit. Sie dienen dazu, bestmöglich in unserem kindlichen, familiären Umfeld überleben zu können. Die Gewohnheiten, die wir heute praktizieren, dienen also noch immer der Erreichung der Ziele von gestern und sind dementsprechend heute oft nicht mehr angemessen. Von daher kann man sie auch gut mit dem Winter-Ansatz bearbeiten, wenn man sich ihrer bewusst wird. Also, die Gewohnheit war als Kind richtig und wichtig, um damals optimalst überlebensfähig, bzw. in Sicherheit zu sein, aber brauche ich sie heute als Erwachsener tatsächlich noch, um mich sicher zu fühlen? Mit der Erkenntnis ist es bestimmt möglich, schrittweise einige dysfunktionale Gewohnheiten zu ändern, ohne sicherheitshalber auf unterbewusster Ebene entgegenzusteuern.

  23. #23
    Britt Gast

    Standard

    Das ist sicher richtig, Harry. Erkenntnis scheint aber nicht immer auszureichen. Die Frage "Wie?" taucht hier doch sehr oft auf, auch bei denen, die die Winter-Bücher sorgfältig studiert haben.

    Ich meine, wenn wir die Antworten hier zusammentragen, so läuft es - neben der Arbeit an den Mängeln, also diese zu beseitigen - im Endeffekt darauf hinaus, sich selbst von vernunftsmäßigen Einsichten zu überzeugen, wie auch immer wir das hinbekommen; so wie Sandava es z. B. schreibt, und wie auch ich es hingekriegt habe. Ich habe viel mit Selbstsuggestion gearbeitet. Verbote, welcher Art auch immer, finde ich wie oben bereits geschrieben total kontraproduktiv (selbst die Anonymen Alkoholiker sprechen wohlbegründet kein direktes Verbot für Alkohol aus, sondern reden nur von dem "ersten Glas", das man stehen lassen sollte).

    Wenn so viele schreiben, sie wüssten zwar worum es geht, es klappe aber einfach nicht - woran mag es dann liegen? An zu wenig Geduld oder doch an den eingefleischten Gewohnheiten, die die Oberhand behalten? Oder an beidem?

  24. #24
    Bienchen ist offline Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von Britt Beitrag anzeigen
    Das bezieht sich im Ergebnis nicht nur auf das Abnehmen, obwohl wir es am besten bei den zahlreichen Diäten sehen können, am Jojo-Effekt. Es gibt auch andere Gebiete, wo der Rückschlag oder der "Schatten" sich wieder durchsetzt, eben wenn wir das Thema zu lange zu streng handhaben. Meine Erfahrung: Es ist anfangs zwar besser, bei einer Umstellung auch vom Kopf her konsequent zu sein, aber auf Dauer gesehen doch zielführender, nichts komplett auszuklammern, an dem wir lange Freude gefunden haben.
    LG Britt
    Hallo Britt,

    ja, das sehe ich auch so.

    Ich zum Beispiel sehe mir meine "Schatten" genauer an und versuche sie mit "Der achtsame Weg zur Selbstliebe" liebevoll anzunehmen und zu integrieren.

    Was mir in den letzten Tagen auch sehr geholfen hat das Buch und die CD "Heilen durch Erkenntnis".

    Diese Methode nach A. Winter greift natürlich noch viel tiefer und löst die Urtraumen auf, was manchmal für die Erwachsenebene (Verstand) ganz kleine banal erscheinende Dinge sind (die Symptome auslösen können), aber für das kleine Kind wichtig zum Überleben war.

    LG Bienchen

  25. #25
    Peggy ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Britt Beitrag anzeigen

    Wenn so viele schreiben, sie wüssten zwar worum es geht, es klappe aber einfach nicht - woran mag es dann liegen? An zu wenig Geduld oder doch an den eingefleischten Gewohnheiten, die die Oberhand behalten? Oder an beidem?
    Ich stelle immer wieder fest, dass allein das kopfmäßige verstehen nicht ausreicht. Erst wenn das Wissen auch gefühlt wird lässt es sich richtig umsetzen. Das ist zumindest meine Erfahrung. Verstehen kann man etwas schnell, aber es auch zu fühlen, da haben viele Probleme.
    Träume sind dazu da, gelebt zu werden.

  26. #26
    Gascogne ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Peggy Beitrag anzeigen
    Ich stelle immer wieder fest, dass allein das kopfmäßige verstehen nicht ausreicht. Erst wenn das Wissen auch gefühlt wird lässt es sich richtig umsetzen. Das ist zumindest meine Erfahrung. Verstehen kann man etwas schnell, aber es auch zu fühlen, da haben viele Probleme.
    Da kann ich dir beipflichten, Peggy.

  27. #27
    Britt Gast

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    Peggy, ja, das ist wohl wahr. Allerdings sind ja gerade die Gewohnheiten stark unseren Gefühlen unterworfen, so wie umgekehrt auch die Gefühle den Gewohnheiten bzw. hängen Gewohnheit und Gefühl eng zusammen. Man kann es wie eine Wechselwirkung sehen: Beides greift bei der Änderung unserer Lebensumstände ineinander ... Mich wundert eben nur, wie sehr unsere Gewohnheiten doch zu dominieren scheinen.

    Bienchen, Achtsamkeit im Umgang mit uns selbst ist eine schöne Sache, auf jeden Fall. Eigentlich ist sie die Voraussetzung für alles Weitere.

    LG Britt

  28. #28
    jetztodernie Gast

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    Zitat Zitat von Candle Beitrag anzeigen
    Guten Morgen, Bienchen,

    du verstehst nicht, worauf ich hinaus will (oder ich habs nicht klar genug ausgedrückt): Es geht nicht darum, dass ich keinen Kuchen (oder was immer) mehr essen will oder darf... Wenn mein Körper mir sagt, er will Kuchen, um sein Hungergefühl zu stillen, dan bekommt er ihn. Und wenn er ein fettes Steak haben will, dann bekommt er auch das.

    Worum es mir ging war, dass, sobald ich etwas tue (oder esse, oder nicht esse), was meinem Körper so richtig gut tut, und er sich hinterher zufrieden und wohl anfühlt, dann kommt dieser "Innere Trotzkopf" und schießt quer. Ich bekomme Heißhunger, dem ich nicht widerstehen kann und ich mich dann vollstopfe, bis sich mein Körper nicht mehr gut anfühlt (das muss nochnichtmal so viel sein, dass ich platze. Es reicht schon, wenn ich ein wenig mehr esse, als mein Körper brauchte). Oder wenn ich nach einer tollen Wanderung heimkomme und noch in der schönen Erinnerung schwelge... Kommt plötzlich eine nicht so schöne Erinnerung, oder es kommt wieder dieser Heißhunger oder es passiert irgendwas anderes, was mich aus dem schönen Körpergefühl herausreißt. Oder, wenn ich versuche schöne Erinnerungen wach zu rufen (ohne zu essen;-)), dann gelingt mir das kurz und ich freue mich darüber, und "zack" kommt eine negative Erinnerung oder auch nur ein Gedanke wie "nö, daran will ich mich jetzt nicht erinnern!"

    Es ist wirklich seltsam. Ich WILL nicht, dass es meinem Körper gut geht?! Sobald er das tut, tue ich alles (unbewusst natürlich), damit sich das schnell wieder ändert *Schulternzuck*
    Liebe Candle,
    GENAU so gehts mir auch! Ich weiss genau, was Du meinst! Wenn ich nach meinem Gefühl esse oder bewege oder schlafe oder was auch immer, dann kommt eine depperte innere Stimme. Eigentlich immer. Habe ich keine Lust zu essen meckerts" was nichts essen ..." esse ich TTorte kommt die Stimme "was Torte essen..:" und so weiter. Gehe ich schwimmen und habe Lust, am nächsten Tag wieder zu gehen kommt die Stimme "waaas schon wieder, jetzt übertrieb mal nicht". Einfach furchtbar dämlich. "man lässt mich nicht in Ruhe.Auch wenn ich alleine wohne, machen kann was ich will, immer kommt von mir innen ein Kommentar der überhaupt nicht nötig wäre.
    Früher kamen die Bemerkungen von anderen Familienmitgliedern, was ja heute nicht mehr der Fall wäre. Am schlimmsten wenn ich etwas mit Passion und Hingabe machte hiess es rasch: was schon wieder, jetzt übertriebs mal nicht. Ob wenig essen, viel essen, normal essen, wenig Sport , viel Sport immer eine Bemerkung. Ich brings nicht aus dem Kopf.
    Einfach machen ohne zu denken, das wäre schön!

    Harry: du hast natürlich recht mit der "Angst vor dem Glück". Ist ein grosses Thema bei mir. Habe erst kürzlich das Buch wieder rausgeholt ;-)).

  29. #29
    Gascogne ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von jetztodernie Beitrag anzeigen
    Liebe Candle,
    GENAU so gehts mir auch! Ich weiss genau, was Du meinst! Wenn ich nach meinem Gefühl esse oder bewege oder schlafe oder was auch immer, dann kommt eine depperte innere Stimme. Eigentlich immer. Habe ich keine Lust zu essen meckerts" was nichts essen ..." esse ich TTorte kommt die Stimme "was Torte essen..:" und so weiter. Gehe ich schwimmen und habe Lust, am nächsten Tag wieder zu gehen kommt die Stimme "waaas schon wieder, jetzt übertrieb mal nicht". Einfach furchtbar dämlich. "man lässt mich nicht in Ruhe.Auch wenn ich alleine wohne, machen kann was ich will, immer kommt von mir innen ein Kommentar der überhaupt nicht nötig wäre.
    Früher kamen die Bemerkungen von anderen Familienmitgliedern, was ja heute nicht mehr der Fall wäre. Am schlimmsten wenn ich etwas mit Passion und Hingabe machte hiess es rasch: was schon wieder, jetzt übertriebs mal nicht. Ob wenig essen, viel essen, normal essen, wenig Sport , viel Sport immer eine Bemerkung. Ich brings nicht aus dem Kopf.
    Einfach machen ohne zu denken, das wäre schön!

    Harry: du hast natürlich recht mit der "Angst vor dem Glück". Ist ein grosses Thema bei mir. Habe erst kürzlich das Buch wieder rausgeholt ;-)).
    Villeicht Konditionierung....

    So Gedanken dieser Art hatte ich auch mal. Hab dann einfach gesagt "Mund halten" und gut is

    Nein. Versuche, zu erfühlen, ob diese Gedanken fremdartig sind. Seitdem ich erkannt habe, dass diese Gedanken nicht zu meinem Wesen passen sind sie verschwunden. Tipp an andere!

    Denn das ist die "Stimme der anderen" wie ich sie nenne. Diese Stimme hat sich deinen Kritikern in deinem Leben angepasst und steht jetzt auf dieser Position. Sie soll dich "maßregeln" die ist aber sooo unwichtig

  30. #30
    Candle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Und jetzt weiß ich endlich, wo mein Stolperstein liegt. Verzeih, Nikla, aber ausgerechnet dein Beitrag hats mir so deutlich gezeigt...;-)

    Zitat Zitat von Nikla Beitrag anzeigen
    So sehe ich das auch.
    Erst muß das Wissen rein (bewusster Verstand) und dann muß noch zusätzlich sich die Gefühlslage wandeln. Wenn das geschieht, hat man das Ganze im Unterbewusstsein drin.

    Der Kampf muß aufgegeben werden. Das Ego (niedere Selbst) darf nicht mehr die Oberhand behalten, sondern, das Höhere Selbst muß auf dem Thron.
    Der Geist ist der König! Er regiert!
    Muss? Immer, wenn etwas "muss", ist es Kampf, oder nicht? Und gegen Kampf wehre ich mich.

    Ich habe am Wochenende ein interessantes Augenöffnerbuch gelesen. Es heißt "Die 7 Botschaften der Seele" von Ella Kensington. Eigentlich schreibt sie das Gleiche, was auch Herr Winter schreibt, nur (verzeihen Sie, Herr Winter) etwas einfühlsamer und damit für mich auf der Gefühlsebene leichter zugänglich. Und genau da ist mir bewusst geworden, dass dieses "muss" meinen Trotz auslöst. Ich muss mich ändern, um glücklich zu werden. Ich muss mein Ego bekämpfen (wieso eigentlich? Ist das nicht genaus ein Teil von mir, wie das Höhere Selbst?), ich muss meine Wohnung aufräumen, ich muss abnehmen, ich muss mich selbst lieben, ich muss loslassen, ich muss akzeptieren, ich muss, ich muss, ich muss! Und worauf lenkt dieses "muss" die Wahrnehmung? Auf das, was ich erreichen will? Oder auf das, was ich tun muss, um es zu erreichen? Und wenn wir uns jetzt noch klar machen, dass das, worauf wir unsere Wahrnehmung richten, in unser Leben kommt.... Kein Wunder, dass ich es nicht geschafft habe bisher...

    Einerseits wünsche ich mir Liebe, Verständnis, Anerkennung von anderen. Andererseits ertrage ich die Nähe von anderen nicht, weil ich unbewusst abgespeichert habe, ich "muss" mich anpassen, um Liebe, Verständnis und Anerkennung zu bekommen. Dies jedoch kollidiert mit meinem obersten Lebensziel, unabhängig zu sein. Unabhängig von anderen zu sein (also selbstbestimmt mein Leben zu leben) muss ich aber nur deshalb so wehement, weil ich vermeiden will, mich anpassen zu müssen und kontrolliert zu werden.

    Ich sag ja, das Buch war ein Augenöffner. Braucht sicher noch eine Weile, bis mir alles bewusst ist, was da passiert ist. Aber ich merke, ich bin auf einem guten Weg:-)
    Ad astra
    Candle


    Der Schlüssel zum Glück
    hängt am Brett
    vor deinem Kopf!
    Bernd Jonck



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