Heilpflanzen und Heilkräuter in der Schwangerschaft

Überlieferte Heilmethoden und Rezepte aus der Kräuter- und Pflanzenheilkunde unterstützen bei einer natürlichen Geburt

Der weltweit zu beobachtende Trend zu alternativer und traditioneller Medizin wirkt sich auch in der Geburtshilfe aus. Die Hebamme und Kräuter-Expertin Demetria Clark stellt ihre umfangreichen Kenntnisse aus der Behandlung werdender Mütter in einem praktischen Ratgeber vor.

Hilfe aus der Natur in einer ganz besonderen Zeit
Im Laufe der letzten zwanzig Jahre hat die Unzufriedenheit mit den Kosten, der fragwürdigen Sicherheit und einem Mangel an Wirksamkeit verschreibungspflichtiger Medikamente in Verbindung mit dem erstarkten Interesse an Naturheilmitteln zu einem enormen Anstieg bei der Nutzung von Heilkräutern und Heilpflanzen geführt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass mehr als achtzig Prozent der Weltbevölkerung bis zu einem bestimmten Grad bei der medizinischen Grundversorgung auf Kräuter- und Pflanzenmedizin angewiesen sind. In Deutschland und der Schweiz sind zwischen sechs- und siebenhundert Kräuter- und Pflanzenheilmittel erhältlich und werden von gut siebzig Prozent der Ärzte verschrieben.
Für Demetria Clark, international anerkannte Spezialistin und Initiatorin der e-Learning-Plattform Heartofherbs.com beruht ihre Zuversicht beim Einsatz von Heilpflanzen auf dem „Wissen, dass die Verwendung vieler Kräuter seit Hunderten, manchmal sogar Tausenden von Jahren dokumentiert wird“. Mit ihrem Ratgeber „Aromatherapie, Heilpflanzen und Heilkräuter für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit“ setzt sie sich dafür ein, dieser so besonderen Lebenszeit auf natürliche Weise zu begegnen.

Kräuterheilkunde im Wandel der Jahrhunderte
Die Kräuter- und Pflanzenmedizin folgt einem natürlichen Ansatz. In den letzten fünftausend Jahren haben die Menschen unterschiedliche Methoden genutzt, um gesundheitliche Probleme zu behandeln, und viele davon basierten auf pflanzlichen Präparaten. „Klugheit und Sachverstand früherer Kräuterkundiger haben uns dahin gebracht, wo wir heute sind, sowohl bei der Kräuter- und Pflanzenkunde als auch bei der traditionellen Medizin“, erklärt die Expertin. Die Entwicklung der Kräuterkunde ist eng verzahnt mit der Geschichte der modernen Medizin und der Geburtshilfe. Denn viele der frühen Kräuterkundigen waren Frauen, Mütter, Hebammen. Bis vor rund einhundert Jahren stellte die Hausfrau die Medizin für die Familie meist selbst her, eine Tradition, die wieder im Kommen ist, da Eltern die Gesundheit der Familie verstärkt selbst in die Hand nehmen.
Da es die Kräuter- und Pflanzenmedizin bereits so lange gibt, war genug Zeit herauszufinden, welche Pflanzen und Mittel erprobt und bewährt sind, was wann angewendet wird und was gemieden werden sollte. Wie andere Kräuterkundige profitiert auch Demetria Clark von diesen Traditionen, wenn sie Rezepturen erstellt. Doch wie bei allen medizinischen Ansätzen gibt es auch hierfür Richtlinien, die befolgt werden sollten, Vorsichtsmaßnahmen, die einzuhalten sind, und ein Basiswissen, dass man sich vor dem Beginn der Behandlung aneignen sollte.

Heilpflanzen für die unterschiedlichen Phasen der Schwangerschaft
Wie die Aromatherapie, die auf ätherischen Pflanzenölen basiert, beruht die Kräuterkunde auf dem überlieferten Wissen, wie man Kräuter als Medizin einsetzt. Während ätherische Öle nur äußerlich angewendet werden können, indem man sie auf die Haut aufträgt oder inhaliert, können Heilkräuter und Heilpflanzen auch innerlich angewendet werden.
Generell sollte jeder Abschnitt der Schwangerschaft, der Geburt sowie Wochenbett und Stillzeit für sich betrachtet werden. Die erfahrene Aromatherapeutin und Kräuterfrau rät daher: „Machen Sie sich zuerst einmal mit dem Thema Schwangerschaft vertraut. Informieren Sie sich über Ernährung und mögliche Probleme in der Schwangerschaft. Bringen Sie in Erfahrung, was der Körper durchmacht oder durchmachen kann. Wenn Sie sich später mit Kräutern und Pflanzen befassen, werden Sie wissen, welche Sie benötigen, um das jeweilige Problem zu behandeln.“
Ihr praktischer Ratgeber stellt die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten und Rezepturen vor und befasst sich zudem mit der Beurteilung der Qualität von Kräutern und Pflanzen. Kräutersteckbriefe mit Sicherheitshinweisen zeigen, welche in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett verwendet werden. Dabei eignen sich manche Kräuter nicht während der Schwangerschaft und in der Stillzeit, sind aber bei der Geburt hilfreich, etwa durch ihre wehenanregende Wirkung. Andere tun gute Dienste im Wochenbett, sollten aber vor der Geburt keine Verwendung finden. Demetria Clark hat daher Rezepturen für alle Phasen zusammengestellt und diese nach Bedürfnissen bzw. Beschwerden gegliedert.

Buch-Tipp:
Demetria Clark: Aromatherapie und Heilpflanzen für Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. Bewährte Anwendungen und Rezepte. Mankau Verlag, 1. Aufl. Juli 2017, Klappenbroschur, 16 x 22 cm, durchgehend farbig, 254 S., 20,- Euro (D) │ 20,60 Euro (A), ISBN 978-3-86374-389-5.

Link-Empfehlungen:
Mehr Informationen zum Ratgeber-Buch "Aromatherapie und Heilpflanzen für Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit"
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