Anpflanzen, kochen und essen im Biorhythmus

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dr. Barbara Rias-Bucher Dr. Barbara Rias-Bucher 11.03.2016 um 8:34.

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  • #169786

    olli2308
    Teilnehmer

    Liebe Frau Rias-Bucher,
    Sie schreiben in ihrem anregenden neuen Ratgeber „Die Biorhythmus-Küche“: „Wer im Biorhythmus kocht und genießt, folgt ganz unbewusst Mechanismen, die Molekularbiologen immer genauer identifizieren können: Die Zellen aller Lebewesen enthalten sogenannte Oszillatoren, die beeinflussen, was im Organismus geschieht. Sie bestimmen, wie schnell der Stoffwechsel abläuft, wann wir essen wollen und worauf wir Lust haben. Die Oszillatoren wiederum werden in Schwingung versetzt von Zeitgebern, und der stärkste dieser Zeitgeber ist das Licht. Die Lichtmenge nimmt im Tages- und im Jahreslauf stetig ein wenig zu und wieder ein wenig ab. Und im Rhythmus des Lichts schwingt auch unser Biorhythmus.“

    Das klingt durchaus plausibel, dass das Licht unsere Aktivität und unseren Stoffwechsel steuert. Wo haben sie das her mit den Oszillatoren in den Körperzellen?Ich habe dazu im Internet nichts gefunden. Wie kann ich herausfinden, ob ich eine Lerche oder eine Eule bin? Das ich abends meine Hauptmahlzeit einnehme und morgens kaum etwas herunter bekomme, kann ja auch eine dumme Angewohnheit sein.

    herzliche Grüße
    Oliver

    #224833

    Hallo Oliver,

    vielen Dank für Ihr Interesse an meinem Buch und für Ihre Fragen.

    Zur ersten: Im Buch von Alfred Meier-Kroll, Chronobiologie (erschienen in der Beck’schen Reihe „Wissen) finden Sie im Kapitel „Wo ist das innere Uhrwerk angelegt“, Seite 51ff, einen ausführlichen Abschnitt zur Lokalisation der Oszillatoren im Gehirn, genauer: einem winzigen Teil des Gehirns, dem sogenannten suprachiasmatischen Nucleus (SCN). Manipuliert man im Tierversuch dieses Hirngewebe, verlieren zum Beispiel Insekten das artspezifische Zeitprogramm ihres Verhaltens, wie Meier-Kroll konstatiert.

    Der Begriff „Oszillatoren“ stammt von Rütger Wever (zit. nach Zullney und Knab, Unsere innere Uhr. Frankfurt a. Main: 2. Aufl. 2014, Seite 108). Zitat: „… müssen wir heute davon ausgehen, dass jede Zelle in unserem Körper nicht nur eine, sondern mehrere Inner Uhr besitze. Der Münchner Chronobiologe Till Roenneberg konnte das schon an Algen belegen … Das bedeutet, dass unser Körper mit Billionen Innerer Uhr ausgestattet ist.“ (a.a.O. S. 109). Zullney und Knab sprechen auch von den „Zelluhren“ (a.a.O. Seite 110).

    Zu den zitierten Autoren:
    • Alfred Meier-Kroll lehrt als Prof. für Physiologische Psychologie und Neuropsychologie an der Uni Konstanz.
    • Rütger Wever gehört zu den Chronobiologen der ersten Stunde; er hat zusammen mit Jürgen Aschoff (1913-1998) Mitte der 1960er Jahre das berühmte chronobiologische Experiment im Andechser Berg durchgeführt.
    • Jürgen Zullney, Prof. für Biologische Psychologie und seit über 40 Jahren Schlafforscher und Chronobiologe. Zullney lehrte an der Uni Regensburg und hat ab 1974 die Andechser Experimente begleitet.
    • Barbara Knab, ebenfalls Schlafforscherin, können Sie auf ihrer Website besuchen http://www.barbara-knab.de.

    Bedenken Sie bitte auch, dass die Innere(n) Uhr(en) in unseren Zellen lokalisiert sein müssen, denn aus Zellen besteht unser Organismus doch.

    Ihre zweite Frage: Genau wie Sie esse auch ich erst abends meine Hauptmahlzeit und bin kein „Frühstücker“ – morgens mag ich nur Tee mit Milch. Ich gehöre zu den „Lerchen“, bin also ein Morgenmensch, denn sehr früh wach und auch gleich leistungsfähig, während ich nachts nicht arbeiten mag. Falls das für Sie auch zutrifft, haben wir Ihre Frage schon gelöst. Falls nicht, schreiben Sie mir einfach noch mal, wir kriegen das dann schon raus.

    Mit vielen Grüßen

    Barbara Rias-Bucher

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