Was trägt Frau eigentlich drunter?

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Herbert Schwinghammer Herbert Schwinghammer 25.11.2015 um 19:48.

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    Die Saison der heißen Ballnächte rückt näher! Wir wollen dabei unser Augenmerk aber tatsächlich auf die Temperatur richten und nicht auf den Zustand unserer Hormone… Denn kürzlich erreichte mich folgender Brief von Herrn L. aus Bielefeld:

    „Erlauben Sie mir bitte, als Leser eines Ihrer „Benimmbücher“, Ihnen eine Frage zu stellen:

    Meine Partnerin möchte wissen, ob sie während der warmen Jahreszeit ohne Strümpfe an Bällen, Banketts sowie Dinner teilnehmen kann oder ist das evtl. ein Verstoß gegen die „guten Sitten“? Da kennt sich meine Bekannte nicht aus.

    Wie ich vernahm, besteht auf Pressebällen eine „Strumpfpflicht“! Im Sommer verzichtet meine Partnerin gerne auf „Strümpfe“, das ist ihr so angenehm. In ihrer Dienststelle sind Strümpfe keine Pflicht!“

    Nun, Herr L. bezieht seine Frage auf sommerliche Temperaturen. Aber auf einem Ball im Fasching bzw. Karneval können mindestens ebenso hohe Temperaturen im Saal anzutreffen sein, so dass wir das Problem für beide Umstände beleuchten können.

    Grundsätzlich gilt: Offizielle oder festliche Kleidung ohne Strümpfe bzw. Strumpfhose – das geht gar nicht! Pragmatisch betrachtet aber darf ich sagen: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!“ Was die Frau unsichtbar drunter anhat oder nicht, ob Strümpfe oder anderes, ist allein ihre Sache. Aber bleiben wir heute bei den Strümpfen…

    Im „kleinen Schwarzen“ sollte Frau niemals ohne Strümpfe auftreten, denn sie sieht „mit“ einfach besser aus als „ohne“ mit nackten Beinen, auf denen schon das kleinste Hautfleckchen auffällt. Für das „kleine Schwarze“ mit dem häufig kürzeren Rock würde ich eine Strumpfhose empfehlen, weil das wie auch immer gestaltete obere Ende der Strümpfe zumindest beim Sitzen sichtbar werden kann. Natürlich kann die Sicht auf ein Strumpfband ästhetisch reizvoll sein – aber das „kleine Schwarze“ soll ja eine gewisse Seriosität ausstrahlen…

    Anders verhält es sich aber bei bodenlangen Roben bzw. Ballkleidern, denn das Fehlen von Strümpfen bemerkt man ja nicht. Und wer will das bei „Strumpfpflicht“ kontrollieren? Nur im Sitzen könnte der fehlende Strumpf auffallen. Setzen Sie sich also schön artig mit nebeneinander gestellten Füßen hin, wie sich das bei einem Ballkleid aus ästhetischen Gründen gehört, dann sieht man auch in dieser Stellung keine nackten Knöchel. Aber bitte meine Damen: Kommen Sie keinesfalls auf den Gedanken, Nylon-Knöchelstrümpfe oder gar Nylon-Kniestrümpfe anzuziehen – es gibt am weiblichen Bein kaum etwas, was noch weniger ästhetisch wäre! Jetzt könnten Sie argumentieren, dass man das ja nicht sieht. Aber ggf. Ihr Partner wird bei einem Blick auf eine ästhetische Beinbekleidung angetan sein, wenn irgendwann die Robe fällt… Denn natürlich sind lange Strümpfe jeglicher Art unter dem Ballkleid gut passend – es muss keine Strumpfhose sein.

    Was sagen wir Herrn L. nun abschließend?
    Unter einem langen Kleid trägt Frau darunter, was sie will! Oder auch nichts! Und: Wenn ein Veranstalter auf „Strumpfpflicht“ besteht, dann kann ich mir gut vorstellen, dass es Frau Spaß machen könnte, dieser zweifelhaften Pflicht zu trotzen.

    Sie sehen: Auf jede Frage die passende Antwort aus dem großen Reich der Benimmregeln!
    Ihr Herbert Schwinghammer

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