Vitamin D in der Krebstherapie

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Dieses Thema enthält 2 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  bermibs 31.05.2013 um 11:00.

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  • #169174

    bermibs
    Teilnehmer

    Hallo Prof. Spitz,
    ich habe mich in den letzten zwei Monaten sehr intensiv mit der Problematik Vitamin D (D3) und dem Hormon 1,25D beschäftigt. Ihr Buch habe ich mir dazu auch als eBook zugelegt.
    Im Ergebnis dieser für mich neuen Erkenntnisse habe ich meine D3-Supplementierung von bisher 2.000 (Multivitamin „Life Force Multiple“) auf 10.000 IE erhöht. Gegenwärtig nehme ich befristet 20.000 IE, um meine Spinalkanalstenose L4/L5 noch weiter zurückzudrängen.
    Rückblickend ist mir auch verständlich, warum ich im letzten Winter trotz der 2.000 IE zwei kräftige Erkältungen hatte. Diese Dosierung ist im Winter einfach zu wenig.

    Ihr Buch behandelt ja im Wesentlichen die Krebsprävention. Ich hätte jedoch eine Frage an Sie bezüglich Krebstherapie. Ein Freund von mir hat zum zweiten mal Speiseröhrenkrebs. Eine operative Entfernung eines Teils der Speiseröhre hat er abgelehnt, da das meistens auch mit erheblichen Komplikationen verbunden ist.
    Er nimmt zur Zeit 200 bittere Aprikosenkerne (Amygdalin als cyanogenes Glycosid) sowie auf mein Anraten hoch dosiertes Vitamin D3 (30.000 – 50.000 IE). Hintergrund sind die Laborstudien, wo bei Prostata- und Brustkrebszellen das unkontrollierte Wachstum mit Vitamin D gestoppt und in normales, kontrolliertes Wachstum umgekehrt wurde.

    Gibt es gegenwärtig schon Erkenntnisse/Erfahrungen über den Einsatz von hoch dosiertem Vitamin D in der Krebstherapie? Wenn ja, welche Dosierungen wurden dabei eingesetzt?
    Für diesbezügliche Informationen wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Mit besten Grüßen
    Bernd Michael

    #189546

    Sehr geehrter Herr Michael,

    aufgrund technischer Probleme konnte Herr Prof. Dr. Spitz nicht direkt im Forum auf Ihre Frage antworten. Er hat uns seine Antwort daher zugemailt:

    „Sehr geehrter Herr Michael,

    vielen Dank für Ihre Anfrage. Um die Wirkung von Vitamin D zu verstehen, ist es wichtig, sich darüber klar zu sein, dass Vitamin D ein Hormon und kein Arzneimittel ist. Dies bedeutet, dass der Körper eine bestimmte Menge davon braucht (in diesem Falle im Blut zwischen 30 und 60 ng/ml). Viel hilft hier nicht viel und noch mehr kann durchaus schaden.

    Die immer wieder (und auch von Ihnen jetzt) zitierten hohen Dosen von 20.000 IE dienen nur der Auffüllung eines initial vorhandenen Defizits. Sobald das Defizit ausgeglichen ist (Kontrolle des Blutwertes) liegt die Erhaltungsdosis je nach Körpergewicht und Jahreszeit in der Regel zwischen 1000 und 4000 IE pro Tag. Allerdings ist auch gegen eine Einnahme von 20.000 IE einmal in der Woche nichts einzuwenden, denn dies bedeutet umgerechnet 3000 IE pro Tag.

    Dies gilt sowohl in der Prävention von Krankheiten als auch bei bereits eingetretenen Krankheiten einschl. Krebs.

    Über einen Einfluss von Vitamin D auf degenerative knöcherne Veränderungen wie Ihre Spinalkanal Stenose gibt es bislang keine Untersuchungen. Angesichts des Wirkungsmechanismus von Vitamin D dürfte hier auch wenig zu erwarten sein. Aus diesem Grund habe ich auf Seite 94 meines Buches darauf hingewiesen, dass „mit ein paar tausend Einheiten Vitamin D nicht alle Probleme des Körpers gelöst werden können“.

    Mit freundlichen Grüßen

    Prof. Dr. Jörg Spitz

    Mit freundlichen Grüßen
    Juliane Hordenbach
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    #189561

    bermibs
    Teilnehmer

    Hallo Prof. Spitz,
    für mich ist eine Erhaltungsdosis von 1.000 – 4.000 IE nicht schlüssig.

    In unserem Entstehungsgebiet Afrika (Homo sapiens) ist bei Menschen, die sich überwiegend im Freien aufhalten, ein Blutspiegel bei 25D von 50 – 100 ng/ml völlig normal. Diese Blutspiegel sind aber in unseren Breiten nur mit einem täglichen intensiven Sonnenbad in der Mittagssonne (Sommer, je 10 -20 min. Ganzkörperbestrahlung Bauch und Rücken) zu erreichen. Bekanntlich produziert die Haut in dieser kurzen Zeit 10.000 – 20.000 IE D3. Die gleiche Dosis müsste man nach meiner Auffassung auch auf eine Supplementierung bei ungenügender/fehlender Sonnenbestrahlung umlegen.
    Nach meiner Erkenntnis erreicht man mit 10.000 IE einen Blutspiegel bei 25D von rund 60 ng/ml und mit 20.000 IE ca. 70 – 80 ng/ml.

    Die amerikanischen Studien zur Krebsprävention haben ja auch erheblich mehr an D3-Bedarf ergeben. Bei einer täglichen Supplementierung von rund 10.000 IE (exakt 9.600 IE) wurde eine Krebsprävention von 97,5 % erreicht. Das ist mit 1.000 bis 4.000 IE nicht zu erreichen.

    Aus meinen Kenntnissen der orthomolekularen Medizin ergibt sich bei vielen Mikronährstoffen ein erheblicher Unterschied der Dosierung zwischen Prävention und Therapie. Das wäre für mich auch bei Vitamin D3 / Hormon 1,25D logisch. Deshalb auch meine Eingangsfrage.

    Mit besten Grüßen
    Bernd Michael

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