Worin unterscheiden sich Mann und Frau?

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Team Mankau Verlag Team Mankau Verlag 27.12.2016 um 12:18.

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    olli2308
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    Liebe Frau Rumpel,
    Sie schreiben in ihrem neuen Buch „Die Kraft des Weiblichen“:

    Unsere Vorstellungen von männlich und weiblich sowie von Frau und Mann sind durch die Verdrehung der Jahrtausende so ins Chaos gestürzt worden, dass wir uns erst einmal klarmachen müssen, worin eigentlich der Unterschied zwischen den Begriffen Mann/Frau, männlich/weiblich liegt und worin bisher die Verdrehung und die Missverständnisse zwischen den Geschlechtern lagen, die eine Aussöhnung verhindert haben.“

    Worin besteht denn nun genau der Unterschied zwischen Mann und Frau?Und wie kann es trotz Unterschiedlichkeit zu einer Versöhnung kommen?

    herzlichst Oliver Bartsch

    #225747

    Lieber olli2308,

    Frau Rumpel hat uns gebeten, dir folgende Antwort zu übermitteln:

    Lieber Herr Bartsch,

    haben Sie vielen Dank für Ihre Frage. Bitte entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt zur Beantwortung komme. Nach den Weihnachtstagen ist es mir nun ein großes Bedürfnis Ihnen zu schreiben.

    Vorab ich freue mich sehr, dass Sie als Mann zu meinem Buch „Die Kraft des Weiblichen“ gefunden haben. Der Untertitel lautet zwar „Der Schlüssel für Frau und Mann in eine lebensbejahende Welt“ und natürlich ist der Inhalt für beide Geschlechter gleichermaßen relevant, aber ich war mir nicht ganz sicher, ob das Buch für Männer wirklich anziehend ist. Umso schöner daher Ihr Feedback.

    Nun zu Ihrer Fragen:
    Worin besteht denn nun genau der Unterschied zwischen Mann und Frau?
    Körperlich betrachtet: Der weibliche Körper ist in der Lage, neues Leben in sich wachsen und in die Welt entlassen zu können, wenn die Entwicklung des Babys abgeschlossen ist. Das ist ein hoch komplexes Zusammenspiel von Mutter und Kind. Kurz gesagt, ist es die Gebärfähigkeit, die den Unterschied macht. In meinem Buch „FlowBirthing“ spreche ich von der Auszeichnung des Weiblichen. Dies ist nicht im Sinne einer hierarchischen Höherstellung des weiblichen Geschlechts gemeint, sondern eröffnet viel mehr den Zugang zu einer anderen gleich-wertigen Seinsqualität.

    Natürlich hat der Mann den gleichen Anteil an der Zeugung und Genetik des neuen Lebens. Doch geht der weibliche Körper eine über die Zeugung hinaus weitreichende Verbindung ein: Er stellt Raum und Zeit, körperliche und seelische Nahrung zur Verfügung für die nächste Generation. Die spirituelle Erfahrung, dass alles Leben miteinander verbunden ist, ist während der Schwangerschaft und Geburt für Frauen nicht nur eine geistige Erkenntnis, sondern mit jeder Faser des weiblichen Körpers und Innenlebens zu machen. Bewusst durch Schwangerschaft und Geburt zu gehen, macht daher einen erheblichen gefühlten Unterschied in der Lebens-Erfahrung, die von Frauen unmittelbar gemacht werden kann. Der Mann kann die Erfahrung der Verschmelzung mit allem Sein letztlich vergleichbar intensiv nur machen, wenn er sich mit dem weiblichen Körper verschmelzt. Die Frau hingegen hat Einheitserfahrung, die über den sexuellen Akt hinaus geht (übrigens auch durch die Menstruation und monatliche Anbindung an den Kosmos).

    Auf höherer Ebene betrachtet: die Erkenntnis, dass alles Leben aus dem weiblichen Schoß kommt und wir alle Töchter und Söhne von Mutter Erde sind, verweist auf einen weiblichen Lebenskontext. Demzufolge steht das Weibliche (Achtung: Unterschied zur sozialen von Menschen konstruierten Kategorie Frau, denn das Weibliche ist eine universelle Seinsqualität, die in beiden Geschlechtern in unterschiedlicher Intensität zu finden ist) dem Leben in seinem Ursprung näher. Die Qualität des Weiblichen ist es, Leben zu füllen und zum Gedeihen zu bringen durch Kreativität, Empathie und Intuition und die Qualität des Männlichen ist es Leben zu ermöglichen, also einen Lebensrahmen zu halten mit Standfestigkeit, Entschlossenheit und Ausdruckskraft, damit sich Leben darin sorglos und frei entfalten kann.

    Wie kann es trotz Unterschiedlichkeit zur Versöhnung kommen?
    Indem wir aufhören in Gegensätzen zu denken, die sich unversöhnlich gegenüber stehen, sondern Gegensätze zusammendenken. Die Erinnerung der weiblichen Kraft bedeutet nicht die Unterdrückung der männlichen Kraft, sondern macht eine Harmonisierung der Kräfte erst möglich. Nach einem Zeitalter der Matriarchate, folgte das Zeitalter der Patriarchate, welches sich gerade selbst von innen heraus auflöst und zu den gewaltigen weltweiten Unruhen führt. Im 21. Jahrhundert ist es nun an der Zeit ein Zeitalter des WIRs, der tiefen Verbundenheit mit allem Lebendigen zu gebären.

    Männlich-weiblich sind verschieden und doch eins, sie sind die zwei Seiten des Lebens. Es sind universelle Kräfte, die, wenn sie nicht sozial, moralisch oder mit Vorurteilen behaftet aufgeladen werden, in ihrer jeweils eigenen Qualität für das Leben förderlich sind. Erst wenn beide Kräfte befreit sind vom Ballast der Jahrhunderte und wieder frei in Frau und Mann fließen können, d.h. wenn wir in uns nichts unterdrücken, verleugnen, anpassen, entsprechen müssen, sondern selbst-bewusst unsere Seelenqualitäten männlich wie weiblich in der jeweils einzigartigen Zusammenstellung leben können, ist eine Aussöhnung der Geschlechter als Vorbedingung für Frieden in der Welt möglich. Beide – Frau und Mann – sind für das Leben wertvoll und in ihren Qualitäten aufeinander bezogen. Nicht voneinander abhängig, sondern souverän. In der gegenseitigen Wertschätzung für die Unterschiedlichkeit und Bedeutung der Urkräfte für eine lebenswerte Welt, liegt der Zauber der Annäherung und die Chance, das menschliche Potential in Zukunft voll ausschöpfen zu können und zwar zum Wohlergehen aller.

    Der Weg dorthin fordert Mut und Wahrhaftigkeit gegenüber sich selbst, denn es gilt am gängigen Weltbild zu rütteln und nicht weniger als alles ist zu hinterfragen. Denn: die weibliche Kraft entspringt dem Schoß und der Sexualität und die männliche Kraft dem Herzen und der Liebe zum Weiblichen, zum Leben. Sich auf den Weg der Versöhnung zu machen, ist eine Abenteuerreise zum eigenen Seelenkern und zum Ursprung allen Seins.

    Der Beitrag ist jetzt etwas ausführlicher geworden. Ich hoffe, das entschädigt für Ihr langes Warten.

    Von Herzen alles Liebe!

    Kristina M. Rumpel


    Viele liebe Grüße,
    dein Team Mankau Verlag

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