Depression/ Psychosomatische Beschwerden

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  awi1 16.11.2019 um 11:57.

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    awi1
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    Ich bastle jetzt seit 2 Jahren in der KVT u. zwd. 3 Monate tiefenpsychlogischer Gruppentherapie an schulmedizinischen Diagnosen: einer mittelgradigen Depression und einem Frustrationsintoleranzproblem(FIP) herum. Ich habe ein dysfunktionales Selbstwertkonzept(Anerkennung und Leistung) und das FIP deckelt mit Wut/Frustration, unangenehme Gefühle, wie Angst, Scham und Trauer. Ich habe eine zum Narzissmus neigende Mutter. Meinen Selbstwert mache ich vom Außen abhängig.
    Alles bisher unternommene hat mich durchaus weitergebracht, nur bin ich inzwischen der Meinung, dass ich noch weitere 2 Jahre über alles reden kann was mich bewegt/triggert, es löst das Problem im Kern nicht. Der Ansatz von Herrn Winter erscheint mir sehr sinnvoll. Ich habe fast alle seine Bücher gelesen und mich damit auseinandergesetzt. Nichts desto trotz habe ich Übergewicht, bin ständig erkältet, mein Energielevel und Antrieb sind gering, starke Verspannungen, chronische Sinusitis usw. So logisch das alles klingt und so sehr ich Bewusstsein über meine Mechanismen erlangt habe, muss es doch irgendetwas geben, was mein System dazu veranlasst an dem Selbstwertproblem und den psychosomatischen Beschwerden festzuhalten. Mir erschließt sich der Krankheitsgewinn nicht wirklich. Schützt mich der schwache und nicht besser werdende körperliche Zustand vor Konflikten, die ich eventuell austragen müsste, um mich nicht mit meiner tief verwurzelte Angst vor Ablehnung auseinandersetzen zu müssen? Ich fühle mich mitunter schnell bevormundet und bin wütend auf das Gegenüber, weil ich mich zb klein oder weniger wert fühle. „Meine Mutter“ lauert quasi überall in Stellvertreterrollen. Wie gesagt, ich habe meine Fortschritte gemacht. Ich habe der Beziehung zu meiner Mutter Grenzen gesetzt etc. Trotzdem kontrolliert mich mein Muster nach wie vor. Selbstzweifel, Sorgen, Grübeln, alles zerdenken, katatrophisieren, innere Anspannung und die lange Liste an psychosom. Beschwerden. Ich bin 29 und weit davon entfernt in meiner Kraft zu sein. Ich will mein Leben nicht mehr davon kontrollieren lassen. Was zur Hölle muss ich tun? Was braucht es damit ich dem Scheiß endlich ein Ende bereiten kann? Ich habe wirklich schon eine Menge probiert. Bin ein Freund von alternativen Therapien, habe von Beginn an jegliche Form von Psychopharmaka etc. abgelehnt und gedenke auch weiterhin einen großen Bogen um solches Gift zu machen. Hat jemand eine Idee, wie ich an den Kern komme? Wie hindere ich mich vielleicht (auch unbewusst) an der Heilung? Obwohl der Text ausführlich ist, fehlen vielleicht Infos. Fragt mich einfach 🙂 Ich bin für jeden Denkanstoß dankbar.

     

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