Heimische Heil- und Vitalpilze für Küche und Hausapotheke

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Dieses Thema enthält 10 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Gerit Fischer Gerit Fischer 23.09.2020 um 16:22.

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    Beiträge
  • #279679
    Gerit Fischer
    Gerit Fischer
    Teilnehmer

    Liebe Leserinnen und Leser!

    In diesem Forum dreht sich alles um Pilze und ihre gesundheitlichen Wirkungen, wie sie seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden überliefert wurden und jetzt wissenschaftlich erforscht werden. Wir finden sie im Wald, in Gärten und in Parks

    Im Mittelpunkt dieses Forums stehen die gesundheitlichen Wirkungen von Pilzen, wie wir sie im Wald, in Gärten und Parks finden können, was beim Sammeln zu beachten ist und die kulinarischen und volksheilkundlichen Anwendungsmöglichkeiten.

    Nähere Informationen zu meinem neuen Ratgeber-Buch „Heimische Heil- und Vitalpilze“ finden Sie hier:
    https://www.mankau-verlag.de/buecher/alle-buecher/heimische-heilpilze-vitalpilze

    Es ist ab Ende Juli 2020 über den Internetladen des Mankau Verlags (Link siehe vorstehend), ab ca. Anfang August im regulären Buchhandel erhältlich.

    Haben Sie Fragen an mich? Anregungen zum Thema Heil- oder Vitalpilze – oder zu meinem Buch? Erfahrungen, die Sie mit anderen teilen möchten? Dann freue ich mich, hier von Ihnen zu lesen und eröffne hiermit mein Forum!

    Mit herzlichen Grüßen

    Ihre Gerit Fischer

    Mag. Gerit Fischer, Ernährungsökologin
    Hauptstraße 29/3, 3003 Gablitz
    Tel. 0699 11 37 57 11

    #279692
    Busyreader20
    Busyreader20
    Teilnehmer

    Liebe Gerit,

    Vielen Dank für das tolle Buch. Ich selbst bin ein echter Pilz-Liebhaber und habe sehr viel Freude am Lesen des Buchs. Viele tolle Infos und einiges zu lernen !

    LG Harald

    LG Harald

    #279701

    Harkl
    Teilnehmer

    Hallo Gerit,

    Danke für das interessante Buch. Es hat mich sofort in den Bann genommen und ich bin gleich in den Wald-mal sehen was ich finden werde—- und sofort einen großen Schwefelproling gefunden. Er schmeckte wirklich lecker auch meine Nachbarn waren von dem Pilz ebenso begeistert- wollten erst garnicht glauben, das ein Pilz so toll schmecken kann. Danke.

    Mir ist da ein Widerspruch in Deinem Buch augefallen: auf Seite 97 beim flachen Lackporling steht gefährliche Doppelgänger keine  Ungefährliche Doppelgänger Zimtfarbener Weichporling——-auf Seite 147 bei Zinnobertramete   steht gefährliche Doppelgänger  Zimtfarbener Weichporling(tödlich giftig). Für jemanden der dies nicht genau liest kann es dann aber gefährlich werden.

    Herzliche Grüße

    Harry

     

    #279702
    Gerit Fischer
    Gerit Fischer
    Teilnehmer

    Lieber Harald,

    vielen Dank für dein Feedback! Schön, wenn du Interessantes im Buch findest!

    Liebe Grüße & einen schwammerlreichen Herbst!

    Mag. Gerit Fischer, Ernährungsökologin
    Hauptstraße 29/3, 3003 Gablitz
    Tel. 0699 11 37 57 11

    #279703
    Gerit Fischer
    Gerit Fischer
    Teilnehmer

    Hallo, Harry!

    Da muss ich dir leider recht geben, das ist mir ein grober Fehler passiert! Vielen, vielen Dank für den Hinweis, wird bei der nächsten Auflage natürlich korrigiert!! Gottseidank sehen einander die beiden Pilze nur sehr entfernt ähnlich.

    Umso erfreulicher, dass ihr einen Schwefelporling erbeuten konntet, und dass du obendrein auch noch deine Nachbarn begeistern konntest! 😀

    Viel Spaß mit der herbstlichen Pilz-Vielfalt!
    LG Gerit

    Mag. Gerit Fischer, Ernährungsökologin
    Hauptstraße 29/3, 3003 Gablitz
    Tel. 0699 11 37 57 11

    #279712

    Sigillaria
    Teilnehmer

    Zimtfarbener Weichporling

    Wie hier bereits erwähnt, wird bei der Darstellung des Flachen Lackporlings (Ganoderma applanatum) unter Verwechslungsmöglichkeiten auf den Zimtfarbenen Weichporling hingewiesen und dieser als ungefährlich eingestuft.

    Der Pilz gilt inzwischen als tödlich giftig, verantwortlich dafür ist die Polyporsäure. Sie ist in dem Pilz in hohen Konzentrationen enthalten, im Quetschpräparat unter dem Mikroskop sieht man diese Substanz als bräunlich-gelbliche Kristallkrusten auf den Hyphen. Die Einnahme dieses Pilzes verursacht das Polyporsäure-Syndrom.

    Wenn man bei Google den Pilznamen oder Polyporsäure als Suchbegriff eingibt, erhält man reichlich Seiten zum Thema, etwa bei wikipedia:

    Polyporsäure ist verantwortlich für Vergiftungserscheinungen, die nach dem Verzehr des Zimtfarbenen Weichporlings mit einer Latenzzeit von etwa 12 Stunden auftreten. Diese sind durch zentralnervöse Störungen (Seh- und Koordinationsstörungen) und Nierenversagen gekennzeichnet.<sup>[3]</sup> Ein Symptom der Polyporsäure-Vergiftung – auch als Polyporsäure-Syndrom bezeichnet – ist die Violettfärbung des Urins.<sup>[7]</sup>

    https://de.wikipedia.org/wiki/Polypors%C3%A4ure

    Dies ist seit 1992 bekannt, in der Zeitschrift für Mykologie kann man die eindrucksvoll gruseligen  Berichte von Tierversuchen mit Ratten nachlesen, die bei den Ratten zum Tod durch Nierenversagen führten.

    Zeitschrift für Mykologie, Bd 58 (2) 1992, S. 173 – 184

    https://www.dgfm-ev.de/publikationen/zur-biologischen-wirkung-der-polyporsaeure-toxikologische-und-biochemische-bearbeitung-von-zwei-vergiftungsgeschehen-mit-dem-zimtfarbenen-weichporling-hapalopilus-rutilans/download

    Sorry, aber bei aller Sympathie für das Buch – so etwas darf nicht passieren.

    Sicher wird ein Pilzkenner nicht Gefahr laufen, dem Zimtfarbenen Weichporling mit dem Flachen Lackporling zu verwechseln. Ich habe allerdings in zahlreichen von mir durchgeführten Pilzkursen leider feststellen müssen, dass es Menschen gibt die alles mit allem verwechseln. So präsentierte mir  z. B. ein Teilnehmer stolz einen Parasol und sagte, „Das ist  aber endlich mal ein Fliegenpilz“ der Herr sammelte nach eigener Aussage seit Jahren Steinpilze. Das hätte ich nie für möglich gehalten, ich dachte fast jeder kennt den Fliegenpilz auch Illustrationen etc. Ebenso wurde mir ein Grünspanträuschling (Stropharia aeruginosa) als grüner Fliegenpilz präsentiert.

    Wenn man ein Pilzbuch veröffentlicht muss man davon ausgehen, dass dieses auch mykologisch völlig uninformierten Personen genutzt wird und hat daher eine hohe Verantwortung. Einen tödlich giftigen Pilz als ungefährlich einzustufen wird dieser Verantwortung nicht gerecht.

     

     

    #279713

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir sind sehr betroffen, dass im Buch „Heimische Heil- und Vitalpilze“ auf Seite 97 eine falsche und sehr bedenkliche Angabe enthalten ist – auch wenn die Verwechslungsgefahr mit dem genannten Pilz nur gering ist. Dieser Fehler ist umso bedauerlicher für uns, als er trotz der in unserem Hause üblichen aufwändigen Bearbeitung und verschiedener Überprüfungen passiert ist. Wir nehmen ihn nicht auf die leichte Schulter.

    Die Auslieferung des Kompakt-Ratgebers wurde gestern mit sofortiger Wirkung gestoppt, und wir prüfen nun die Möglichkeiten, um bald eine korrigierte Version des Buches auf den Markt zu bringen.

    Wir danken für Ihr Verständnis!

    Mit herzlichen Grüßen

    Raphael Mankau
    Geschäftsführer

    Mankau Verlag GmbH
    Bücher, die den Horizont erweitern ...
    Reschstraße 2, D-82418 Murnau a. Staffelsee
    E-Post: kontakt@mankau-verlag.de
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    Diskussionsforum: www.mankau-verlag.de/forum/

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    #279714

    Sigillaria
    Teilnehmer

    Vielen Dank für Ihre rasche Reaktion, sie ist die einzig vernünftige.

    Ganz kurz zu meiner Person: Ich bin ausgebildeter Pilzsachverständiger und stand ca. 15 Jahre auf den Telefonlisten der Giftnotrufzentralen.

    Das Gemeine an den Zimtfarbenen Weichporling wie auch an vielen der anderen der tödlich giftigen Pilze ( z. B. den amatoxinhaltigen Pilzen der Gattungen Amanita (Knollenblätterpilze)   der Gattung Lepiota (diverse Schirmlingsarten) oder Galerina (z. B. Nadelholzhäubling), ist die lange Latenzzeit (Zeit bis zum Auftreten der ersten Symptome). Beim Zimtfarbenen Weichporling ca. 12 Stunden. Dann ist eine primäre Giftentfernung aus dem Verdauungstrakt (Erbrechen, Magen- u. Darmspülung) kaum noch wirkungsvoll und oft ein irreparabler Schaden eingetreten. Dieser führt trotz besser gewordener Therapiemöglichkeiten signifikant häufig zum Tode. Das Übelste in dieser Hinsicht ist übrigens der Orangefuchsige Schleierling (Cortinarius orellanus) mit einer Latenzzeit von 10 – 17 Tagen, dann sind die Nieren hinüber. Wenn man überlebt, ist man dialysepflichtig und hofft auf eine Spenderniere.

    Porlinge enthalten viele medizinisch sehr wirksame Arten, und sind oft eine nebenwirkungsarme Alternative zu chemischen Präparaten, über giftige Arten Porlingsarten ist aber kaum etwas bekannt.

    Giftpilze werden meist dadurch entdeckt, dass jemand sie verzehrt und dann Symptome entwickelt (so auch geschehen beim Zimtfarbenen Weichporling). Da aber Porlinge in der Regel nicht oder kaum verzehrt werden, wissen wir darüber noch nicht viel. Das macht  das Sammeln einheimischer Arten für Personen mit geringen Pilzkenntnissen riskant. Ich nutze selbst regelmäßig Vitalpilze, sehe aber im gegenwärtigen Vitalpilzboom auch ein Risiko, wenn man nicht wirklich gut untersuchte Arten konsumiert. Vor allem, wenn man selber sammelt. Das drohende Verbot der Vitalpilze aufgrund der Novel Food Regulation (besonders engagiert sind da übrigens die Grünen namentlich Frau Künast) dürfte viele dazu verleiten, sich selbst in den Wäldern auf die Suche zu machen. Wenn sie sich nicht wirklich gut auskennen ist das in meinen Augen ein Risiko. Makaber aber wahr: Leider lernen wir nur so neue Giftpilze kennen.

    Die Polyporsäure im Zimtfarbenen Weichporling ist übrigens aufgrund der Farbreaktion (Pilz färbt sich mit Kalilauge violett) und der deutlichen Sichtbarkeit der Kristalle unter dem Mikroskop seit langer Zeit bekannt. Dass sie tödlich giftig ist, weiß man erst seit dem Verzehr.

    #279716

    Leseratte1991
    Teilnehmer

    Ich finde es sehr toll, dass hier so aufmerksame Mitglieder im Forum versammelt sind und dass der Fehler entdeckt wurde. Fehler können passieren, aber ich finde auch die Reaktion, dass die Auslieferung des Buches gestoppt wurde, die einzig richtige. Man weiß nie auf was für Gedanken der Laie kommt, sei die Verwechslungsgefahr noch so klein, und man möchte auch niemanden in unnötige Gefahr bringen.

    #279727

    Liebe Leserinnen und Leser,

    nun möchte ich Sie noch kurz auf den aktuellen Stand bringen: Die Auslieferung des Kompakt-Ratgebers „Heimische Heil- und Vitalpilze“ ist gestern wieder angelaufen. Das gesamte Buch wurde vorher nochmals überprüft, es sind – wie erwartet – keine anderen Fehler enthalten. Die entsprechende Stelle auf Seite 97 wurde mit einem permanenten Aufkleber überklebt, der die korrekten Informationen beinhaltet.

    Das E-Book wird derzeit noch überarbeitet und sollte in wenigen Tagen wieder erhältlich sein.

    Parallel dazu haben wir eine Rückrufaktion an den Handel durchgeführt, die dieser Tage läuft.

    Wir haben somit das aus unserer Sicht Notwendige und Machbare getan und wünschen diesem ansonsten ja wunderbaren und wertvollen Kompakt-Ratgeber noch viel Erfolg und gute Verbreitung!

    Mit herzlichen Grüßen

    Raphael Mankau
    Geschäftsführer

    Mankau Verlag GmbH
    Bücher, die den Horizont erweitern ...
    Reschstraße 2, D-82418 Murnau a. Staffelsee
    E-Post: kontakt@mankau-verlag.de
    Im Netz: www.mankau-verlag.de
    Diskussionsforum: www.mankau-verlag.de/forum/

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    #279732
    Gerit Fischer
    Gerit Fischer
    Teilnehmer

    Liebe Leserinnen und Leser,
    nun möchte ich mich auch endlich zu Wort melden. Meine spontane Reaktion auf den freundlichen Hinweis von Harry fand ich selbst im Nachhinein ziemlich unpassend. Nachdem die Botschaft bei mir richtig eingesunken war, hätte ich nicht mehr so reagiert.

    Jetzt möchte ich allen, die mein Buch gekauft haben, für ihr Interesse und ihr Vertrauen danken und – hier schließe ich mich Raphael Mankau an – versichern, dass das Buch mit großer Sorgfalt geschrieben und produziert wurde und im Zuge der Überprüfung noch einmal in puncto Giftigkeit genau kontrolliert wurde. Bei dieser neuerlichen Durchsicht stellte sich heraus, dass die Einstufung eigentlich recht vorsichtig ausgefallen ist: Unter den „gefährlichen Doppelgängern“ finden sich viele, deren Gefährlichkeit sich meistens (das Zauberwort in der Biologie) auf vorübergehende Verdauungsstörungen beschränkt.

    Einzig beim Flachen Lackporling hatte sich der Zimtfarbene Weichporling (der beim Schwefelporling und bei der Zinnobertramete korrekt als gefährlich angeführt ist), der ausgerechnet ein richtig gefährlicher ist, unbemerkt unter die falsche Überschrift verirrt. Ich bin den aufmerksamen Lesenden, insbesondere Sigillaria, aufrichtig dankbar für das Engagement und die sehr rasche Reaktion!!

    Auch Herrn Mankau und seinem tollen Team möchte ich danken: für ihre guten Nerven und das beherzte Vorgehen. Nur durch Ihre Kompromisslosigkeit kann ich mein neues Buch, an dem mir die Freude erstmal vergangen war, wieder guten Gewissens empfehlen! Dieses kleine Buch ist mir persönlich sehr wichtig, ein echtes Herzensprojekt. Ich nehme es oft in die Hand und mache mir Gedanken und Notizen.

    Jetzt bleibt mir nur noch, euch allen einen schönen Herbst zu wünschen, mit vielen Gelegenheiten zum Einstieg in die Welt der heilenden Pilze! Und das Beste daran: Wir müssen nicht traurig sein, wenn die Pilzsaison vorbei geht, denn Pilze für die Hausapotheke gibt es immer. 🙂

    Herzliche & herbstliche Grüße!

    Mag. Gerit Fischer, Ernährungsökologin
    Hauptstraße 29/3, 3003 Gablitz
    Tel. 0699 11 37 57 11

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