Heilkräuter für die Hausapotheke

Ausführliche Pflanzenporträts von A bis Z und praktische Tipps für das Sammeln und Anwenden

Als die Menschen noch in Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten lebten, gehörte das Wissen um die Heilkraft der Kräuter zum Alltag. Das ausführliche Praxisbuch von Elfie Courtenay lädt dazu ein, das faszinierende Reich der Wildkräuter mit allen Sinnen zu erkunden.

Die Natur lieben und dankbar ihre Gaben annehmen
Seit über 20 Jahren begleitet Elfie Courtenay als erfahrene Wildkräuter-Expertin Menschen in die Natur. Dabei wünscht sie sich, dass sie mit ihrer Liebe und Begeisterung fürs Pflanzenreich noch viele Menschen erreichen wird, die wie sie das starke Bedürfnis haben, unsere wundervolle Schöpfung zu bewahren: „Wenn wir Menschen nicht realisieren, dass auch unser eigenes Überleben von einer intakten Natur abhängig ist, und nicht aufhören, weiterhin ein Gefüge zu zerstören, in dem alles miteinander verbunden ist, alles aufeinander einwirkt und voneinander abhängig ist, dann werden wir vielleicht eines Tages fassungslos vor unfruchtbaren, vergifteten Wiesen und Feldern stehen und uns fragen, wie es so weit kommen konnte.“
In ihrem neuen Buch über Heilkräuter vermittelt Elfie Courtenay anhand einer Vielzahl überlieferter Kenntnisse und Erfahrungen aus Volksmedizin und Kräuterbrauchtum die große Bedeutung der Pflanzenheilkunde. Neben rund 70 ausführlichen, reich bebilderten Pflanzenporträts mit Erkennungsmerkmalen, Inhaltsstoffen und Wirkungen gibt die Autorin vielfältige und umfangreiche Empfehlungen für bewährte Anwendungen aus der Volksheilkunde. Das Buch enthält u.a. einige kaum bekannte, wirkungsvolle Rezepte, die auch für Anfänger und Laien einfach zu nutzen sind.

Heilkräuter finden und sammeln
Die Thematik des Findens und Sammelns ist erst einmal sehr wichtig. Denn nicht alles, was frisch aus dem Boden sprießt, hübsch aussieht und gut riecht, ist automatisch auch essbar und gesund! Aber wie schärfe ich den eigenen Blick, um nicht versehentlich unverträgliche oder gar giftige Kräuter zu ernten? Wie erkenne ich einen natürlichen Boden, um weder von stark gedüngten noch gespritzten Böden zu sammeln? Und wo kann ich mich informieren oder schulen lassen, um Kräuter sicher zu erkennen? Wer noch keine Vorkenntnisse besitzt, sollte erst einmal an einem Kräuterkurs teilnehmen, um eigene praktische Erfahrungen zu sammeln.

Heilkräuter haltbar machen und aufbewahren
Für die Haltbarmachung gibt es vielerlei Möglichkeiten, und es kommt natürlich ganz darauf an, welchem Verwendungszweck die Heilpflanzen später dienen sollen. Dabei ist das achtsame Trocknen von ebenso großer Bedeutung wie die anschließende sorgfältige Aufbewahrung. Kräuter, Wurzeln, Blüten oder Samen lassen sich  hervorragend in Alkohol, Essig oder Öl einlegen, auch schichtweise in Salz oder Honig. Außerdem können Beeren oder Früchte zu Saft, Sirup, Likör oder Gelee verarbeitet werden.

Heilkräuter nutzen und genießen
Für die eigene Hausapotheke lassen sich Öle, Salben, Tinkturen und vielerlei Tees herstellen. Zur Anwendung gehören beispielsweise Desinfektion, Wundreinigung, Verbände, Spülungen, Gurgelmittel, Inhalationen, die Einnahme pflanzlicher Tropfen, Sitz-, Teil- oder Vollbäder, Umschläge, Wickel, Einreibungen u.v.m. Auch pflanzliche Wasser-, Öl- oder Alkoholauszüge können hergestellt werden, selbst spezielle Ölansätze zur Abwehr von Zecken sind ein bewährtes Mittel.
In der Ernährung spielen Wildpflanzen ebenfalls seit jeher eine wichtige Rolle für die Gesundheit. Ihr natürlicher Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen wirkt stärkend auf Vitalität und Immunsystem. Mit Eichelmehl können zum Beispiel vielerlei köstliche, gesunde Aufstriche kreiert werden, und selbst zum Brotbacken kann man es verwenden. Und auch im täglichen  Leben spielten Pflanzen früher eine wichtige Rolle. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Efeublätter oder auch Kastanien dienten zum Wäschewaschen, aus Nessel- oder Leinfasern wurden Stoffe gewebt, und wieder andere Pflanzen eigneten sich hervorragend, um Wolle oder auch Leder zu färben. Elfie Courtenay vermittelt viele dieser teils kaum noch bekannten Möglichkeiten, Wildpflanzen zu nutzen.

Brauchtum
Auch zum Brauchtum finden sich bei intensiverer Nachforschung noch einige interessante Überlieferungen. Es gibt Museen, die sich mit „Bauerndoktoren“ und „Kräuterweibern“ früherer Zeiten befasst haben. Und in einigen Freilichtmuseen mit traditionellen Bauerngärten werden noch immer Heilkräuter angepflanzt, die unsere Vorfahren bereits genutzt haben. Auch das Binden von „Kräuterbuschen“ sowie das Ausräuchern und das Wissen um die Räucher- und Zauberpflanzen sind ein Erbe unserer Ahnen, das sich über die Jahrhunderte entwickelt hat. Immer wieder wurde es an die nächste Generation weitergegeben, meist von den Müttern an die Töchter.

Giftige und geschützte Pflanzen
Auch dieser, vielen Menschen eher unbekannte Bereich ist sehr wichtig, wenn man sich näher mit der Natur befassen möchte. Zwar gibt es in unseren Regionen nur wenige tödlich wirkende Giftpflanzen, aber doch einige, die zu Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen, Durchfall oder auch zu einem Leberschaden führen können. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, sich bestimmter Verwechslungsgefahren bewusst zu sein und nicht im guten Glauben, dass alles gesund ist, was da so üppig wächst, zu ernten und zu verzehren.
Aber natürlich geht es auch darum, sich dafür zu sensibilisieren und sich bewusst zu machen, was die Natur an wunderbaren Pflanzen hervorbringt, wenn wir sie nur lassen. Durch Überdüngung und den Einsatz verschiedenster Spritzmittel sind viele Pflanzen, die es bis vor einigen Jahren nahezu überall noch reichlich gab, inzwischen schon fast ausgestorben. Diese seltenen, unter Naturschutz stehenden Pflanzen sollte wirklich jeder kennen, denn sie dürfen auf keinen Fall aus der Natur entnommen werden!


Buch-Tipp:
Elfie Courtenay: Heilkräuter. Überliefertes Wissen für Hausapotheke und Küche. Über 70 herausragende Heilpflanzen, mehr als 250 Anwendungen und Rezepte, extra: Geschützte und giftige Pflanzen. Mankau Verlag, 1. Aufl. Mai 2017, Flexobroschur.  16,8 x 24 cm, 254 S. 20,- Euro (D) / 20,60 Euro (A), ISBN 978-3-86374-346-8.

Link-Empfehlungen:
Mehr Informationen zum Ratgeber "Heilkräuter"
Zur Leseprobe im PDF-Format
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