Moringa

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dr. Günter Harnisch Dr. Günter Harnisch 02.02.2015 um 15:56.

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  • #169589

    olli2308
    Teilnehmer

    Lieber Herr Harnisch,
    mit Interesse habe ich Ihr Buch über die Wunderpflanze „Moringa“ gelesen. Als ich mich in meiner örtlichen Apotheke darüber schlau machen wollte, erfuhr ich zu meiner Überraschung, dass Moringa dort nicht vertrieben würde, es aber sehr gute deutsche Heilpflanzen geben würde, die genauso gut wirken und eine bessere Ökobilanz hätten. Mir wurde „Angocin“ angeboten. Das sei auch rein pflanzlich, enthalte Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel und wirke genauso wie Moringa, nämlich antibakteriell. Wie stehen Sie zu der Aussage der Apothekerin, insbesondere zu dem Argument, man solle auf deutsche Erzeugnisse zurückgreifen?

    herzliche Grüße
    Oliver

    #219561

    Lieber Oliver,
    danke für Ihr Interesse an Moringa und für Ihren Beitrag, zu dem ich gern Stellung nehmen will.
    Moringa gilt bei uns in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel und wird deshalb nicht in Apotheken geführt. Man bekommt es eher in Reformhäusern und vor allem im Internet-Versandhandel. Dass Kapuzinerkresse oder Meerettichwurzel antibakterielle Wirkung haben, trifft zu. Oregano und anderen Kräutern wird ebenfalls antibakterielle Wirkung zuerkannt. Das Thema „natürliche Antibiotika“ erhält mit Recht derzeit Aufmerksamkeit, auch in der Forschung, da inzwischen immer öfter Bakterien gegen chemisch hergestellte Antibiotika resistent sind. Doch von keiner dieser Pflanzen ist mir bislang bekannt geworden, dass sie Schmutzwasser reinigen kann und nachweislich derart viele Vitamine und Vitalstoffe enthält wie Moringa. Warum die hierzulande wachsenden Heilpflanzen eine bessere Ökobilanz haben sollen als Moringa, kann ich nicht nachvollziehen. Gerade Moringa ist doch besonders geeignet, die Ökobilanz der subtropischen und tropischen Länder entscheidend zu verbessern, weil die Pflanze extrem niedrige Ansprüche an Bodenbeschaffenheit und Niederschlagsmengen stellt. Gerade sie hat, wie keine andere Pflanze sonst, das Potential, entscheidende Hilfe zur Beseitigung der Ernährungsprobleme in Afrika und Südamerika zu leisten.
    Herzliche Grüße
    Günter Harnisch

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