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Thema: Wo liegt denn bloss der Hund begraben?

  1. #1
    salsafuedli ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Wo liegt denn bloss der Hund begraben?

    Hallöchen zusammen,
    ich bin seit Anfang 2009 auf die Bücher von Herrn Winter gestossen weil ich mich bereits Jahrzehnten mit meinem Übergewicht herumschlage und immer wieder auf der Suche nach meinem "Knopf" bin. Bis anhin leider ohne Erfolg. Ich habe im Frühling 2009 ein Ganztagescoaching gemacht und mir alle Bücher mehrmals durchgelesen und die CD's ebenfalls laufend angehört. Ich habe in meinem inneren gegraben und gegraben, habe mich mit den Hypnose CD's von Herrn Winter und vorher mit Hilfe von Familienaufstellungen à la Bernd Hellinger mit meinen Eltern ausgesöhnt und konnte sehr viele vermeintliche Ursachen finden, nur offenbar gibt sich mein Unterbewusstsein mit dem was ich gefunden habe immer noch nicht zufrieden. Was ich mit Sicherheit herausgefunden habe ist die Tatsache, dass ich bereits bei der Geburt ganz genau wusste was auf mich zukommt weil ich den Jähzorn meines Vaters bereits im Mutterleib sehr gut zu spüren bekam, ebenfalls die Angst und Hilflosigkeit meiner Mutter und ich wollte definitiv nicht auf die Welt kommen. Ich hatte eine tierische Angst vor dem was mir bevorstand. Ich wurde mit Gewalt und unter starken Blutungen meiner Mutter aus ihrem Leib gerissen und wir schwebten die ersten Tage beide in Lebensgefahr mit Sauerstoffzelt usw.. Als Baby war ich ein sehr ruhiges Baby das übermässig geschlafen hat und von meiner Mutter jeweils zum essen geweckt werden musste. Ich habe mich quasi ruhiggestellt, mich versteckt und dieser Schutz hat sich in den Folgejahren immer wieder bewährt.
    Hmm wie soll ich das kurz und bündig erklären meine Kindheit war mit körperlicher Gewalt durch meinen jähzornigen und unkontrollierbaren Vater mit Alkoholproblemen geprägt, der uns Kinder gerne als Nichtsnutze betitelt hat und sich an seinen Erniedrigungen uns gegenüber ergötzt hat, die Aussenwelt hat weder auf unsere unzähligen blauen Flecken am ganzen Körper von Elektrokabel reagiert noch auf sonstige Signale. Es war allseits bekannt aber keiner wollte sich einmischen. Ich habe bis 16 Jahre regelmässig ins Bett genässt, was natürlich auch immer ein "Motiv" für meinen Vater war mich dementsprechend zu bestrafen. Ich hatte einfach nur eine Riesenangst vor ihm und es kam mir im Traum nicht in den Sinn mich gegen diesen Bären von einem Mann zu wehren. Da seine "Ausbrüche" oder Launen so unkontrollierbar waren, war man nie gewappnet und mein Leben als Kind bestand somit darin die Launen meines Vaters so gut wie möglich zu erkennen und alles dafür zu tun das seine gute Laune Oberhand behielt, was mir nur sehr selten gelang. Ich hatte sogar als 25 jährige Frau immer noch Angst vor meinem Vater als er mir in einem Geschäft über den Weg lief habe ich mich flugs hinter einem Regal versteckt :-O. Mittlerweile ist er an Krebs gestorben. Meine Mutter hat alles zugelassen weil sie sich selbst nicht zu wehren wagte, da sie in ihrer Kindheit von ihrem Bruder jahrelang missbraucht wurde und das auch niemanden interessiert hat. Sie hat mir ungewollt ein Männerbild mitgegeben das ich nur schwer durchbrechen kann. So passiert es mir auch heute immer wieder, dass ich mich unterwerfe und alles gegen meinen Willen tue um den Mann bei mir zu halten. Ich muss den Männern um jeden Preis gefallen und wenn es nicht mein äusserliches Erscheinungsbild ist (mit dem ich nunmal wirklich nicht punkten kann mit meinem Umschwung) dann muss ich das auf irgendeine andere Art und Weise machen. Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass ich zuviel von mir gebe. Das ich mich manchen regelrecht aufdränge nur damit mich jemand mag. Das sind also alles Muster die ich erkennen konnte. So war es nicht verwunderlich, dass mein Selbstbewusstsein im Keller ist und ich mich immer wieder ertappe, dass ich als gestandene 39 jährige, alleinerziehende Mutter jemand anderen für mein Leben entscheiden lassen möchte. So quasi die Verantwortung in die Hände anderer zu legen. Ich stehe irgendwie neben meinem eigenen Leben und gucke zu was da so läuft. Was sich bei mir so nach und nach herauskristallisiert hat ist die Tatsache, dass ich mich mit meinem Übergewicht vor den Männern schützen möchte. Diese Erkenntnis hat mich aber wie viele andere auch nicht weitergebracht. Ich bin nach aussen eine starke Frau die ihr Leben mit Bravour meistert, ein Punkt der mich von zuhause mitgegeben wurde. Gefühle zeigen gabs nicht, Liebe, Umarmung oder so erst recht nicht. Meine Eltern haben beide ihren Rucksack aus ihrer Kindheit mitgenommen und waren gar nicht fähig Liebe zu geben geschweige denn diese zu zeigen. Sie waren einfach nur kalt. So war das Motto: Nicht darüber reden, aushalten und weiter gehts. So habe ich als 18jährige zum ersten Mal einen Menschen umarmt, meine Schwester als sie am Abgrund stand. Drinnen aber da bin ich ein sensibler, schnell verletzender Mensch der irgendwie alles in sich hineinfrisst. Ich weiss schon selber was die Menschen in meinem Umfeld von mir denken bevor diese überhaupt einen Hauch von einer Chance haben über mich zu denken. In meinem Kopf geht ein permanenter Film mit vermeintlichen Vorurteilen der Gesellschaft meiner Person gegenüber ab. Ich bin dick, mich mag keiner, ich kann nichts, alle machen sich lächerlich über mich, ich bin so hässlich. Und doch habe ich mit meiner Körperwahrnehmung nicht das Gefühl das ich so dick bin wie ich eigentlich bin. Ich wiege ja doch mit meinen 1.78 m mittlerweile stattliche 116 Kilo mit stetiger, erschreckender Aufwärtstendenz. Als ich letztens ein Foto von mir sah erschrack ich, weil ich mich selber gar nicht als so dick sehe und so war es früher umgekehrt, nämlich dass ich mich als dick empfand, auf den Fotos aber ganz und gar nicht dick war. Dass ich eine Brille trage mit Dioptrien 6 + 7 muss ich wohl nicht erwähnen?
    Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht vom Essen dick werden sondern es mit Verknüpfungen zu tun hat die wir im Hintergrund gespeichert haben. Vielleicht befasse ich mich auch viel zu sehr mit dem ganzen Thema und vielleicht geht darum gar nichts, ich weiss es auch nicht aber irgendwie nehme ich einfach immer noch mehr zu als das sich etwas nach unten bewegt. Kennt ihr die Momente wo ihr so frustriert über die ganze Situation seid und ihr euch am liebsten von diesem Leben verabschieden möchtet weil ihr einfach keinen Ausweg mehr findet, weil ihr diesen verdammten Knopf der irgendwo steckt einfach nicht findet? Kennt ihr die Momente wo ihr irgendwo im Ausgang seid und einfach nur ignoriert werdet während eure Freundinnen von Männern umgarnt werden und ihr nachhause geht und nachher den ganzen nächsten Tag einfach nur dasitzt und weint weil ihr euch so verdammt ausgestossen und abgestempelt fühlt? Dann sitze ich so da und frage mich wieso wälze ich überhaupt die vielen Ratgeber und Bücher, und höre die CD's und lasse meine Vergangenheit und mein Hier und Jetzt und wer ich bin und was ich tue und wie ich agiere und was ich denke usw. tausendmal in meinem Kopf Revue passieren wenn ich ja sowieso immer mehr zunehme und das ja ganz offensichtlich mit aller Kraft nicht schaffe zu stoppen..............obwohl ich mir nichts sehnlicher wünsche als einfach nur eine Figur zu haben in der ich mich wohlfühle, eine Figur in der ich schöne Kleider tragen kann und das dann auch schön aussieht und nicht halbe Zelter die nicht richtig passen, mich einfach in der Gesellschaft zu bewegen ohne aufzufallen, ohne mitleidige, spöttische, ekelerregende oder vorwurfsvolle Blicke zu bekommen......... weil ich so bin wie ich bin.

  2. #2
    Peggy ist offline Erfahrener Benutzer
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    Liebe Salsafuedli,

    Du hast einiges mitgemacht in Deinem Leben. Und ich finde es bemerkenswert, dass Du nicht aufgegeben hast, dass Du es bis hierher geschafft hast, dass Du hier stehst und sagst: Ich möchte mein eigenes Leben, ein glückliches zufriedenes Leben. Und ja... genau das steht Dir auch zu. Du bist eine starke Frau, allein schon, weil Du immer noch hier bist, weil Du immer noch daran glaubst, dass Du es schaffst. Auch wenn Du Momente der Zweifel hast, bist Du doch immer noch hier und gehst weiter Deinen Weg. Du bist stark, dass kann jeder sehen, auch ohne Deinen Körperumfang. Sei stolz auf Dich.

    Du fragst, wo der Hund begraben liegt? Die Gräber kennst Du doch schon ganz genau. Fehlt noch das ausbuddeln.
    Ist es Dir schon gelungen, all diese schlechten Erfahrungen, die Du gemacht hast, neu für Dich zu bewerten? Hast Du mal versucht, das kleine verletzte Mädchen in Dir in den Arm zu nehmen, es zu stützen und ihr einen Ausweg zu zeigen aus Deiner jetzigen Erwachsenensicht heraus? Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass ein erneutes Coaching da noch einmal gut unterstützen kann. Vielleicht seid Ihr beim ersten nur an die Oberfläche gekommen und es ist Zeit tiefer zu gehen.

    Du musst diesen Weg auch nicht allein gehen. Es ist gut sich helfen zu lassen. Es ist ein Zeichen von Stärke. Das weiß ich, weil ich sehr oft selbst merke, wie schwer es ist, Hilfe zuzulassen.

    Alles Liebe für Dich :-)
    Peggy
    Träume sind dazu da, gelebt zu werden.

  3. #3
    SweetFate ist offline Erfahrener Benutzer
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    Liebe Salsafuedli,

    meine Güte, Du hast aber richtig was mitgemacht in Deiner Kindheit und als junge Erwachsene.
    Du hast Dein Leben bis jetzt toll gemeistert! Respekt meine liebe!

    Meine Empfehlung aus eigener Erfahrung: Loslassen! Bei mir hat es den Durchbruch gegeben als ich mich mit dem Thema Abnehmen selbst in Ruhe gelassen habe.
    Seit Jahren habe ich krampfhaft versucht abzunehmen und bin schliesslich bei 125 kg bei 1,76 m Körpergröße gelandet. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich schon
    nachdem ich mich 6 Monate mit Herrn Winters Büchern beschäftigt hatte, alle Informationen hatte, die ich zum Abnehmen brauchte.
    Aber duch das Verkrampfte habe ich irgend wie verhindert, dass das ganze auch in meinem Unterbewusstsein wirken konnte. Ein Nebensatz aus dem Praxisbuch von Herrn Winter
    hat mich dann beim 3. Mal Lesen erreicht: "Seien Sie ein Schauspieler und spielen Sie sich als eine Schlanke Person" war in etwa der Wortlaut.
    Das habe ich dann ausprobiert und mich mit meiner Traumfigur vorgestellt. Die Reaktionen von Mitmenschen und Kollegen war einfach UNGLAUBLICH! Keiner sah mich mehr mitleidig an,
    ich schätze das lag an der geänderten Körperhaltung (Brust raus, Schultern zurück und beschwingt durchs Leben gehen). Ich merkte: Unglaublich! Die Blicke liegen gar nicht am Übergewicht!
    (Das weiss ich in der Zwischenzeit aus eigener Erfahrung! Auf dem Weg zur Arbeit begegnet mir immer eine auch schwergewichtige junge Frau und ich kann kaum umhin sie mitleidig anzusehen.
    Sie schleicht mehr, als zu laufen. Ihr Gesichtsausdruck ist leidend und die ganze Haltung niedergeschlagen.)
    Als ich das erkannte war mir das Abnehmen egal. Ich hatte die Reaktion meiner Mitmenschen, die ich eigendlich mit Abnehmen erreichen wollte bekommen.
    Und siehe da: ich habe in 8 Wochen mehr als 10 kg abgenommen. Das ist zwar noch ein langer Weg aber das ist mir egal. Vor allem hat die Erkenntnis den Vorteil, dass es mir vollkommen
    egal ist, wenn ich zwischendrin mal zunehme. Früher wären dann Ängste und Zeifel gekommen. Heute ist das nicht mehr so.
    Seit 5 Wochen gehe ich ins Fitness-Studio, nicht zum Abnehmen, sondern als Ausgleich für meinen Büro-Job und als Unterstützung für meinen Rücken.
    Ich habe nicht mal mehr ein Problem damit dort mit den anderen grösstenteils gertenschlangen Mädels zu duschen. Das hätte ich mir früher nie getraut.

    Probier es einfach mal aus. Stell Dich in Deiner Wunschfigur vor! Schlank, stark und gesund und beobachte Deine Mitmenschen.

    Liebe Grüße
    Julia

  4. #4
    Powerscout ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Salsafuedli,
    ich fürchte, dass Sie den wichtigsten Schritt noch nicht vollzogen haben. Solange Sie noch immer Ihre Eltern für werterelevant erachten, kommen Sie nicht heraus aus dem Jammerkreislauf. Sehen Sie in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit. Mit Ihrem Brief zeigen Sie der Welt, wie verletzt Sie sind, Sie klagen damit Ihre Eltern an. Damit lösen Sie aber keine Probleme. Hören Sie auf, sich wie ein Opfer zu gebärden und Sie werden merken, dass Sie das stärkt. Fokussieren Sie sich nicht auf Ihre Figur und die schönen Kleider, sondern nur auf das,weswegen Sie schlank und schön sein wollen. Erwerben Sie Ihre Bewunderung und Anerkennung unabhängig von Ihrer Figur und Ihr Körper folgt Ihnen.
    Ich weiß, dass dieser Schritt schwierig ist, wenn man denkt, man hätte nichts besonderes Vorzuweisen, mit dem man Anerkennung bekommt. Viele Menschen fallen ins Jammermuster zurück. Der Ausweg führt darüber, sich selbst für wertvoll zu definieren. Was war Ihre wichtigste Erkenntnis aus Ihrem Coaching?
    Andreas Winter
    Denkst Du anders, lebst Du anders!

  5. #5
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Wow, ich finde, hier wurden Klasse-Antworten gegeben!

    Julia, das was Du beschreibst, kann ich voll bestätigen. Wer sich selbst "schlank spielt", d. h. als schlank und schön empfindet, wird erstaunt sein, welche Rückmeldungen er bekommt OHNE wirklich viel abzunehmen.

    Aber auch, an was Herr Winter hier erinnert, nämlich, sich Anerkennung über andere Dinge als über Figur und Kleidung zu holen, ist super. (Kann sein, dass er das Folgende gar nicht meint, vielleicht spricht er andere Dinge damit an, aber eben nicht nur DAS machen den Menschen und auch nicht die Frau aus!)

    Eine Frau kann, um sich weiblicher zu fühlen, Charme und Erotik entwickeln und spielen lassen, die allein in ihren Blicken, ihrer Gestik, ihren Bewegungen, ihrer Stimme und vor allem ihrem Lächeln und Lachen liegt! Dazu noch ein Schuss Originalität, Gepflegtheit und sich selbst wertschätzen ...

    Klingt das alles nicht schon so toll? Und damit haben die Figur und der Sitz der Kleidung erst einmal gar nichts zu tun. Wir meinen immer, ZUERST müsse das dämliche Gewicht stimmen, und DANN kann das andere kommen. Dass es auch umgekehrt funktioniert und dann viel besser, weil es uns damit wirklich unabhängig macht, wollen wir nicht glauben, dann wäre ja alles viel zu einfach, oder?

    LG Britt

    Hinzufügung: Ein perfektes Beispiel für sämtliche obigen Thesen scheint mir ausgerechnet eine wirklich dicke Frau zu sein: Beth Ditto. Sie ist selbstbewusst, "besonders", charismatisch, erfolgreich, hat auch eine gewisse Erotik und kultiviert ihre tolle Stimme. Ich würde mich nicht wundern, wenn sie eines Tages von allein schlank wird - wenn sie es will.
    Geändert von Britt (07.02.2012 um 12:42 Uhr)



  6. #6
    salsafuedli ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Frausein

    Danke das ihr euch die Zeit genommen habt und über meinen Fall nachgedacht habt.

    @peggy
    Danke für deine aufmunternden Wort. Ja, ich war eigentlich der Meinung ich hätte die Gräber die ich fand auch ausgegraben und das kleine Mädchen habe ich desöfteren getröstet, umarmt und an die Hand genommen und es begleitet und manche Sachen aus heutiger Sicht neu bewertet. Das mit der Hilfe in Anspruch nehmen ist sicherlich ein wunder Punkt bei mir. Es wird wahrscheinlich wie du sagst noch ein Coaching bei mir brauchen weil da wahrscheinlich zu viele Sachen vorhanden sind die noch nicht richtig verarbeitet wurden. Und doch habe ich Hemmungen, da ich ja dann so quasi die Verantwortung abgebe die ich ja einzig und alleine tragen muss.

    @Sweetfate
    Das mit der Vorstellung schlank zu sein habe ich auch schon hinter mir aber ich habe einfach ehrlich Mühe mir das vorzustellen wenn ich mich dann im Spiegel mit den Tatsachen konfrontiert sehe............... Aber das ist sicherlich so, dass Übergewichtige im wahrsten Sinne des Wortes keine nette Ausstrahlung haben. Sie fühlen
    sich quasi erdrückt und gebremst von ihrem eigenen Übergewicht. Ich gratuliere dir auf jedenfall dafür, dass du deinen Wege gefunden hast mit dem du dich leicht und locker durchs Leben bewegen kannst. Den Schritt muss ich noch irgendwie vollziehen und ich bin mittlerweile schon auch zur Überzeugung gekommen, dass ich das ganze Thema viel zu verkrampft ansehe. Ich bin in letzter Zeit auch wirklich müde die ganzen Bücher und CD's zu lesen bzw. zuhören. Ich habe es regelrecht satt. Vielleicht ist auch das der Punkt den ich erreichen musste zum mir selbst zuzugeben das trotz allen Anstrengungen nichts passiert und ich mir das ganze sparen kann weil das Gewicht sich so oder so mach meinem derzeitigen Befinden selbst reguliert. Es ist so quasi die Antwort darauf.

    @Hr. Winter
    "Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich" Das ist unter anderem ein Buch das ich mir mit Ihrer Empfehlung zugelegt habe und ich bin mir durchaus bewusst, dass sich Jammerlappen nicht beliebt machen :-) War ehrlich gesagt auch nicht meine Absicht in diesem Fall. Mir ging es darum, die ganze Situation etwas in der Oberfläche zu erklären (wenn ich in die Tiefe gehen würde, könnte ich ein Buch darüber schreiben ;-) und ich habe meine ganze Situation eher etwas geschildert in der Hoffnung, dass ich etwas wesentliches übersehen habe und dies für neutrale Personen wie euch hier vielleicht offensichtlicher und klarer ist. die vielleicht auch einen Zusammenhang zwischen ein paar Dinge sehen. Ich kann es durchaus mit meinem Wissen das ich heute habe verstehen, wieso mein Vater und meine Mutter so waren und uns nunmal nur das geben konnten was sie uns gaben, und doch sind die Folgen im täglichen Leben immer wieder zu spüren auch im Zusammenleben mit meinem eigenen Kind. Ich würde die Mauer so gerne durchbrechen, auch meinem Sohn zuliebe. Aber vielleicht ist das ein guter Hinweis mit der Opferrolle und der Anklage meiner Eltern gegenüber das ich in dem Fall doch noch nicht richtig abgeschlossen habe und deshalb noch weiter verfolgen müsste....... Hmmmm meine wichtigste Erkenntnis aus dem Coaching? Das ich jemand bin, das ich mich wehren kann und mir niemand etwas antun kann.

    @ Britt
    sich weiblich fühlen, das ist es was mir fehlt und wo sich mein Innerstes dagegen sträubt. Ich fühle mich wie ein Mensch aber nicht wirklich wie eine Frau. Irgendwie sperrt sich in mir etwas diesem Idealbild, wie eine Frau zu sein hat, zu entsprechen. Wir müssen witzig und klug sein, vor lauter Charme sprühen, immer das richtige Wort zu rechten Zeit und immer ein Lächeln auf den Lippen, immer adrett gekleidet und alles muss von den Nägeln bis zu den Haaren perfekt passen, schlank, sexy, Hure, hervorragende Hausfrau und Köchin, vorbildliche Mutter, engagierte Arbeitnehmerin und beste Freundin gleichzeitig und was weiss ich nicht was noch alles sein. Worum geht es denn hier schlussendlich? Um den Männern zu gefallen? Irgendwie kotzt es mich einfach nur an wenn ich so Sendungen wie jetzt wieder der Bachelor, Bauer sucht Frau und wie die Sendungen alle so heissen anzusehen. Hier geht es immer nur um eines. Die Frauen kämpfen um einen Mann. Der Mann kann das grösste A.... auf Erden sein aber die Frauen müssen einen Handstand machen damit sie von ihm anerkannt werden. Das ist es was mich am Frau sein so elendig ank....
    Geändert von salsafuedli (07.02.2012 um 18:35 Uhr)

  7. #7
    SweetFate ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Liebe Salsafuedli,

    Du hast geschrieben, dass "nichts passiert". So würde ich das nicht sehen, Du hast Dir das "Werkzeug" an Wissen angeeignet und in der Zwischenzeit ausreichend wiederholt. Nun ist es Zeit das Thema ruhen zu lassen damit es auf Dein Unterbewusstsein wirken und richtig "einsickern" kann.
    Kümmere Dich erst mal um Deine anderen "Baustellen" und habe Vertrauen in Dich.

    Liebe Grüße und viel Erfolg
    Julia

    Übrigens: Diese seltsamen Sendungen, die Du genannt hast sind zum grössten Teil gefaked. Und selbst wenn sie es nicht wären: Die Frauen müssen das ja nicht machen. Sondern sie "missbrauchen" diese Sendungen auch in der Hoffnung entdeckt zu werden.
    Ich habe das wirkliche Frau-sein auch erst vor Kurzem wieder entdeckt. Früher dachte ich immer, wenn ich meine Periode bekommen habe: "Igitt so ein Gesabber, hoffentlich ist das bald vorbei". Nachdem ich nun jahrelang mit der 3-Monats-Spritze verhütet habe und wieder auf die Pille umgestiegen bin hab ich mich tierisch gefreut, als die Periode wieder einsetzte und fühlte mich wirklich weiblich. Ausserdem habe ich seit Kurzem den Wunsch Röcke und Kleider zu tragen...
    Geändert von SweetFate (07.02.2012 um 19:07 Uhr) Grund: Wat vergessen

  8. #8
    Britt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Wir müssen witzig und klug sein, vor lauter Charme sprühen, immer das richtige Wort zu rechten Zeit und immer ein Lächeln auf den Lippen, immer adrett gekleidet und alles muss von den Nägeln bis zu den Haaren perfekt passen, schlank, sexy, Hure, hervorragende Hausfrau und Köchin, vorbildliche Mutter, engagierte Arbeitnehmerin und beste Freundin gleichzeitig und was weiss ich nicht was noch alles sein. Worum geht es denn hier schlussendlich? Um den Männern zu gefallen? Irgendwie kotzt es mich einfach nur an
    Müssen wir wirklich? Ich denke, es kommt darauf an. Der springende Punkt könnte sein, weniger zu müssen als zu wollen. Warum? Nicht (unbedingt nur) wegen eines Mannes. Sondern für UNS, damit wir uns wohl fühlen, auch ohne die Idealfigur vielleicht? Frau ist Frau, von Natur aus, kein halber Mann, deshalb dürfen wir mit unseren Reizen spielen, mit unseren Möglichkeiten. Damit umgehen lernen, ohne uns versklavt zu fühlen, ich denke, das isses. Perfekt sollten wir deshalb noch lange nicht sein, ich will jedenfalls auf keinen Fall all das sein, was Du oben aufzählst. *Lächelt*

    Dein Satz ist ja ein regelrechter Ausbruch! Klingt für mich jetzt geradezu (bitte nicht übelnehmen, ist mein Eindruck, muss ja nicht stimmen) wie ein trotziges Gegenhalten: "Nein, ich lehne die Frauen-Rolle komplett ab!" Dann kommt hier vielleicht auch der Satz von Herrn Winter zum Tragen, dass Du lieber "neutral" aussehen möchtest und die Kilos deshalb vorsichtshalber (noch) festhältst?

    Versteh mich bitte richtig: Ich will Dir nicht wehtun, falls das jetzt dadurch so sein sollte. Aber ein Hingucken, auch wenns schmerzlich ist, kann viel in Bewegung setzen.



  9. #9
    Nikla ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Hallo Salsafuedli,
    ich bin etwas erschrocken über dein Denken, wie eine Frau angeblich sein müßte, bezogen darauf, was du der Britt geantwortet hast. Komme runter von dem Denken und sei einfach du Selbst, mehr wird nicht verlangt.
    Und die ganzen Fernsehsendungen sind nur reinste Verarsche.
    Was da gefordert wird sind nur Oberflächlichkeiten, die Tiefe ist entscheidend, das Wahre.
    Man ist kein Ding, kein Gebrauchsgegenstand, man ist ein freier Mensch. Das gilt für Mann und Frau, da gibts keinen Unterschied.
    Stehe zu dir selbst und du wirst auch wieder stark werden!

  10. #10
    salsafuedli ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Denkanstösse

    So meine Lieben,
    nachdem ich so eine Nacht lang nochmals über meine letzten Worte nachgedacht habe und ehrlich gesagt über meine klare Einstellung auf das Frausein selbst ziemlich geschockt war, würde ich mal sagen liegt da meine "Hauptbaustelle" die ich so verzweifelt gesucht habe. Mir ist sozusagen ein weiteres Licht aufgegangen. Ja Britt, ich würde mal sagen da schwingt eine Menge Trotz mit bei dem Thema. Okay, dass all diese Sendungen gefakt sind war mir schon klar aber ich bekomme auch im Alltag kein anderes Bild zu sehen wenn ich zum Beispiel mit meinen Freundinnen unterwegs bin oder in all den superschlauen Zeitschriften die uns immer wieder sagen was und wie wir es zu tun haben um erfolgreich zu sein. Und die ganzen Partnerschaftsannoncen die sowas von hochgestochene Qualitäten verlangen und an oberster Stelle natürlich immer eine schlanke Frau gefordert wird. Mir kommt es wirklich so vor, als ob nicht mehr der Mensch an und für sich angeschaut wird, sondern man aufgrund der äusseren Hülle gleich mal abgestempelt wird. Für mich bedeutet Frausein wirklich nichts anderes als den Männern unterworfen und ausgeliefert zu sein :-O Diesen Glaubenssatz muss ich nun komplett überarbeiten............
    Weil meine Ehe gescheitert ist, habe ich wahrscheinlich auch den Fehler gemacht und mir X-Bücher mit überschlauen Ratschlägen wie eine Frau zu sein hat damit sie eine einen Mann "angelt" und ihn auch längerfristig hält reinzuziehen anstatt auf mich und meine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und einfach meine Fehler in den Beziehungen selbst zu erkennen und dementsprechend zu agieren. Ich muss mich ja gar nicht verbiegen und was anderes sein als ich bin. Ich kann mich in manchen Dingen ändern weil sich meine Denkweise ändert aber ich bleibe die Person die ich bin.
    Insofern vielen Dank für eure Denkanstösse ;-)

  11. #11
    Demi ist offline Neuer Benutzer
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    Standard

    Hallo zusammen,
    Ich lese schon seit einer Weile in diesem Forum und habe auch einen großen Teil der AW-Bücher gelesen.

    Salsafuedli, als ich Deinen Start-Beitrag gelesen habe, kam mir spontan ein Gefühl auf. Kann es sein, dass ein Glaubenssatz, den Du von Deinem Vater übernommen hast lautet, dass Du es eh nicht schaffst? Dass Du es gar nicht Wert bist, Dich gut zu fühlen ? Beweist Dein Vater Dir immer noch, dass Du seine Liebe nicht verdient hast?

    Liebe Grüße
    Demi

  12. #12
    Nikla ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Eine große Warnung an die mitlesenden Männer. Das ist ein Befehl - dies wird hier nicht gelesen, verstanden und schon gar keinen Kommentar dazu abgefasst! Kehrt um!



    Zitat Zitat von salsafuedli Beitrag anzeigen
    Für mich bedeutet Frausein wirklich nichts anderes als den Männern unterworfen und ausgeliefert zu sein :-O Diesen Glaubenssatz muss ich nun komplett überarbeiten............
    Liebe Salsafuedli,
    jetzt muß ich dir doch nochmals schreiben. Da ich für dich eine
    Lösung gefunden habe. ;-)
    Weißt du, ich hatte oft gegensätzlich gedacht und das war der Fehler.
    Verändere doch einfach deinen Glaubenssatz erst einmal ins Gegenteil und später denkst du dann den goldenen Mittelweg, aber zuerst mal ganz krass und hartgesotten.
    Dein Glaubenssatz könnte doch nun so lauten:
    Für mich bedeutet Frausein wirklich nur, wenn ich die Männer mir unterwerfe, mir zu Untertan mache, sie mir ausliefere. Denn ich bin aus vollem Herzen eine Domina und das macht mir totale Freude. Am liebsten würde ich den Beruf einer Domina sofort erlernen wollen, da werde ich mich doch mal praktisch umschauen und ein paar Stunden nehmen. (Ich muß gerade sehr lachen, könnte aber wirklich sehr hilfreich sein).

    Und Salsafuedli, du bist eine gestandene Frau, du brauchst nicht mehr die blöden Zeitschriften, das Geld kannste dir sparen, nimmst lieber praktischen Unterricht bei einer erfahrenen Domina. Vielleicht hast du dann sogar Blut geleckt, aber dann übertreibe es nicht zu stark, nicht dass du zu sehr deine Wut an den lieben Männern auslässt, denn diese können nichts dafür, was dein Vater damals anstellte. Irgendwie mußt du dich mit dem Thema aussöhnen, Frieden schließen.

    lieben Gruß
    Nikla

  13. #13
    salsafuedli ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    01.12.2008
    Beiträge
    16

    Standard

    Hallo Nikla
    Du kannst ja Gedankenlesen :-) Genau das war nämlich der Punkt mit dem ich mich nun beschäftigt habe, wie oder mit welchen Mitteln kann ich den gefassten Glaubenssatz entkräften bzw. auflösen. Aber die Ansicht, dass ICH als Frau den Männern überlegen bzw. die dominante bin, könnte für den Moment vielleicht wirklich so einiges ins Rollen bringen :-) Bis anhin bis anhin war es ja wirklich so, dass ich die Männer so quasi eine Stufe höher gestellt habe. Ich war der Meinung, die können mit mir machen was sie wollen und ich habe es zuzulassen so nach dem Motto ich muss ja froh sein habe ich einen an meiner Seite........... und ich fühlte mich richtig klein in der Gegenwart von Männern. Was ja eigentlich auch verständlich ist im Zusammenhang was ich mit meinem Vater erlebt habe. Im Prinzip sind alle Männer für mich die obersten Richter. Jetzt muss ich den einen obersten Richter mal wirklich und richtiggehend "entschärfen". Danke, ihr habt mir echt weitergeholfen!

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