Cliento aktiv, 4.Auflage – unsere Erlebnisse

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Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  cmeinhold 14.09.2014 um 16:24.

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  • #168442

    birgit-kraus
    Teilnehmer

    Wir waren im Juni 2010 für 1,5 Wochen im Cilento. Unsere 1. Station war Valle dell Angelo in der „Locanda dell`Angelo“. Die Herberge und die zugehörige Osteria sind sehr zu empfehlen (einfach autentisch!). Anschließend waren wir für 1 Woche in Marina die Pisciotta in einem Ferienhaus (Casa Menaica). Der Reiseführer Cilento aktiv war unser täglicher Begleiter. Die Restaurantempfehlungen, die Ausflugstipps und auch die Wanderungen sind klasse. Zu den Wanderungen haben wir noch Verbesserungsvorschläge bzw. Hinweise.
    1. Tour 9 (Gole del Calore), Ausgangspunkt, Beschreibung wäre sinnvoll anhand der angezeigten Kilometerschildern, Rückweg ab der Ponte Naturale geht deutlich bergauf und vom Ufer weg. Rückkehr zum Ufer ist erst wieder an der Staumauer. Das ist aus der Beschreibung nicht ersichtlich.
    2. Tour 12 (Monte Cervati)
    Beschreibung Ausgangspunkt, Einfahrt in „Schotterstraße“. Hier wäre eine genauere Angabe der Einfahrt (z.B. nach Kilometerschild x , links abbiegen) sinnvoll. Die Angabe nach Süden abzweigend erscheint zu ungenau. Wir haben die Einfahrt nicht gefunden. Vielleicht aber auch deshalb weil bei der vermeintlichen Einfahrt ein Durchfahrt Verbotsschild aufgestellt war.
    Tour 13 (Monte Gelbison)
    Hier wäre es toll, wenn in der Übersicht bereits die verschiedenen Bezeichnungen des Berges (Monte Sacre, Santuario) genannt würden. Das hilft beim Suchen des Ausgangspunktes, da die Straßenschilder auch variieren.
    Tour 15 (Castelluccio)
    Der Wanderweg war nach dem Castelluccio start zugewachsen.
    Tour 18 (Camerota-S.Cono)
    Busfahrt von Marina die Camerota nach Camerota hat super funktioniert.
    Ausgangspunkt ist schwer zu finden. Wir haben eine betonierte Straße genommen, die dann ebenfalls zu dem Wanderweg (mit Beschilderung) geführt hat. Zur besseren Übersicht der Tour wäre unserer Meinung nach sinnvoll, dass die zweite mögliche Bustour, um nach Marina die Camerota zurückzukommen, direkt in der Übersicht erwähnt wird. Die Tour verlängert sich um ca. 2h wenn man zurückwandert. Dies sollte zu Beginn der Wanderung mit einbezogen werden.

    Wir haben noch einige andere Wanderungen gemacht. Alle Wanderungen waren eindrucksvoll und jederzeit zu empfehlen. Unser Verbesserungsvorschlag für alle Wanderungen ist, einfach ein paar Worte mehr bei der Beschreibung des Ausgangspunktes und er Wegbeschreibung verlieren.
    Danke für die tollen Tipps.

    #179600

    Peter Amann
    Teilnehmer

    Es ist ein Update zur 4. Auflage in Vorbereitung (die 5. verbesserte und erweiterte Auflage wird es hoffentlich gegen Ende des Jahres geben), dort finden sich dann ebenfalls einige der gewünschten Präzisierungen. Danke für die Hinweise!

    #179604

    cmeinhold
    Teilnehmer

    Wir haben einige Wander-Empfehlungen genutzt. Hier einige Anmerkungen, die vielleicht für weitere Cilento-Reisende von Nutzen sind:

    Tour 15 „Castelluccio“
    – Der Ortsbus von Pisciotta nach Rodio fährt ganzjährig, im Sommer sind es nur mehr Fahrten. An Schultagen fährt auch ein Schulbus nach Vallo della Lucania über Rodio. Fahrpläne werden gelegentlich unter http://www.agenziainfanteviaggi.it/oraribus.html veröffentlicht, sind aber wegen kompllzierter Verkehrstageregelungen schwer zu verstehen.
    – Nachdem wir die Tour 2006 wie empfohlen gewandert sind, haben wir diesmal eine Variante ausprobiert: Aufstieg ab Santa Caterina, markiert, ausgeschildert, gut zu laufen und landschaftlich sehr schön – Abstieg nach San Mauro la Bruca, nicht markiert, aber gut zu finden und zu laufen und im oberen Abschnitt wildromantisch.

    Tour 21 „Monte Bulgheria“
    – Die Orchideen finden sich hauptsächlich auf der Nordseite am Weg nach Celle di Bulgheria und da eher im oberen Abschnitt, nicht jedoch auf der Südseite in Richtung San Giovanni a Piro
    – Ein Aufstieg von Licusati wurde zumindest stückweise als CM 42 markiert vorgefunden
    – Interessehalber wüsste ich gerne genaueres über den Aufstieg von Acquavena. In Karten ist er nicht verzeichnet und die Steilwand sieht so respekteinflößend aus, dass man dort keinen Weg vermutet bzw. dass der vielleicht gefährlich ist.

    Tour 22 „Scario“
    – Die Abstiege zum Strand sind in bedauerlichem Zustand, die 2008 offenbar zu unsolide errichteten Treppen zerstört.

    Tour 26 „Secca di Castrocucco“
    – Die geografische Einordnung des Route wäre vielleicht etwas intuitiver, wenn der rechte Pfeil nicht mit „Castrocucco“, sondern mit Tortora oder Praia beschriftet wird, weil man sich an dieser Stelle bereits in Castrocucco befindet.
    – Zwischen Maratea und Castrocucco fährt 3 mal täglich ein Ortsbus (SITA), zusätzlich 4 mal täglich ein Regionalbus nach Praia (Rocco Autolinee s.r.l.)

    Zum Kapitel Anreise:
    – Meines Wissens fahren keine Nachtzüge mehr ab der Schweiz und nach Milano nur ab Wien
    – Die Costa di Maratea ist mit dem Bus ab Sapri zu erreichen, nicht ab Scario
    – Die von Cucio betriebene Linie führt von Sapri nach Centola Scalo über Scario, San Giovanni a Piro und Roccagloriosa
    – Zwischen Sapri und Maratea fahren Busse von SITA
    – Zusätzlich gibt es noch das Unternehmen Eredi Lamanna mit Bussen ab Sapri oder Salerno in die Orte des östlichen Cilento und Valle di Diano (kein Internetauftritt, die Fahrzeiten in ITS – Infrastrutture e trasporti salernitani stimmten noch)

    #213254

    cmeinhold
    Teilnehmer

    Hier ist es ja sehr still geworden. In der Hoffnung, dass mehr Leute lesen als schreiben, berichte ich hier noch von Erfahrungen aus September/Oktober 2013:

    Sehr zu empfehlen sind von allem die Angebote von Tempa del Fico in der Nähe von Rofrano (http://www.tempadelfico.com , http://www.ciucciopolitana.org). Wer es authentisch, einfach, freundlich, unkommerziell und familiär möchte, ist hier auf jeden Fall richtig. Wir haben mit Angelo, seiner Familie und seinen Partnern eine Woche Rundum-Sorglos-Programm mit Unterkünften, Vollverpflegung und 3 Tage Eselwanderung organisiert und es war traumhaft.

    Pisciotta war weitgehend verkehrsberuhigt wegen Straßensperrungen infolge von Erdrutschen. Für die Ruhe ist es großartig, aber schlecht für die Busverbindungen. Zudem ist es schwieriger und teurer ein Taxi zu bekommen als noch 2011.

    Der Ort Pisciotta wird beworben als „Ausgangspunkt schöner Wanderungen“. Gemäß der Wandervorschläge ist es aber nur eine mit einer Variante. In Küstennähe kommt man leider abseits der Autostraßen nirgendwo durch.
    – Mit den in recht gutem Zustand vorgefundenen Verbindungen zwischen Castelluccio und Rodio, Santa Caterina sowie San Mauro la Bruca, dazu der neu entdeckten Verlängerung von Rodio nach Ascea (Panorama-Höhenweg) kommt langsam einiges zusammen.
    – Über letzteren Weg ist auch das Bergheiligtum von Catona zu erreichen.
    – Einen Höhenweg von San Nicola (Comune di Centola) oder Santa Ceterina (Comune di Pisciotta) nach Palinuro scheint es in begehbarer Form zu geben und es gibt auch Markierungen. Ich hatte trotzdem Schwierigkeiten ihn von Palinuro aus zu finden. In der Gegenrichtung ist es sicher einfacher
    – Von San Nicala geht es mit Durchwaten des Lambro nach Foria, womit eine 22 km Wanderung von Pisciotta über den Castelluccio, Santa Caterina nach San Severino die Centola und Rückfahrt mit dem Zug möglich wird. Wenn man einen Bus bis Bivio San Nicola erwischt verkürzt sich die Strecke um die Hälfte.
    – Eine bequeme Alternative für den Aufstieg auf den Castelluccio ist der Fahrweg, den man beim Aufstieg in Richtung A Tartana kreuzt – und wie ich finde auch ebenso schön wie die im Wanderführer beschriebenen Wege

    Die große Unbekannte und ein Vorhaben für den nächsten Aufenthalt wäre einen Weg entlang des Gebirgskamm der beiden Monti Castelluccio und dem Tempa della Rondinella in Richtung Cuccaro Vetere zu finden bzw. westlich daran vorbei direkt auf das Massiv des Monte Gelbison. Damit wäre Pisciotta tatsächlich in einem Netz aus langlaufenden Wandermöglichkeiten.

    Einen lang gehegten Wunsch habe ich verwirklichen können, nämlich den Aufstieg auf den Monte Gelbison bzw. Passo della Beta von Süden her ab Futani. Der Weg ist stückweise markiert und am Anfang gibt es evtl. auch ein Hinweisschild. Dieses konnte ich aber nicht lesen weil es zum Aufbruch noch dunkel war.

    Auch den in meinem letzten Beitrag erfragte Weg zwischen Acquavena und dem Monte Bulgheria habe ich erkunden können und zwar von oben her. Er besteht weitgehend aus in den Fels gehauenen Stufen, war in gutem Zustand und führte sozusagen quasi senkrecht in den Abgrund – sehr beeindruckend

    Alle selbst begangenen Wege habe ich bei gpsies.de und openstreetmap.org eingetragen.

    Nützliche Hilfsmittel:
    – eine Haushaltsschere (Gartenschere ist natürlich noch besser) um die Brombeerranken abzuschneiden, die immer wieder im Weg hängen, selbst wenn er offenbar kürzlich freigeschnitten wurde
    – ein GPS-Gerät oder Mobiltelefon mit GPS und einer App welche die Position auf einer Karte darstellen kann. Wenn man gar nicht weiterweiß und die Online-Karten auch keine Auskunft geben, direkt die Satellitenansicht von Google oder noch besser Bing anzeigen.

    Die neueste Ausgabe des „Cilento aktiv“ war natürlich dabei und hat gute Dienste geleistet. Der Rother-Wanderführer ebenso. Er ist eine gute Ergänzung und bei dem insgesamt immer noch sehr spärlichen Informationsangebot keineswegs eine Konkurrenz.

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