Klebsiella pneumoniae und Cryptolepis

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Dieses Thema enthält 9 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Fuhrsand 18.03.2019 um 17:09.

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  • #170004

    rubinchen
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Dr. Wormer!

    In ihrem Buch „Grüne Antibiotika“ habe ich die Tipps zur Bekämpfung von Klebsiella pneumoniae in der Harnblase entdeckt.
    Meine Tante hat diesen Keim, der bei ihr multiresistent geworden ist und eine ständige Blasenentzündung mit Krämpfen, Blut etc.verursacht… Sämtliche Antibiotika inkl. Meropenem haben nicht angeschlagen. Wir haben erstmal die Wacholderbeeren-Bidens-Tinkturen bestellt, aufgrund des hohen Alkoholgehaltes bekommt die Tante Bauchschmerzen und möchte das Ganze in Wasser verdünnt einnehmen.
    Nun die Frage: Wirken die Tinkturen dann trotzdem? Ändert sich etwas an der Dosierung? Das gleiche möchte sie auch mit den Cryptolepis-Berberin-Tinkturen machen,auf die wir Hoffnung setzen…

    Danke für Ihre Antwort,

    Rubinchen

    #226545

    Sehr geehrtes Rubinchen,

    vielen Dank für Ihre Anfrage. Beide Tinkturen sind zur Behandlung einer resistenten Harnwegsinfektion geeignet. Wacholderbeeren-Bidens wirkt von außen (lokal) und Cryptolepis-Berberin von innen (systemisch).

    Sie können die Tinkturen jederzeit mit ein wenig Wasser verdünnt einnehmen. Das schmälert die Wirkung nicht. Je nach Schwere der Erkrankung können die Mittel drei bis sechs Mal pro Tag angewendet werden.

    Ich denke, es sollte helfen.

    mit den besten Grüßen
    Eberhard J. Wormer

    #226549

    rubinchen
    Teilnehmer

    Vielen Dank, Herr Dr. Wormer!

    #226561

    rubinchen
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Dr. Wormer,

    die Cryptolepis und Berberintinkturen sind heute bei meiner Tante eingetroffen und sie hat doch noch einige Fragen dazu…

    Darf man parallel die Wacholderbeeren-Bidens-Tinkturen und die Cr.-Berb.-Tinkturen nehmen? Oder erst die eine zu Ende nehmen und dann mit der anderen anfangen?

    Genau die gleiche Frage auch bzgl. Antibiotika, verträgt sich das mit den Tinkturen oder erstmal warten, bis man kein Antibiotikum mehr nimmt?

    Wie lange sollte man die Tinkturen nehmen? Gibt es eine Beschränkung? Wie lange noch nach Abklingen der Beschwerden?

    Wir wären Ihnen für die Antworten sehr dankbar!!!

    Mit freundlichem Gruß
    Rubinchen

    #226565

    Sehr geehrtes Rubinchen,

    gegen die gleichzeitige Anwendung der Tinkturen spricht nichts. Zusammen mit Antibiotika würde ich die pflanzlichen Mittel jetzt nicht einsetzen. Die Anwendungsdauer ist individuell unterschiedlich. Beschränkungen der Therapieempfehlung sind nicht bekannt. Falls die beschwerden nachlassen und eine Genesung eintritt, können Sie die Therapie noch 3-4 Tage weiterführen. Die Tinkturen sind für die Akuttherapie gedacht und keine Vorbeugungsbehandlung.

    Ansonsten gilt die Empfehlung von Buhner (Pflanzliche Antibiotika, S 83/84):

    Bei Harnwegsinfektion:Wacholderbeeren-Bidens-Tinktur (1:2): 30 Tropfen, drei- bis sechsmal ta?glich; und Cryptolepis-Berberin-Tinktur (1:1): 1 TL, dreimal ta?glich.

    Danke und alles Gute
    Eberhard J. Wormer

    #279109

    ANGSusanne
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Dr. Wormer,

    wo bekommt man diese Tinkturen?

    Bei Harnwegsinfektion:Wacholderbeeren-Bidens-Tinktur (1:2): 30 Tropfen, drei- bis sechsmal ta?glich; und Cryptolepis-Berberin-Tinktur (1:1): 1 TL, dreimal ta?glich.

    Viele Grüße

    Susanne.A

    #279113

    <span class=“url“>https://www.kraeuterschulte.de/</span&gt;

    mit Dank und den besten Grüßen

    Eberhard J. Wormer

     

    #279290

    Fuhrsand
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Dr.Wormer,

    mit großem Interesse habe ich in Ihrem Buch über das Thema Harnwegsinfekte durch Klebsiella und deren Behandlung mit Cryptolepis/ Berberin gelesen.

    Nach jahrelangen Beschwerden, welche zunächst mit verschieden Antibiotiken behbehandelt wurden. An den Beschwerden änderte sich nichts. Seitdem muss ich dauerhaft 3×4 Tabletten Angocin täglich einnehmen, damit ich beschwerdefrei bin.

    Dies ist zur Zeit nun leider trotz dieser Dosis beeinträchtigt, da ich aktuell das Pfeiffersche Drüsenfieber/Epstein-Barr-Viren habe. Anscheinend ist das Immunsystem anderweitig stark gefordert, so dass sich die Klebsiellen in der Blase stärker bemerkbar machen.

    Meine Frage daher an Sie:

    Müssen es für die Einahme entsprechende Tinkturen sein oder kann man alternativ folgende Produkte verwenden? 1. Cryptolepis Tropfen, PZN 15230875 und 2. Diaberin Berberinextrakt, PZN 15245718

     

    In welcher Dosierung sollte man diese Produkte zu sich nehmen?

    Bezüglich der Tinkturen habe ich nur die Cryptolepistinktur gefunden. Wo erhalte ich die Berberintinktur und was bedeutet (1:1) ? in der Dosierung 1 TL 3x Tag?

     

    Können Sie unterstützend noch etwas gegen die Epstein-Barr-Viren empfehlen?

     

    Ich danke Ihnen sehr herzlich für die Beantwortung meiner Anfrage.

    Beste Grüße

     

     

     

    #279297

    Sehr geehrter Fragesteller Fuhrsand,

    Mit Interesse habe ich Ihre Anfrage gelesen. Zunächst möchte ich anmerken, dass die aktuelle Leistungsfähigkeit Ihres Immunsystems Anlass zu Hoffnung gibt.

    Klebsiella-Resistenzen sind bekannt und nehmen zu. Deshalb werden weitere Antibiotika-Kuren höchstwahrscheinlich versagen.

    Sie können an zwei Fronten aktiv werden:

    1. Immunsystem/Abwehr stärken

    Die geschilderte Problematik lässt den Schluss zu, dass Ihr Immunsystem nicht ausreichend fähig ist, die Balance von guten/„bösen“ Mikroorganismen-Mitbewohnern aufrechtzuerhalten. Deshalb schlage ich eine Booster-Kur vor:

    • 7000-8000 IE Vitamin D3 pro Tag („Depotpräparate“ sind kontraproduktiv!!)

    • 2–5 Gramm Vitamin C, täglich/jeden zweiten Tag, am besten liposomales Vitamin C. Sie können es fertig erwerben (nicht ganz billig) oder selbst herstellen. Wie das geht, steht in meinem aktuellen Buch: https://www.amazon.de/Zaubertrank-liposomal-verkapseltes-Vitamin-C/dp/3864455723/ref=sr_1_fkmrnull_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Zaubertrank+Vitamin+C&qid=1552845101&s=gateway&sr=8-1-fkmrnull

    Beides ist absolut ungiftig und ohne Nebenwirkungen (körpereigene Stoffe!)

    2. Keime gezielt bekämpfen. Dass Senf (Angocin) wirksam ist, weist darauf hin, dass man optimistisch sein kann.

    • Cryptolepis: Meine Kenntnisse beziehen sich auf die Tinktur, das sind vermutlich die von Ihnen genannten PZN. Was und wie diese Mittel zu bewerten sind sind, weiß ich natürlich nicht. Ich rate dazu, sich mit http://www.kraeuterschulte.de in Verbindung zu setzen und zu Cryptolepis beraten zu lassen. Dort sagt man Ihnen, was es zur Tinktur zu sagen gibt. Cryptolepis ist ein systemisch wirksames Antibiotikakraut.

    Die von Buhner empfohlene Tinktur: 1:5, 60 % Alkohol: 20 bis 40 Tropfen bis zu viermal täglich.

    1:1 bezieht sich auf das Mischungsverhältnis: 1 Teil Extrakt + 1 Teil Flüssigkeit

    • Berberin: Das gibt es auch als Kapseln. Dagegen spricht nichts. Dosierung 1–2 Kapseln, bis zu vier Mal täglich – empfiehlt Buhner. Berberin ist ein lokal wirksames Antibiotikakraut, also genau das richtige bei Harnwegsinfektion.

    Wenn Sie sich selbst informieren möchten. Das ist das derzeit amtliche Werk: https://www.amazon.de/Pflanzliche-Antibiotika-Alternativen-Infektionen-Krankenhauskeime/dp/3946245005/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=15LW6RHIBN75X&keywords=pflanzliche+antibiotika+buhner&qid=1552845950&s=gateway&sprefix=Pflanzliche+Antibi%2Caps%2C155&sr=8-1

    Die Schulmedizin wird Ihnen (mit Antibiotika) nicht weiterhelfen können. Meine Vorschläge hier sind in Unkenntnis Ihrer Patientensituation rein informativ und keine ärztliche Beratung.

    Wir sind in solchen Fällen aufgerufen, selbst aktiv zu werden. Meiner Ansicht nach stehen die Chancen gut, dass Sie die Infektionsproblematik in den Griff bekommen werden.

    Nicht vergessen: Die Heilung wird durch Ihr Immunsystem bewerkstelligt! Naturstoffe unterstützen die Heilung.

    mit den besten Grüßen

     

     

     

     

    #279298

    Fuhrsand
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Dr. Wormer,

    herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Anfrage und die zahlreichen Tipps.

    Ich habe lange Zeit unter ärztlicher Aufsicht meinen Vitamin D-Spiegel von 17 auf 60 angehoben (Einnahme Dekristol 20000 i.E. 2x Woche). Jedoch habe ich derzeit diese Einnahme ausgesetzt, da ich gelesen hatte, dass Vitamin D bei Epstein Barr Viren immunsuppressiv wirken könnte.

    Wie ist Ihre Einschätzung diesbezüglich?

    Ich bin 74 Jahre alt und habe eine altersgemäße leichte Niereninsuffizienz und Vorhofflimmern. Ist die hohe Dosierung liposomales Vitamin C dann auch unbedenklich?

    Gibt es noch ein pflanzliches Mittel, welches antiviral hinsichtlich der Epstein-Barr-Viren wirkt? Die Beschwerden ziehen sich nun auch schon eine Zeitlang und ich habe den Eindruck, dass die Viren immer noch nicht komplett verschwunden sind.

     

    Ich danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Antwort und die damit verbundene Mühe und Zeit.

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