olli2308

Verfasste Forenbeiträge

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  • als Antwort auf: Übergewicht – oder doch was anders? #191937

    olli2308
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    Hallo Paola,
    das berührt mich gerade sehr, was du schreibst von deinen Familienverstrickungen und dem Scheiß-Gefühl dabei, dass nur durch Essen wieder weg geht (was natürlich eine Illusion ist). Habe heute Geburtstag und mir eine Entsäuerungskur (inkl. Nahrungsumstellung) beim Heikpraktiker geschenkt, weil ich viel Sodbrennen hatte in letzter Zeit und ich das Gefühl habe, dringend meinen Darm zu entlasten. Da gratuliert mir meine Mutter am Telefon zum Geburtstag und das einzige, was sie zu meinem Entschluss, etwas für meine Gesundheit zu tun, fragt, ist: „Wieso das denn? Geh doch zur Darmspiegelung, alles andere ist doch Quatsch.“ Dasselbe Spiel fand am Telefon mit meinem Vater statt. Seine Antwort auf meine Darmkur: „Wann hörst du endlich mal auf, zu solchen Scharlatanen zu gehen?“

    Da wurde mir klar, was die ganze Kindheit über bei mir im Elternhaus passiert ist: Übermäßige Kritik an allem, was ich esse, denke, fühle und mache. Nur die Eltern haben Recht, die Kinder immer Unrecht. Wenns mir Scheiße ging, wurde ich mit Essen getröstet (auch von den Omas) und gleichzeitig hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich satt war und nicht alles aufgegessen habe. Die einzige Art von Zuwendung bekam ich nur übers Essen, ansonsten lieb und brav sein und nicht stören, wenn sich Erwachsene unterhalten…

    Essen war für mich immer die einzige Lösung von emotionalen Defiziten, dass wird mir jetzt klar, und allein mit dieser Erkenntnis (und natürlich mit der Motivation, meinem Darm etwas Gutes zu tun, dass ich wieder vernünftig schlafen kann) werde ich hoffentlich weniger Fressattacken haben und statt zum Kühlschrank zum Telefon rennen, um meinen Hunger nach echtem Kontakt zu stillen (und nicht mehr so häufig zur Ersatzdroge Essen greifen)

    liebe Grüße
    Oliver

    als Antwort auf: "Rauchentwöhnung" Brauche eure Hilfe #189203

    olli2308
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    quote Powerscout:

    „Trotz“ ist der Kampf um Freiheit, doch wer sich mit Kampf aufhält, ist eine Marionette in der Hand der Bevormunder. Trotzverhalten ist eine Reaktion. Doch besser als „reagieren“ ist „entscheiden“, da man nur mit Entscheiden seine eigene Absicht verwirklichen kann. Das unterscheidet uns mündige Menschen von einem unbewussten Tier.

    Lieber Andreas, damit hast du mich auf jeden Fall erreicht. Mit „Trotz“ bin ich noch nicht wirklich erwachsen und mündig. Damit kann ich auch mein eigenes „Trotzkind“ überzeugen.

    herzlichen Dank
    Oliver

    als Antwort auf: "Rauchentwöhnung" Brauche eure Hilfe #189200

    olli2308
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    Hallo zusammen,
    hab gerade das Buch „Nikotinsucht – die große Lüge“ zuende gelesen und denke, die Gründe zu wissen, warum ich rauche (5-10 Zigaretten am Tag). Bei mir ist es der Befreiungsraucher, der sich endlich erwachsen, frei und selbstbestimmt fühlen will, nachdem er Jahrzehnte von den Eltern bevormundet wurde. Bei mir hat sich so eine Art passiver Widerstand gebildet (in das eine Ohr rein, in das anderee Ohr wieder raus), damit ich die täglichen stundenlangen Bevormundungen besser ertragen konnte.
    Kann aber nach dem Buch nicht aufhören mit dem Rauchen, diese Konditionierung ist bei mir so festgefahren, dass allein schon der Gedanke daran, aufzuhören, das Trotzkind in mir hervorruft, dass sich wieder bevormundet fühlt. Es ist so, wie in Andreas Winters Buch beschrieben: Wenn ein Personen-Teil von mir verlangt (wahrscheinlich der verinnerlichte Eltern-Anteil), nachdem Lesen des Buches mit dem Rauchen aufzuhören, verteidige ich meine Entscheidungsfreiheit und rauche einfach weiter, nur um mir zu beweisen, dass ich auf niemanden höre, nicht mal auf mich selbst.
    Ich versuche mal folgendes: Ich reduziere mal und rauche jetzt 5 Zigaretten am Tag, da bei mir Abstinenz nur passiven Widerstand erzeugt.

    Lieber Andreas, wenn du das liest: Was antwortest du Menschen, die aus Trotz wider besseres Wissen, warum sie rauchen, weiterrauchen? Hilft da Hypnose und ein ganzheitliches Gefühlserlebnis? Ist eine Kopferkenntnis vielleicht nicht wirkungsvoll genug und muss das Raucherlebnis durch ein starkes Gefühlserlebnis (durch Coaching oder Hypno-Therapie) ersetzt werden?


    olli2308
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,
    ich höre vor allem die gesprochene Meditation zu den Heilzahlen 1 bis 9 sehr gerne. Sie ist so ähnlich wie eine Chakrenmeditation oder eine Archetypenmeditation. Es findet ein Energieausgleich zwischen den Energiezentren im Körper statt. Nach einem stressigen Tag ist das die ideale Weise zum runterfahren und entspannen.

    liebe Grüße
    Oliver

    als Antwort auf: Ein regelmäßiger Abnehmblog #184330

    olli2308
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    quote Bienchen:

    Hallo Oliver,

    das klingt für mich nach Symptomverschiebung? Aber so, meine Meinung, wirst du nie richtig frei?

    Bei einer Beziehungsabhängigkeit wird das eine durch das andere nur ersetzt, aber man bleibt weiterhin in Abhängigkeit?

    Liebe Grüße Bienchen

    Liebes Bienchen,
    das stimmt mich nachdenklich, was du da schreibst. Ich werde achtsam sein in der Beziehung, ob ich in eine emotionale Bedürftigkeit reinrutsche. Zum Glück habe ich eine sehr wachsame Frau kennengelernt, die es mir sofort spiegelt, wenn sie das Gefühl hat, gebraucht zu werden. Das wird wohl noch ein langer Lernprozess…Danke für das Aufmerksam machen…
    liebe Grüße
    Oliver

    als Antwort auf: Ein regelmäßiger Abnehmblog #184326

    olli2308
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    Mein Zunehmen hat angefangen, als ich keine Beziehung mehr hatte, und jetzt beginnt mein Abnehmen mit einer neuen Beziehung!!! Da gibt es wahrscheinlich einen Zusammenhang mit Essen und dem Bedürfnis nach emotionaler und körperlicher Nähe. Kann ich mein Bedürfnis nach Nähe nicht befriedigen, Esse ich. Nach dieser Logik müsste ich jetzt abnehmen, wenn ich in der neuen Beziehung meine Bedürfnisse befriedigen kann….
    liebe Grüße
    Oliver


    olli2308
    Teilnehmer

    Hallo,
    diese Antworten haben mich alle sehr berührt. Ich habe in den vergangenen 15 Jahren rund 15 Kilogramm zugenommen. Ein Hauptgrund war sicherlich: Ich habe alles in mich reingefressen, die schlechten Gefühle, die Selbstabwertungen, die Glaubenssätze über mich und die Nahrung, die Frustfressattacken, wenn ich mich Scheiße gefühlt habe. Ich habe immer gegessen: Wenns mir schlecht ging, als Belohnung nach dem Sport, wenn ich besonders gut drauf war, in Gemeinschaft, wenn ich allein und einsam war, eigentlich immer….

    Durch die DVD „Abnehmen ist leichter als zunehmen“ wurden mir die Augen geöffnet, dass ich ein typischer Frustesser bin, der mit Essen die schwierigen Gefühle wegmachen will und der seinen Stress und seinen Schmerz, seine Wut und seine Trauer mit Essen betäuben will. Ich hatte vorher darüber keine Bewusstheit, jetzt frage ich mich jedesmal, wenns mir Scheiße geht und ich zum Kühlschrank gehe: Kann essen deine Probleme lösen? Meistens gehe ich dann nicht mehr zum Kühlschrank, sondern spazieren oder ins Fitnessstudio oder mache sonstwas. Ich will auch endlich mal wieder Hunger spüren, ich glaube, ich verhungere nicht, swenn ich mal einen oder 2 Tage nichts esse.

    Ich bin mal gespannt, ob meine Erkenntnisse über die Gründe, warum ich esse, tatsächlich zu weniger Gewicht führen, ich halte euch auf dem laufenden

    Gruß
    Olli

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