Mit den Augen der Gräfin Berta von Boll

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Leseratte1991 16.09.2020 um 16:14.

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    Barbara Reik
    Barbara Reik
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    Seit einigen Jahren schlüpfe ich jedes Jahr am 3. Oktober in die Rolle der Gräfin Berta von Boll, einer Tante des legendären Stauferkaisers Friedrich Barbarossa.  Die Dame wieder auferstehen ließ der Gewerbe – und Handelsverein Bad Boll.  Normalerweise stehe ich einen Tag lang Rede und Antwort zum Leben dieser interessanten Gräfin, mit der das Schicksal nicht eben zimperlich umgesprungen ist. Doch anstatt sich voller Groll und Trauer von der Welt zurückzuziehen, beschenkte Gräfin Berta ihre Untertanen jährlich mit der gleichen Brotspende und stiftete eine Kirche, die aus den Steinen ihres Witwensitzes erbaut worden sein soll. Corona bedingt geht die Staufische Dame 2020 neue Wege: Da ich am Festtag nicht persönlich in Bad Boll vor Ort die vielen Gäste begrüßen darf, wird die Gräfin  ab dem 3. Oktober auf der Internetseite: http://www.berta-tag-woche.de zu sehen sein. Neben einem Segensspruch gibt es auch noch ein interessantes Interview, das Pfarrer Schart in der Stiftskirche mit der Spenderin macht. Natürlich gibt es nicht nur einen Rückblick, sondern auch einen Ausblick auf die Veranstaltungen in der Berta Woche.

    Neu ist Bertas Aktion beim Projekt: Gemeinsam weiterkommen. Die Initiative schickte die Gräfin mitten in das belebte und befahrene Ortszentrum. Wie die Dame aus dem Mittelalter mit Auto, Bus, Fahrrad und Lastenkutsche zurechtkam, ist dann auf der Homepage der Berta-Tag-Woche durchaus einen Klick wert. Es war für mich eine spannende Erfahrung, unser „modernes “Leben aus der Sicht einer anderen Epoche zu sehen: Dass es 2020 vollkommen normal ist,  dass es  auf der Straße mehr Platz für „Kutschen“ als für Menschen gibt, dass die Menschen sich die Mühe machen, die Kutschen selber lenken und nur die „Bus- Kutsche“ einen Kutscher hat, dass die Menschen den Gestank auf der Kutschen ohne zu schimpfen einatmen….Ein kleiner Tipp für alle: Schaut Euch mal das, was für uns „normal“ ist, so an, als würdet Ihr es zum ersten Mal sehen und erleben- Und dann zieht Eure Schlüsse draus.

    Liebe Grüße und bleibt in Bewegung!

    Eure Barbara

     

     

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    #279722

    Leseratte1991
    Teilnehmer

    Das ist ein sehr interessantes Projekt. Die Menschen von früher würden sich bestimmt oft fragen, was wir hier im 21. Jahrhundert eigentlich so treiben. Leider hinterfragen wir heutzutage viel zu selten unsere Bräuche und Gewohnheiten. Wir akzeptieren einfach was die „Norm“ ist. Hoffentlich regt diese Aktion zum Hinterfragen und Nachdenken an!

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