Lebensglück

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dr. Günter Harnisch Dr. Günter Harnisch 16.09.2014 um 7:03.

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  • #169466

    olli2308
    Teilnehmer

    Lieber Herr Harnisch,
    danke für die vielen Anregungen in ihrem Buch „Endlich gut drauf“. Am besten gefallen haben mir die Anregungen zum Thema „Sich glücklich denken“ und das Kapitel „Stress verhindert Glück“. In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine aktuelle (und meiner Meinung nach sehr gute) Studie zum Lebensglück des „Coca-Cola Happiness-Institus“ (ja, das gibt es wirklich) aufmerksam machen. 11 Experten aus allen Wissenschaftsgebieten haben sich auf folgende 10 Glücksfaktoren geeinigt:

    1. Sei du selbst! Wer weiß, wer er ist, was er will und was ihm wichtig ist, ist schon ganz nah dran. Orientiere dich nicht an anderen, sondern definiere selbst die großen und kleinen Ziele – und behalte sie im Auge. So bleibst du authentisch – und das macht lebensfroh!
    2. Entscheide dich. Ich will alles – und noch viel mehr! Dann entscheide dich. Wer nach Selbstverwirklichung strebt, muss lernen, die richtige Wahl zu treffen – und dabei zu bleiben. Die Angst, etwas zu verpassen, gehört dann der Vergangenheit an.
    3. We are Framily. Wir suchen heute freier und bewusster nach Gleichgesinnten – in der Familie und im Freundeskreis. So entsteht die „Framily“ aus Friends und Family. Die gefühlte Familie ist dort, wo Liebe, Fürsorge und echtes Interesse sind.
    4. Mein Kollege, mein Freund. Den Job wollen wir nicht als Pflichterfüllung begreifen, sondern als Qualitytime. Unternehmen wählen wir nach ihren Werten aus und verbringen Zeit mit Menschen, die wir mögen. Die Arbeit wird als motivierend und sinnstiftend empfunden und ist so ein Schlüssel zu mehr Lebensfreude.
    5. Perspektive wechseln! Raus aus dem eigenen Rahmen, rein ins „Reframing“. So nennen Fachleute die Methode, Dinge in einem anderen Licht zu betrachten. Wer die Perspektive wechselt, kann gelassener und selbstbewusst zum Ziel gelangen.
    6. Fehler machen! Wer Neues wagt, darf keine Angst vor Fehlern haben. Karrieren und Lebenswege sind heute nicht mehr gradlinig, sondern von „Trial and Error“ geprägt. Nur wer sich Fehler zugesteht, kann aus ihnen lernen.
    7. Gegenüber geht vor Display! Viele von uns haben mehr Follower als Freunde und verbringen mehr Zeit mit dem Verabreden als mit dem Treffen. Wenn wir Freunde sehen, ist der Blick aufs Handy ein No-go. Konzentration und Achtsamkeit machen glücklich.
    8. Raus aus dem Freizeit-Stress! Freizeit bedeutet „freie Zeit“. Klingt banal, ist es aber nicht. Freizeitgestaltung wird oft mit Selbstoptimierung verwechselt. Aus dem Joggen wird ein Training für einen Marathon. Experten empfehlen: Finden Sie eine Balance zwischen Aktivität und Regeneration. Planen Sie Zeit ein für pures Nichtstun.
    9. Einfach mal zufrieden sein. Obwohl es uns immer besser geht, werden wir unzufriedener. Mit der Vielfalt der Möglichkeiten steigen die Ansprüche, das führt uns geradewegs ins Prinzessin-auf-der-Erbse-Syndrom. Aber: Zufriedenheit ist die Königsdisziplin der Lebensfreude.
    10. Loslassen! Diese Fähigkeit hat eine entscheidende Bedeutung für unsere Lebensfreude und ist manchmal gar nicht so einfach: Lernen wir neu, uns treiben lassen, Gelassenheit zu üben und in der Gegenwart zu leben!

    In diesem Sinne chillige Grüße
    Oliver Bartsch

    #213348

    Lieber Herr Bartsch,
    danke für Ihren sehr interessanten Beitrag mit dem 10-Punkte-Programm – ausgerechnet aus der völlig unerwarteten Richtung von Coca Cola! Das Programm enthält uralte wertvolle Regeln aus der buddhistischen Philosphie, auf die sich unsere moderne westlichen Gesellschaft glücklicherweise wieder besinnt. Doch in dem Programm sind auch ganz neue Gedanken enthalten, die helfen können, sich ohne übertriebenen Ehrgeiz im Berufsleben dennoch den eigenen Fähigkeiten entsprechend zu entfalten. Vor allem aber lohnt es sich, angesichts der Auflösung herkömmlicher Familienstrukturen über die Funktionen und Chancen für Framily, diese offene Mischform aus Familie, Partnerschaft und Freunden, nachzudenken. Das ist ein Thema für die Zukunft, das ich sehr gern noch auf den Weg bringen würde… Für Impulse dazu bin ich Ihnen besonders dankbar.
    Mit herzlichen Grüßen
    Günter Harnisch

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