Hab meinen Obersten Richter geärgert

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Dieses Thema enthält 97 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  sandava 02.03.2013 um 19:46.

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  • #169090

    sandava
    Teilnehmer

    Hei meine Lieben,
    hab mal ein Experiment gewagt, und meinen Obersten Richter, sprich meine Mutter, etwas geärgert. Sie erzählt immer, sie esse kein Fleisch, sagt aber jeden Tag, heute dies gegessen, gestern jenes, und immer ist ein Stück Fleisch bei.

    Ich dachte, sie springt mich an, als ich sagte, na du isst ja ganz schön viel Fleisch, dafür, dass du immer sagst, du isst kein Fleisch. Oje, ich dachte es platz der Mond. Sie sagte dann, nur weil ihr kein Fleisch isst… Nee dachte ich, sie erzählt immer, die armen Tiere, die geschlachtet werden, die tun ihr leid, aber warum isst sie sie dann.

    Und ich habe mal ins Nest gestochen, weil ich traurig bin, auf Erden so wenig bewegen zu können, dass die Menschen nicht an die lieben Tiere denken und sie aufessen. Was nehmen sich die Menschen nur dabei raus, einfach ein Tier aufzuessen. Das macht mich traurig.

    Und, ich habe einen Veganen Laden in Berlin entdeckt, da wollte ich mal hin, was es noch alles so zu essen gibt, außer dass man Fleisch weglässt. Ja ja, mein armer Oberster Richter, echt, man darf sich nicht mit dem anlegen. Ich meine, sie ist ja nicht mehr mein Oberster Richter, hab ja meine Eltern abgekoppelt, und Gott an die Stelle getan, dank Think PINK, aber sie reagiert doch noch ganz schön, als Oberster Richter.

    Habe schließlich neulich auch gelitten, als sie sagte Horoskope wäre Sch….., da war ich auch platt und sie hätte es mir fast zerhauen. Ich liebe es Horoskope zu schreiben, es ist mein Leben. ja ja, ich sage, probiert es mal aus, den O.R. zu necken, dann gehts rund.

    LG Eure Sandy **

    #186522

    esmeralda
    Teilnehmer

    Sandy, sei mir net bös, aber mein Eindruck ist, ihr könnts euch beide nicht sein lassn, wie ihr seid. Solang ihr noch Gegner sein müsst, solang seid ihr euch ein rotes Tuch, aber beide füreinander. Den obersten Richter find ich in ihr nicht, so wie ich es les. Ihr bekämpft euch nur selbst. I hoff, du nimmst mir des jetzt net übel……. aber:

    Feindschaft beendet man nicht durch Feindschaft, sondern durch Freundschaft. Vom Herz her.

    L. G.,
    die Esme

    #186523

    sandava
    Teilnehmer

    Ja Esme,
    wir doktern ständig an uns rum, wir spiegeln den anderen, man kann doch nicht einem nur sein lassen, wie man ist, man muss sich doch weiterentwickeln.

    Wenn meine Mutter sagt, sie hätte einen Film übers Schlachten im Fernsehen gesehen, aber „sie esse ja wenig Fleisch“ und dann mir erzählt, jeden Tag isst sie Fleisch, dann rutscht mir schon mal das Wörtchen raus, „ich denk du isst nicht so viel Fleisch“. Und es ist auch mein Thema, wir sind seit Muttertag 2011 Vegetarier und gehen zum Reiten, wo die Pferde lieb gehalten werden. Es ist mehr eine Lebensphilosophie kein Fleisch zu essen. Und dann sollen die anderen sich nicht immer in die Tasche lügen „sie würden ja nur wenig Fleisch essen“.

    Daher, das kleine Ärgern an die Mutter.

    LG Sandava **

    #186524

    esmeralda
    Teilnehmer
    quote :

    Und dann sollen die anderen sich nicht immer in die Tasche lügen


    Sandy, wir können die andern nicht so zurechtrücken, wie wir uns das vorstellen. Sie lügen sich in die Tasche, wir lügen uns in die Tasche, des kann sein. Du hasts ihr halt gesagt, aber ändern wird sie sich deshalb nicht. Und wir merken ja selbst, wenn wir uns ändern sollen: des ist schon so mega schwer.

    So, und jetzt bin ich wieder stad.

    L.G. E.

    #186525

    sandava
    Teilnehmer
    quote Esmeralda:

    So, und jetzt bin ich wieder stad. L.G. E.

    Esme, was bedeutet stad.?

    ja wir uns zu ändern ist schon anstrengend, ich will meine Mutter ja nicht ändern, aber ich darf doch auch mal „sagen“, sie etwas berühren.

    LG Sandava **

    #186527

    esmeralda
    Teilnehmer

    Ich lösche den Rest, wollt ja still sein.

    #186536

    Anonym
    quote :

    Tag isst sie Fleisch, dann rutscht mir schon mal das Wörtchen raus, „ich denk du isst nicht so viel Fleisch“.

    Das ist doch nicht schlimm,

    Dass du das gesagt hast

    Gasc

    #186582

    Anonym
    quote Sandava:

    Hei meine Lieben,
    hab mal ein Experiment gewagt, und meinen Obersten Richter, sprich meine Mutter, etwas geärgert. Sie erzählt immer, sie esse kein Fleisch, sagt aber jeden Tag, heute dies gegessen, gestern jenes, und immer ist ein Stück Fleisch bei.

    Ich dachte, sie springt mich an, als ich sagte, na du isst ja ganz schön viel Fleisch, dafür, dass du immer sagst, du isst kein Fleisch. Oje, ich dachte es platz der Mond. Sie sagte dann, nur weil ihr kein Fleisch isst… Nee dachte ich, sie erzählt immer, die armen Tiere, die geschlachtet werden, die tun ihr leid, aber warum isst sie sie dann.

    Und ich habe mal ins Nest gestochen, weil ich traurig bin, auf Erden so wenig bewegen zu können, dass die Menschen nicht an die lieben Tiere denken und sie aufessen. Was nehmen sich die Menschen nur dabei raus, einfach ein Tier aufzuessen. Das macht mich traurig.

    Und, ich habe einen Veganen Laden in Berlin entdeckt, da wollte ich mal hin, was es noch alles so zu essen gibt, außer dass man Fleisch weglässt. Ja ja, mein armer Oberster Richter, echt, man darf sich nicht mit dem anlegen. Ich meine, sie ist ja nicht mehr mein Oberster Richter, hab ja meine Eltern abgekoppelt, und Gott an die Stelle getan, dank Think PINK, aber sie reagiert doch noch ganz schön, als Oberster Richter.

    Habe schließlich neulich auch gelitten, als sie sagte Horoskope wäre Sch….., da war ich auch platt und sie hätte es mir fast zerhauen. Ich liebe es Horoskope zu schreiben, es ist mein Leben. ja ja, ich sage, probiert es mal aus, den O.R. zu necken, dann gehts rund.

    LG Eure Sandy **

    Möchtest du so leben?
    Beantworte dir die Frage am Besten im Inneren und behalte es für dich

    P.S: Ich empfehle dir, die Frage 2x zu stellen!

    Gasc

    #186584

    mampfi
    Teilnehmer

    Sandava, ich gehe nicht davon aus, dass Eltern den „Obersten Richter“ erwachsener Töchter spielen wollen. Sondern viel mehr davon, dass man seine Meinung
    (gleich als Tochter bzw. Eltern) vertreten kann. Auch wenn es nicht immer mit der eigenen Meinung stimmig ist. So ist das Leben.
    Ich würde vorschlagen den Eltern wissen zu lassen, dass man sie „abgekoppelt“ hat. Das ist dann ehrlich. Sie stellen sich bestimmt bestens darauf ein
    und treffen dann ihre nötigen Vorkehrungen. Was ich verstehen kann.

    #186585

    esmeralda
    Teilnehmer

    Es war ja jetzt lang genug Ruh hier, denk ich, und nun wag ich auch wieder ein paar Worte zum Thema, gar nicht nur oder wegen dir, Sandy, mehr allgemein zu den Kämpfen, die wir ausfechten – oft nur meinen, ausfechten zu müssen.

    Der oberste Richter steckt vor allem in uns selbst. Manchmal ist er die alte Stimme von jemandem, wir projizieren ihn aber auch in Menschen hinein, die wir als Gegner ansehen. Vor allem wenn Menschen einen anderen Lebensstil als wir selber habn, kann uns das sehr ärgern, und wir fühlen uns durch sie gemaßregelt oder nicht anerkannt. Eigentlich wollen wir aber selber maßregeln, nämlich der andere soll gut finden, was wir gut finden.

    Und so läufts wieder auf die berüchtigte Spiegelfechterei naus, die der Robert Betz so nachhaltig anführt. Wie ich oben schon mal schrieb: Wir führen eigentlich Selbstgespräche, wenn wir gegen etwas sind. Sind wir für die andern und können sie in ihrer Andersartigkeit annehmen, erlischt meist sofort jeder Kampfeswunsch und ähnliches.

    Es kann uns nur etwas sehr negativ berühren und ärgern, wenn wir mit uns selbst uneins sind, sogar wenn wir selbst einen kleinen Anteil des Bekämpften in uns haben, des is meine feste Überzeugung gewordn!

    L. G.
    Esme

    #186586

    mampfi
    Teilnehmer

    Danke, Esmeralda, so sehe ich die Dinge auch.

    #186587

    sandava
    Teilnehmer
    quote Gascogne:

    Möchtest du so leben?
    Beantworte dir die Frage am Besten im Inneren und behalte es für dich

    P.S: Ich empfehle dir, die Frage 2x zu stellen!

    Gasc

    2 Mal die Frage gestellt, es für mich behalten, und dann kam mit der kalte Kaffee hoch…

    Ich bin bekennende Vegetarierin und wenn mir einer erzählt, er isst nicht so viel Fleisch und jedes mal erzählt, wieder Fleisch gegessen zu haben, geht mir die Hutschnur hoch. Das ist spielen auch mit meinen Gefühlen, sich bei mir einschleichen und nicht gehandelt zu haben, was er erzählt.

    Nein, da mache ich nicht mit. Ich bin im Bauch schon bei meiner Mutter ausschlaggebend gewesen, sie sagte mir, als sie schwanger war, konnte sie kein Fleisch essen, da wurde ihr immer schlecht. Also war ich schon im Bauch Vegetarier.

    Ich bin auch sehr sensibel im Moment, weil ich eine Woche keinen Kaffee mehr getrunken habe. Ich fühle, was wie auf mich im Körper reagiert. Die Streitsendungen im Fernsehen strahlen aus, ich frage mich, wann wird mal was positives im Fernsehen gebracht, was die Menschen positiv stimmt, was sie friedlich gestimmt werden lässt.

    Das ist meine Lebensphilosophie.

    Ihr liebt es doch auch, wenn ich schöne Sachen in Euch berühre von der Lebensstimmung her, wenn ich eure positiven Facetten eurer Seele hervorhebe horoskop-mäßig. Man kann positiv leben oder sich an negativen aufreiben. Ich sage THINK PINK, die ich momentan sehr vermisse. Was ist los mit PINKI. Warum schreibt sie nicht mehr, oder habe ich es nur nicht mitbekommen.

    PINKI, du stelltest Gott über meinen Obersten Richter, und dafür bin ich dir überaus dankbar. Melde dich bitte wieder… ♥

    LG Sandava **

    #186590

    Anonym
    quote Mampfi:

    Danke, Esmeralda, so sehe ich die Dinge auch.

    Dito!! Cat

    #186593

    sandava
    Teilnehmer
    quote Nikla:

    Ich stelle nur fest: Ein jeder hat eine andere Lebensphilosophie und sieht die Dinge auf seine ganz eigene Art und Weise.

    Aber, das macht das Leben erst so richtig interessant und oft sehr spannend und so manches Mal ist es dann nicht mehr so prickelnd.

    Da läuft halt doch sehr viel Projektion ab. Das Ziel wäre es: Jeden so zu akzeptieren wie er ist und von Angriffsgedanken abkommen, denn diese erzeugen niemals Frieden. Wenn`s schon bei Nichtigkeiten anfängt, was der andere ißt oder nicht, wie soll es dann erst bei großen Dingen zugehen?

    Liebe Nikla,
    ich meine nur, wann komm dann ich zu meinem Leben, wenn ich erstmal mit den Menschen anfangen muss zu diskutieren was auf den Tisch kommt zum Essen, ich bin schon so auf die Welt gekommen, denkt doch auch mal an mich. Ich will ganz andere Dinge bewegen auf der Welt, auch, Frieden schaffen auf Erden, aber ist Tierschlachten Frieden schaffen, da muss ich ran und aushalten. Denkt auch mal an meine Seele.

    LG Sandava **

    #186595

    esmeralda
    Teilnehmer

    Oh Nikla, sehr schön, dein Gedanke mit der Umformulierung, gefällt mir.

    Sandy, es geht ja gerade um den Frieden deiner Seele dabei. Warum macht es dich traurig und ärgert dich, wenn deine Lebensweise bei anderen auf nicht das Echo stößt, was du gern hättest? Ich vermute, dir kommt es lieblos vor: Statt Lob und Anerkennung: Widerstand.

    Das ist vielleicht schade, aber wenn eine Überzeugung so richtig stark ist, wankt sie dadurch nicht, sondern wird im Grund bestätigt – so ist es jedenfalls bei mir bei den Sachen, die ich wirklich ganz nach innen genommen hab. Sonst ist da vielleicht noch ein Anteil, der selber mal gern ein Stückerl Fleisch hätte, was man aber aus der Einsicht heraus opfert? Sollt man sich ruhig mal fragn….

    Du machst halt noch sehr viel an anderen fest, das ist auch normal und solange okay wie du nicht darunter leidest. Aber Seelenruh gibt es, den Anteil von einem selbst im andern zu erkennen (gerad da, wo man Ärger spürt!) und ihm dann die Freiheit zu schenken, die man sich doch selbst auch wünscht.

    Kann jedenfalls auch die Fleischesser verstehen, denn Vegetarier und Veganer sind oft sehr missionarisch unterwegs, dann reagieren andere eben auch mit Trotz. Und schon beginnt wieder ein Kämpferl. Mein Rat ist halt, den andern lassen, dann wird man auch selbst gelassen, so und so. 😉

    L. G.
    Esme

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