Tragant bei chronischer Borreliose und Co-Infektionen

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  ulrike 06.05.2017 um 11:27.

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  • #169937

    ulrike
    Teilnehmer

    Hallo Dr. Wormer,
    ich habe sowohl in Ihrem Buch „Grüne Antibiotika“ als auch in Herrn Buhners englischer Ausgabe und der deutschen wiederholt gelesen, dass man Tragant nicht bei chron. Borreliose (also im 3. Stadium der Erkrankung) einnehmen soll.Aber warum nicht? Es ist doch in vielerlei Hinsicht ein sehr potentes Mittel…!
    Desweiteren wäre es hilfreich für mich zu wissen, warum Artemisinin nur eher kurzzeitig angewandt werden sollte bei chron. Borreliose oder den Co-Infektionen?
    Gibt es pflanzliche Antibiotika, die SIE bei chron. Borreliose favorisieren??
    Wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Zeit fänden, mir dazu zu antworten!
    Und auch vielen Dank für das super Buch!! Solche Werke sind in Zeiten von MRSA und versagender Schulmedizin sehr, sehr wichtig!!
    Beste Grüße,
    Ulrike

    #226072

    Hallo Ulrike

    Stephen Buhner beantwortet Ihre Fragen folgendermaßen:

    Tragant bei chronischer Borreliose: Bei chronischer Borreliose können hohe Tragant-Dosierungen, ich betone können, ein Aufflammen der Entzündung fördern. Tragant stimuliert die Produktion einiger Zytokine, die auch Lyme-Bakterien produzieren, was die Beschwerden verschlimmern kann (falls hochdosiert). Dennoch scheinen kleine Tragant-Dosierungen zusammen mit zahlreichen anderen Kräutern (wie in einigen TCM-Präparaten) keine unerwünschten Wirkungen auszulösen.

    Artemisinin bei chronischer Borreliose: Ich denke Cryptolepis ist das bessere und vergleichbar wirksame Kraut. Artemisinin ähnelt als pflanzlicher Einzelstoffextrakt eher einem Arzneimittel. Langfristig können schädliche Wirkungen am zentralen Nervensystem verursacht werden. Cryptolepis kann jahrelang eingenommen werden – in Afrika übliche Praxis.

    Borreliose-Kräuter: Das gesamte Therapieprotokoll ist in der zweiten Ausgabe von Healing Lyme enthalten, die derzeit ins Deutsche übersetzt wird und im Herbst bei Herba-Press erscheinen wird. Die Einzelheiten sind zu komplex für einen Forenbeitrag. Die wichtigsten Borreliose-Kräuter sind Japanischer Staudenknöterich (Wurzel), Katzenkralle (Rinde) und Kalmegh. Es gibt aber zahlreiche weitere Kräuter und Supplemente zur Behandlung, je nach Krankheitsbild.

    mit den besten Grüßen
    Eberhard J Wormer, Stephen Harrod Buhner

    #226073

    ulrike
    Teilnehmer

    Besten Dank, Dr. Wormer!
    Noch dazu bitte: ab welcher Dosierung in mg/Tag fangen HOHE Tragant Dosierungen an und liegt es nur an der Höhe der Dosis oder auch wie lange man Tragant einnimmt (das also das Aufflammen von Entzündungen fördern können)?
    Sehr herzlichen Dank nochmal und beste Grüße!
    Ulrike

    #226074

    Hallo Ulrike,

    Als hohe Tragant-Dosierungen würde ich mehr als 50 Tropfen Tinktur, viermal täglich, sowie mehr als 5 TL Pulver täglich bezeichnen.

    Die Frage der Entzündungsaktivierung kann nicht beantwortet werden. Hier gilt: Bislang sind keine relevanten Nebenwirkungen bekannt. Das Heilkraut ist sehr gut vertra?glich, auch bei regelma?ßiger oder hochdosierter Anwendung.

    Sie müssen demnach auch bei chronischer Borreliose nichts Schlimmes fürchten. Wie von Buhner bemerkt handelt es sich um ein „kann“-Phänomen. Entscheidend ist immer die individuelle Verträglichkeit. Noch sicherer ist die Tragant-Anwendung in Verbindung mit weiteren Kräutern. Das wird dann im neuen Borreliose-Buch von Herba Press erläutert werden. Ich bitte um Geduld.

    mit den besten Grüßen
    Eberhard J Wormer

    #226075

    ulrike
    Teilnehmer

    Besten Dank, Dr. Wormer und schönes WE!
    Ulrike

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