Vitamin K2 / Magnesium auch supplementieren?

Startseite Foren AUTOREN VON A BIS Z Spitz, Prof. Dr. Jörg Vitamin K2 / Magnesium auch supplementieren?

Dieses Thema enthält 2 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Carmen24 02.07.2019 um 22:54.

Ansicht von 3 Beiträgen - 1 bis 3 (von insgesamt 3)
  • Autor
    Beiträge
  • #169917

    nadine-wolf
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Spitz,

    ich habe eine Frage bezüglich der Versorgung mit Vitamin K2 und Magnesium im Falle der Deckung des Vitamin D Bedarfs über Supplemente.
    Andere Autoren betonen immer wieder, dass Vitamin K2 und Magnesium supplementiert werden sollten, wenn größere Mengen Vitamin D mittels Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden, da die großen Mengen an Vitamin D sonst zur einer Arterienverkalkung führen könnte etc.. In Ihren Publikationen konnte ich dazu keinen Hinweis finden. Könnten Sie erklären, warum Sie nicht grundsätzlich dazu raten?

    Wenn ich Sie richtig verstehe, gehen Sie davon aus, dass der Vitamin D Bedarf grundsätzlich durch Sonneneinstrahlung gedeckt werden könnte, würden wir uns einfach nur so verhalten wie es für Menschen artgerecht wäre – mit täglich sehr viel Aufenthalt im Freien. Dadurch müssten doch im Jahresdurchschnitt ähnliche Mengen Vitamin D produziert wie durch die Einnahme von Tabletten, mit dem ein passender Spiegel im Blut erreicht wird. Anders wäre auch nicht erklärbar, wie die Menschheit bisher überlebt haben könnte – Vitamin D Tabletten waren mit Sicherheit vor 10.000 Jahren nicht verfügbar, die Sonne schon. Demnach müsste die Vitamin K2 Produktion im Darm auch ausreichen, um mit 5-10.000 I. E. Vitamin D im täglichen Jahresschnitt zurechtzukommen und bei artgerechter Ernährung auch der Magnesium-Gehalt in der Nahrung passend sein. Oder sollte man doch besser supplementieren? Mir erscheint das irgendwie so „unnatürlich“.

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Nadine Wolf

    #226007

    Liebe Frau Wolf,

    wir haben Ihr Anliegen an Herr Prof. Dr. Spitz weitergegeben, hier nun seine Antwort an Sie:

    Sehr geehrte Frau Wolf,
    ich kann Ihren Überlegungen nur beipflichten: Jede Supplementation ist unnatürlich, da wir uns im Lauf der Evolution in einer Umwelt entwickelt haben, in der es praktisch alles gab, was unser Körper für eine korrekte Funktion braucht. Diese natürliche Umwelt haben wir allerdings in den vergangenen Jahrhunderten massiv verändert, sodass die ehemaligen Quellen teilweise zu versiegen drohen.
    Da der Körper jedoch diese Ressourcen braucht, bleibt als Ausweg entweder die Rückbesinnung auf die „guten alten Zeiten“ oder eine Ersatzbeschaffung.

    Dieser Grundsatz gilt in gleicher Weise wie für Vitamin D ebenfalls für die Bewegung (Ausgleich durch ein Fitnesscenter) oder die Ernährung (ebenfalls Ausgleich durch Supplemente). Hier gilt der Grundsatz, dass die zweitbeste Lösung, die funktioniert, besser ist als die beste Lösung, von der man nur träumen kann.

    Bezüglich ihrer Frage nach einer zusätzlichen Supplementation von Magnesium und Vitamin K2, kann ich für Magnesium ohne weiteres zustimmen, wenn die Messung in ihrer Blutprobe (wie bei Vitamin D) einen zu niedrigen Wert ergibt. Dies gilt jedoch nicht für Vitamin K2, da man dieses routinemäßig im Blut nicht messen kann. Alle die vielen Propheten, die gerne ihre Kombipräparate auf diese Weise verkaufen, sollen ihnen doch einmal zeigen, ob Sie persönlich einen Mangel haben oder nicht.

    Ich geh mal davon aus, dass bei einer halbwegs vernünftigen Ernährung (und einem intakten Darm) kein Vitamin K Mangel vorherrscht. Die Behauptung, dass Vitamin D ohne Vitamin K2 zu einer Verkalkung der Gefäße führt, ist mir nichts belegt, wird aber gerne von neuen Firmen im Markt genutzt, um ihr Kombipräparat unter die Leute zu bringen. Das bedeutet nicht, dass Vitamin K nicht wichtig wäre, aber eine Supplementation ist eben nur angezeigt, wenn zuvor der Mangel nachgewiesen wurde.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Jörg Spitz

    Ihr Team Mankau Verlag

    Mankau Verlag GmbH
    Bücher, die den Horizont erweitern ...
    Reschstraße 2, D-82418 Murnau a. Staffelsee
    E-Post: kontakt@mankau-verlag.de
    Im Netz: www.mankau-verlag.de
    Diskussionsforum: www.mankau-verlag.de/forum/

    Mankau bei Youtube: www.youtube.com/user/Mankau1
    Mankau bei Facebook: https://de-de.facebook.com/Mankau.Verlag
    Mankau bei Twitter: https://twitter.com/mankau_verlag
    Mankau bei Instagram: https://www.instagram.com/mankau_verlag

    #279359

    Carmen24
    Teilnehmer

    <span style=“font-family: Calibri;“>Sehr geehrter Prof. Dr. Spitz,

    auch ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, da ich leider keine schlüssigen Antworten bisher finden konnte.

    Ich wende die Rimkus</span>® <span style=“font-family: Calibri;“>- Methode an. Wie ich in Büchern von Dr. Rimkus lesen konnte, kam die zusätzliche Supplementierung von Vitamin D aufgrund eines Vortrags von Ihnen zu stande. Bei der Methode ist bisher von keiner zusätzlichen Gabe von Magnesium die Rede. Ich habe meinen behandelnden Arzt gefragt, aber er konnte mir leider auch keine genaue Aussage dazu geben und hat mir empfohlen, Sie zu kontaktieren.

    Viele nehmen Nahrungsergänzungsmittel, aber ich möchte möglichst nur etwas einnehmen, das auch nachweislich fehlt. Falls nötig, auch in einer empfohlenen Höhe.</span>

    <span style=“font-family: Calibri;“>Im obigen Kommentar erwähnen Sie, Magnesium könne im Blut gemessen werden, wie Vitamin D, um einen Mangel nachzuweisen, wenn ich das richtig verstehe. </span><span style=“font-family: Calibri;“>
    Soweit mir bekannt, sind nur 1% im Serum nachweisbar und bei einem guten Wert kann daher dennoch ein Mangel vorliegen.
    (Evtl. soll eine Messung im Vollblut Aufschluss geben können, was in den Zellen vorhanden ist?)

    In einem Video von Flowgrade.de (veröffentlicht 10/18)
    https://www.youtube.com/watch?v=BcbB9XJ2LFQ&t=4204s
    weisen Sie darauf hin, dass Magnesium unbedingt bei Vitamin-D-Gabe eingenommen werden muss.

    Nun bin ich irritiert. In den Rimkus-Kapseln sind zur Erhaltung 5000 IE Vitamin D in mikronisierter Form in Öl gelöst enthalten. </span>

    <span style=“font-family: Calibri;“>Wie kann ich feststellen, ob evtl. eine ungenügende Verstoffwechslung vorliegt? Oder wäre auch beispielsweise denkbar, dies anhand der Bestimmung des Calzium-Wertes ablesen zu können?

    Ich wäre über jeden Tipp dankbar (gerne auch Buch-Hinweis), da ich eine möglichst optimale Versorgung für mich möchte.

    Mit besten Grüßen aus Oberbayern,
    Carmen E.
    </span>

Ansicht von 3 Beiträgen - 1 bis 3 (von insgesamt 3)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.