Dauerlächeln kontra Natürlichkeit

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Carolin Lüdemann Carolin Lüdemann 10.07.2011 um 16:19.

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    saengerin
    Teilnehmer

    Sehr geehrte Frau Lüdemann, sehr geehrte Frau Springer,

    zunächst einmal möchte ich Ihnen für Ihr anregendes und unterhaltsames Buch danken!
    Doch nach der Lektüre habe ich nun doch eine Frage, denn in meinen Augen ergibt sich eine kleine Widersprüchlichkeit.
    Es heißt ja, man solle sich selbst treu bleiben, nicht versuchen, jemand anderes zu sein oder jemanden nachzuahmen, man solle ganz natürlich bleiben. Andererseits gibt es auch klare Empfehlungen, so viel wie möglich zu lächeln, und ganz konkrete Regeln, wie man die Hände zu halten hat etc.pp.
    Laufe ich nicht Gefahr, wenn ich Anleitungen wie „Hände offen halten, Handflächen zeigen“ und „Immer lächeln“ im Kopf habe, meine Natürlichkeit zu verlieren? Denn wenn ich das nicht automatisch mache, ist das doch keine natürliche Seite von mir?! Oder darf ich davon ausgehen, dass mir diese Mimik und Gestik nach einiger Zeit so in Fleisch und Blut übergehen, dass sie zu einem Teil von mir werden?

    Vielen Dank für Ihre Einschätzung!
    Saengerin

    #179811
    Carolin Lüdemann
    Carolin Lüdemann
    Teilnehmer

    Sehr geehrte Saengerin,

    vielen Dank für Ihren Eintrag in unserem Forum. Wir freuen uns über Ihre spannende Frage!

    Lassen Sie mich vorweg sagen, dass Dinge wie „Lächeln“, „Blickkontakt“, „offene Körperhaltung“ die Kommunikation mit unseren Mitmenschen erleichtern und positive Signale setzen. Wir wollen jedoch nicht empfehlen, ein Dauerlächeln aufzusetzen: das wäre nicht authentisch, in manchen Fällen nicht ehrlich und je nach Situation womöglich auch unangemessen. Dennoch halten wir es für wichtig, zu wissen, wodurch man positiv auf seine Mitmenschen wirkt. Denn wenn wir anderen positiv begegnen, bekommen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Positives zurück. Unsere Empfehlung lautet also vielmehr, sich selbst zu reflektieren und zu überlegen, ob man seinem Umfeld optimal begegnet und sich zu fragen, welche Signale man aussendet. Manchmal lassen wir unser Potential brach liegen, weil wir gar nicht wissen, wie und wodurch wir auf andere wirken und wie viele „Kleinigkeiten“ eine Rolle spielen. Mit unserem Buch wollen wir Licht in dieses Dunkel bringen. Wenn Sie bereits unser Kapitel über „Authentizität“ gelesen haben, so wissen Sie, dass Authentizität nicht davon entbindet, dazuzulernen und an sich zu arbeiten. Sie haben also völlig recht, wenn Sie sagen, dass das neu Erlente erst einmal selbstverständlich werden muss, bevor es authentisch sein kann.
    Herzliche Grüße
    Ihre
    Carolin Lüdemann

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