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Interview mit Dr. med. Christina Barbara Petersen: „Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand!“

„Gesundheit beginnt in unserem Kopf – wir müssen nur lernen, auf unsere innere Stimme und unsere Bedürfnisse zu hören. Meiner Meinung nach ist es an der Zeit umzudenken: weg von der ‚Abhängigkeit‘ vom Arzt, hin zur Freude an der Eigenverantwortung für unsere Gesundheit – um Krankheiten nicht ‚reparieren‘ zu müssen, sondern gar nicht erst entstehen zu lassen.“ Die Fachärztin für Allgemeinmedizin Dr. med. Christina Barbara Petersen, Autorin des Ratgebers „Intuitiv gesund“, betreibt engagiert Gesundheitsaufklärung und setzt sich für eine integrative Medizin ein – ein gleichberechtigtes Neben- und Miteinander von Schul- und Alternativmedizin –, um den Hilfesuchenden die beste, individuelle Therapie bieten zu können.

Ihr Buch „Intuitiv gesund“ war zunächst ein erfolgreicher Selfpublisher-Titel und erscheint nun als überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. Was hat Sie zum Schreiben und Veröffentlichen dieses Buches motiviert, und welche LeserInnen wünschen Sie sich?

Dr. med. Christina B. Petersen: Dieses Buch ist völlig spontan entstanden. Im Sommer 2018 ergriff mich ein Schreibfluss, dem ich mich nicht entziehen konnte. Es war fast wie eine Eingebung, der ich folgen musste. Ich bin in erster Linie Ärztin und hatte eigentlich nie die Ambitionen, Autorin zu werden. In dem Buch habe ich die Erfahrungen meines persönlichen Lebenswegs und meine Erkenntnisse geschildert, die mich letztlich an die Quelle eines völlig neuen Mindsets geführt haben. Diese Erkenntnisse möchte ich mit meinen Mitmenschen teilen. Als Ärztin fühle ich mich verpflichtet, das Beste für die Gesundheit der Menschheit zu tun. Auf meiner ganz persönlichen Suche habe ich für mich und mein Leben die Quelle für Gesundheit und Wohlbefinden gefunden, die im Übrigen etwas ganz anderes ist als das, was ich ursprünglich in meiner Ausbildung als Ärztin gelernt habe. Ich möchte jeden, der dafür offen ist, dazu einladen, sich von meinen Erkenntnissen inspirieren zu lassen. Im Grunde genommen ist das Buch für alle Menschen geschrieben, die hinter die Kulissen ihrer Gesundheit blicken möchten und ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen.

Sie sind nicht nur Fachärztin für Allgemeinmedizin, sondern auch Ärztin für Traditionelle Chinesische Medizin. Wie können Ihrer Meinung nach Schulmedizin und alternative Heilmethoden voneinander profitieren, und was ist unter „integrativer Medizin“ zu verstehen?

Dr. med. Petersen: Sowohl die Schulmedizin als auch alternative Behandlungsmethoden haben ihre Daseinsberechtigung. In unserer westlichen Welt fokussieren wir uns hauptsächlich auf die an den Universitäten gelehrte Medizin. Diese bezieht sich auf die Grundbausteine des Körpers und ist sehr mechanisch. Die verschiedenen Fachbereiche agieren getrennt voneinander. Die fernöstliche Medizin schließt Körper, Geist und Seele in die Diagnostik und Therapie ein und betont den ganz individuellen Aspekt des jeweiligen Krankheitsverlaufes. Man spricht nicht von Krankheit und Gesundheit, sondern vielmehr von Ungleichgewicht, welches wieder ins Gleichgewicht tariert wird. Ich sehe es so: Akute Erkrankungen oder Verletzungen, wie etwa ein gebrochener Knochen, sind sehr effektiv mit schulmedizinischen Therapien behandelbar. Bei chronischen Erkrankungen habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass diese Therapien an ihre Grenzen stoßen. Dafür habe ich mir das Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin angeeignet. Diese greift viel früher, nämlich schon bei Befindlichkeitsstörungen ein, und beinhaltet eine deutlich individuellere Diagnostik und Therapie. Aus meiner Sicht ist eine integrative Medizin, also eine Kombination bzw. ein Nebeneinander von Schulmedizin und alternativen Herangehensweisen ein sehr effektives Heilsystem, um den maximalen Benefit für die Gesundheit unserer Patienten zu erreichen.

Niemals zuvor waren die weltweiten Anstrengungen in medizinischer Forschung und die Aufwendungen für Gesundheit größer als heute. Und dennoch steigt ständig die Zahl derjenigen Kranken, denen die Medizin nur unzulänglich oder überhaupt nicht helfen kann. Woran mag das liegen?

Dr. med. Petersen: Meiner Erfahrung nach werden häufig nur die Symptome einer Krankheit therapiert, anstatt die darunter liegenden Ursachen zu behandeln. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstens ist oft aufgrund des hohen Patientenaufkommens und des gleichzeitig bestehenden Fachkräftemangels nicht ausreichend Zeit für eine ausführliche Anamnese vorhanden. Zweitens betrachten viele Patienten die Einnahme von Medikamenten als vermeintlich „einfacheren“ Weg zu einer Genesung. Leider werden dadurch die Symptome nur verdeckt, und eine echte Heilung kann häufig nicht gelingen. Dennoch scheuen einige Patienten, die Verantwortung für das eigene Leben und die Gesundheit zu übernehmen. Drittens sind wir Ärzte teilweise leider keine wirklich guten Vorbilder, was die eigene Gesundheit und Lebensweise betrifft. Viertens: Die Ökonomisierung des Gesundheitssystems trägt dazu bei, dass nicht immer die Gesundheit in den Mittelpunkt gerückt wird, sondern wirtschaftliche Erwägungen. Daher ist es oft wichtiger, kurzfristig zu funktionieren – zum Leidwesen der langfristigen Gesundheit

Es ist Ihnen ein besonderes Anliegen, ein größeres Bewusstsein für das Thema Arztgesundheit in der Bevölkerung zu schaffen. Woran liegt es, dass vor allem Angehörige medizinischer und sozialer Berufe so wenig auf sich und ihren Körper achten?

Dr. med. Petersen: Ursache dafür ist, dass einerseits in der Ausbildung kein Fokus auf die Erhaltung der eigenen Gesundheit gelegt wird. Und andererseits besteht bei vielen Medizinern eine Neigung zu einer „Helfermentalität“ und einem übersteigerten Verantwortungsbewusstsein. Dabei stellen viele Ärzte das Wohl der Patienten an die erste Stelle und vernachlässigen ihre eigene Gesundheit.

Sie haben selbst die Erfahrung gemacht, dass Gesundheit und Krankheit im Kopf beginnen, und begleiten Patienten, die durch negative Glaubenssätze blockiert und chronisch krank geworden sind. Was meinen Sie in diesem Zusammenhang mit dem „Petersen-Prozess der Heilung“, der „Petersen-Formel der Grundbedürfnisse“ und dem „Petersen-Kommunikations-Code“?

Dr. med. Petersen: Ich habe meine eigenen Bedürfnisse und die Signale meines Körpers selbst jahrelang ignoriert. Unbewusst habe ich mich damit also gewissermaßen gegen mich selbst gerichtet, um so in meinem Job als Ärztin besser funktionieren zu können. Das war das „Dilemma“ meiner bisherigen Denkweise. Ursache dafür waren negative Glaubenssätze in meinem Kopf. Als ich das erkannt habe und nach und nach gelernt habe, auf meine eigene innere Stimme und meinen Körper zu hören und meine blockierenden Glaubenssätze aufzulösen, sind meine damaligen körperlichen Beschwerden verschwunden, und ich wurde widerstandsfähiger. So kann ich heute als gutes Vorbild für meine Patienten agieren und langfristig gesund bleiben. Im Buch beschreibe ich meinen Heilungsweg, der sich mit den eigenen Grundbedürfnissen beschäftigt und die Selbstwahrnehmung fördert.

Es ist Ihre Vision, dass möglichst viele Menschen wieder das Vertrauen in ihren eigenen Körper gewinnen, Selbstverantwortung übernehmen und langfristig gesund bleiben. Wie kann dieses Ziel erreicht werden?

Dr. med. Petersen: Ich mache den ersten Schritt, indem ich als Ärztin Aufklärung zur Prävention betreibe und damit das Krankwerden verhindere, anstatt mich nur auf die Behandlung von Krankheiten („Reparatur“) zu konzentrieren. Aus meiner Sicht muss ein grundlegendes Umdenken stattfinden. Weg von der „Abhängigkeit“ vom Arzt, hin zur Freude an der Übernahme der Eigenverantwortung für die individuelle Gesundheit. Stichwort „Selbstliebe“ anstatt „Selbstsabotage“. Wenn jeder Mensch lernt, die körpereigenen Signale wahrzunehmen und zu deuten, bevor er wirklich erkrankt, wird die „Reparatur-Medizin“ nur noch für echte Notfälle benötigt.

Buch-Tipp:
Dr. med. Christina Barbara Petersen: Intuitiv gesund. Werde dein eigener innerer Arzt! Mankau Verlag, 1. Aufl. März 2021, Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 190 Seiten, 14,95 Euro (D) / 15,40 Euro (A), ISBN 978-3-86374-590-5.

Link-Empfehlungen:
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