Vitamin D – Blutwerte

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  bernhard-weckherlin 30.03.2012 um 13:04.

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  • #168589

    sunshine
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Prof. Spitz,
    ich nehme seit einiger Zeit täglich 2000 I.E. Vitamin D ein, da ich vor zwei Jahren an Brustkrebs erkrankt bin.
    Nun habe ich meine Vitamin D – Werte im Blut messen lassen und da wurde – entgegen Ihrer Empfehlung – nicht nur die inaktive Vorstufe Vit D 25, sondern auch die aktive Form 1,25-OH-Vit D untersucht (vermutlich, weil ich privat versichert bin 🙂 )
    Das Ergebnis verwirrt mich etwas: Vit D 25 liegt bei 62 nmol/l, was ja in etwa 25 ng/ml entspricht und damit nicht gerade besonders hoch ist. Das 1,25-OH-Vit D hingegen liegt bei 72,2 ng/l, was laut meinem Labor bereits oberhalb des Referenzbereiches liegt, der hier von 20 – 67 ng/l angesetzt wird. Meine Hausärztin fand diese Werte auch recht überraschend und wusste keinen rechten Rat.
    Da ich , besonders nach meiner Erkrankung, alles richtig machen möchte, bin ich nun verunsichert, mit wie viel Vitamin D ich weitermachen soll. Da ja auch laut einer Statistik in ihrem Buch die Wahrscheinlichkeit u.a. für bösartige Hirntumore bei einer starken Anhebung des Vitamin-D-Spiegels steigt, weiß ich nicht, oab ich den 1,25-OH-Vit D hier nun weiter so in die Höhe treiben soll.
    Über eine Empfehlung von Ihnen wäre ich sehr dankbar!
    Liebe Grüße,
    sunshine

    #176991

    Hallo sunshine!

    Du schreibst u.a.: „Das 1,25-OH-Vit D hingegen liegt bei 72,2 ng/l“.

    72,2 ng/l sind doch deutlich weniger als 25 ng/ml, also insoweit besteht keine Gefahr!

    #176998

    Sehr geehrte sunshine,sehr geehrter Herr Weckherlin,
    da steckt halt der Teufel im Detail und die ganze Diskussion ist so überflüssig wie ein Kropf! Denn das Labor hat wider besseres Wissen und unnötiger Weise das aktive Vitamin D bestimmt!
    Die Verwirrung ist vorprogrammiert, da genau diese Situation typischerweise immer wieder auftritt: bei relativ niedrigem Spiegel der inaktiven Vorstufe versucht der Körper diesen relativen Mangel auszugleichen, indem er etwas vermehrt aktives Vitamin D bildet. Der gewünschte Erfolg muss jedoch ausbleiben, da die meisten Zellen die Vorstufe benötigen, aus der sie dann selbst das aktive Vitamin D erst bilden!
    Die Anmerkung von Herrn Weckherlin ist richtig und falsch zugleich: es kommt nicht auf die absoluten Werte an bei diesen beiden Substanzen sondern auf die Normalwert oder Referenzwerte, die für jede Substanz im Blut unterschiedlich und typischerweise für die aktiven Hormonfraktionen immer deutlich niedriger sind als für die Vorstufen.
    Nochmals ganz konkret: der (geringfügig) erhöht gemessene aktive Hormonspiegel ist eine Kompensationsreaktion des Körpers und hat in diesem Zusammenhang keinen Krankheitswert!

    Ich kann nur empfehlen, die nicht angeforderte Bestimmung des aktiven Vitamin D dem Labor nicht zu bezahlen! Nur wenn die Patienten konsequent so handeln, werden die Labors mit dieser für sie lukrativen, für die Patienten jedoch fatalen Unsitte aufhören!

    Doch nun konkret zu Ihrem relativ niedrigen Wert: dieser verwundert mich nicht, da Sie ja lediglich 2000 Einheiten pro Tag einnehmen, jedoch 4000 benötigen! Und jetzt im Winter haben sie keinerlei Chancen, zusätzlich in der Haut Vitamin D zu bilden – es sei denn Sie fahren in ein sonniges Urlaubsland!

    Eine letzte Anmerkung zu den Hirntumoren: Hier habe ich in meinem Buch auf Seite 69 ganz klar gesagt, dass diese Ergebnisse widersprüchlich waren, da die zugrundelege den Statistiken nicht signifikan waren (ersichtlich an der Länge des Querbalkens).
    Mit freundlichen Grüßen,

    Prof. Spitz

    #178796

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Spitz,

    wie von Ihnen in Ihren Büchern empfohlen, habe ich im Januar und Februar 2011 ca. 220.000 IE Vitamin D3 (Cholecalciferol) in Form von Vigantoletten 1.000 IE eingenommen. Eine Laboruntersuchung am 03.03.2011 ergab eine 25-Hydroxy-Vitamin D3 Konzentration von 47 ng/ml, also ziemlich genau in der Mitte des Referenzbereichs (des Labors) von 20-70 ng/ml. So „fit“ bin ich schon lange nicht mehr durch einen Winter gekommen…

    Herzlichen Dank dafür an Sie und Ihre Mitstreiter!

    #178864

    Sehr geehrter Herr Weckherlin,
    es freut mich, dass Sie solch eine exakte Punktlandung gemacht haben! Wie die neuesten Untersuchungsergebnisse aus Amerika zeigen, klappt das leider nicht immer so. Daher ist es gut, insbesondere wenn man die Zufuhr neu beginnt, den Blutwert zu überprüfen. Dann weiß man, ob das Konzept korrekt war – sowie bei Ihnen – oder ob man nachjustieren muss.
    Mit freundlichen Grüßen,

    Prof. Spitz

    #178868

    sunshine
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Prof. Spitz,
    was besagen denn die neuesten Untersuchungsergebnisse aus Amerika? Kann man die irgendwo nachlesen?
    Vielen Dank und liebe Grüße,
    sunshine

    #182533
    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Spitz,

    hier ein Update: Im Sommer 2011 bin ich auf Dekristol 20.000 IE umgestiegen (alle fünf Tage eine Kapsel, was weiterhin 4.000 IE Vitamin D3 (Cholecalciferol) entspricht).

    Eine Laboruntersuchung am 09.12.2011 (nach dem Sommer) ergab eine 25-OH-Vitamin D3 Konzentration von 59,6 ng/ml und
    eine Laboruntersuchung am 27.03.2012 (nach dem Winter) ergab eine 25-OH-Vitamin D3 Konzentration von 51,7 ng/ml,
    also optimal.

    Und die Wirkung: Nicht einmal der Anflug einer Erkältung etc.

    Nochmals herzlichen Dank dafür an Sie und Ihre Mitstreiter!

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