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Interview mit Sonja Edenharder und Kristina Marita Rumpel: „Vertrauen ist das A und O: Mein Baby und ich, wir schaffen das!“

„In der natürlichen weiblichen Lebensphase von Schwangerschaft und Geburt dürfen Frauen sich ihrer einzigartigen Schöpferkraft bewusst werden. Der Weg von der Zeugung bis zur Entbindung ist kein rein medizinischer Vorgang – die Prozesse, die nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf geistig-seelischer Ebene ablaufen, sind voller Wunder und können nur von der Schwangeren selbst in ihrer Gänze erfasst werden. Wir Frauen sind nicht ‚ausgeliefert‘, sondern sollten uns mit unseren eigenen Vorstellungen über Schwangerschaft und Geburt auseinandersetzen, um diese nach unseren Wünschen gestalten und letztlich auch erleben zu können.“ Die Doula Sonja Edenharder und die FlowBirthing-Mitinitiatorin Kristina Marita Rumpel, Autorinnen des Kartensets „Das Glück ist auf dem Weg“, erklären im Interview, wie die Kraft von positiven Affirmationen werdende Mütter und Eltern unterstützen kann, den für sich stimmigen Weg zu finden, sich von überkommenen, entmutigenden Glaubenssätzen zu befreien und freudvoll auf Geburt und Elternsein einzustimmen.

Mit einem neuen Kartenset für Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit setzen Sie die erfolgreiche FlowBirthing-Reihe fort. Was hat Sie zu diesem Projekt motiviert?

Sonja Edenharder: Zu diesem Projekt motiviert hat uns der Wunsch, Frauen in ihre Kraft zu bringen. Ich arbeite schon viele Jahre mit Frauen und Mädchen und sehe immer wieder, wie viel Wertvolles in ihrem Inneren liegt, wie oft sie sich aber dessen gar nicht bewusst sind. In den natürlichen weiblichen Phasen wie Schwangerschaft und Geburt können wir uns besonders leicht und ganz intuitiv mit unserem Ur-Wissen, welches jede Frau in sich trägt, verbinden. Unser Kartenset möchte einen Beitrag dazu leisten, sich (wieder) zu erinnern.

Kristina M. Rumpel: Die Kraft der Affirmation, die Kraft des Ich-Bin, ist ein wundervoller Weg, sich auf die Abenteuerreise Schwangerschaft und Geburt auszurichten. Je besser es gelingt, sich auf alles, was kommt, einzulassen, desto freudvoller wird das Erleben. Die FlowBirthing-Affirmationen helfen dabei, sich zu öffnen und innerlich gestärkt durch das Abenteuer Schwangerschaft, Geburt und Muttersein frei zu fließen. 

Das Kartenset enthält insgesamt 128 Affirmationskarten, die in dieser wundervollen, aber auch herausfordernden Lebensphase dabei helfen sollen, eine positive Geburtserfahrung zu verwirklichen. Wie funktioniert das, und welche Voraussetzungen sind dafür nötig? 

Sonja Edenharder: Im beiliegenden Booklet werden verschiedene Methoden zur Arbeit mit dem Kartenset vorgestellt. Vorrangig ist aber, sich ganz intuitiv auf die Karten einzulassen. Du kannst z.B. eine Karte ziehen und die Affirmation einfach auf dich wirken lassen, nachspüren, ob sie im Moment etwas in dir bewegt. Oder du suchst dir deine Themen gezielt aus und arbeitest mit den neuen Glaubenssätzen so, wie es sich am besten für dich anfühlt. Es gibt keine Beschränkungen und auch keine Voraussetzungen. Ein offener Geist sowie der Wunsch, positiv zu denken und vorhandene Blockaden zu lösen, sind völlig ausreichend! 

Während einer Schwangerschaft – insbesondere wenn es die erste ist – gibt es viele Dinge zu „bedenken“. Aber wie viele unserer täglich etwa 60.000 Gedanken sind wirklich hilfreich und zielführend? Wie kann es gelingen, dass das Erlebnis nicht von Ängsten und Sorgen überschattet wird?

Kristina M. Rumpel: Ängste sind völlig normal. Sie gehören dazu, wenn Veränderungen anstehen. Und Schwangerschaft und Mutterwerden ist eine der größten Veränderungen, die wir im Leben erfahren können. Die Frage ist nur: Wie die Kraft hinter der Angst nutzen und sie in Vorfreude umwandeln? Dies gelingt, wenn sich die Schwangere auf das fokussiert, was sie sich wünscht. So richten wir den Geist aus auf das Wunder der Geburt und die einzigartige Lebenserfahrung, wie sie eben nur Frauen machen können. Unsere Gedanken führen ein Eigenleben, und nur ein Bruchteil von ihnen ist uns überhaupt bewusst. Mit dem neuen Kartenset gelingt es, förderliche Impulse zu setzen und die Gedanken, die „guter Hoffnung“ sind, zu mehren.

Sonja Edenharder: Ich denke, die Schwangere sollte zunächst herausfinden, was sie wirklich möchte. In meiner Arbeit als Doula habe ich oft erlebt, dass eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen, nicht von anderen auferlegten Wünschen zu einem positiven, selbstbestimmten Geburtserlebnis geführt hat. Möchte ich denn jede, auch kostenpflichtige Untersuchung, in Anspruch nehmen, oder beschränke ich mich auf das wirklich Notwendige? Nehme ich die Empfehlung zu einem Kaiserschnitt sofort an, oder hole ich eine Zweit- oder vielleicht sogar Drittmeinung von einem anderen Arzt ein? Jede Handlungsweise hat ihre Berechtigung, wenn ich wirklich dahinterstehe. Wichtig ist zudem, sich ein stärkendes Umfeld zu suchen, welches einen unterstützen und begleiten möchten; Pessimisten dagegen sollte man in dieser sensiblen Zeit meiden. Ängste und Sorgen gehören in Maßen zu einer Schwangerschaft dazu, sie können immer mal wieder an die Oberfläche kommen und sollten auf keinen Fall unterdrückt werden. Aber alte, entmutigende Glaubenssätze dürfen kritisch hinterfragt und durch positive Affirmationen ersetzt werden. Wir Frauen sind nicht ausgeliefert, sondern mit liebevollem Blick auf uns selbst dazu aufgefordert, für unsere Ziele und Vorstellungen einzustehen. 

Damit Mütter gestärkt aus der Geburtserfahrung hervorgehen, ist Ihrer Ansicht nach ein weiblicher Blick auf Schwangerschaft und Geburt erforderlich. Was versteht man darunter, und wodurch ist die bislang vorherrschende Sicht geprägt?

Kristina M. Rumpel: Schwangerschaft und Geburt sind herausragende Erfahrungen im Leben, die nur Frauen machen können. Nur der weibliche Körper ist in der Lage, nach der Befruchtung, an der ja bekanntlich beide Geschlechter beteiligt sind, dem neuen Leben Raum und Zeit zu schenken, damit es sich in Ruhe und geschützt in der Gebärmutter entfalten kann. Diese Prozesse laufen im Inneren des weiblichen Körpers ab und liegen somit im Verborgenen, dem weiblichen Mysterium des Seins. Dieses Mysterium kann von außen zwar gemessen und bewertet werden, das Wunder jedoch, das im Inneren stattfindet, die Prozesse, die nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf geistig-seelischer Ebene stattfinden, die sind im Außen nicht wahrnehmbar. Wohl aber von den Schwangeren selbst, deren Intuition und Feinfühligkeit im Lauf der Schwangerschaft immer ausgeprägter werden. Und genau das ist für mich der weibliche Blick: die Geschehnisse und Zusammenhänge von innen nach außen zu erfassen. Dies führt zu einer Stärkung der Selbst-Wahrnehmung und des Selbst-Bewusstseins der Frauen und fördert das Vertrauen und die Erkenntnis: Mein Baby und ich, wir schaffen das. Vertrauen ist das A und O.

Sonja Edenharder: Schwangerschaft und Geburt waren seit jeher Frauensache. Väter bzw. Partner*innen sollten selbstverständlich einbezogen werden, aber es liegt in der Natur der Sache, dass die werdende Mutter im Mittelpunkt steht. Sie darf selbstbewusst Einfluss nehmen; es ist wichtig, dass sie sich in dieser unvergleichlichen Phase des Lebens als Schöpferin begreift. Die ihr innewohnende Urkraft muss dabei nicht erst aufwendig erarbeitet werden, sondern gehört ganz selbstverständlich und intuitiv zu jeder werdenden Mutter. Die leider immer noch vorherrschende Sicht versteht Schwangerschaft und Geburt als einen medizinisch geprägten Vorgang, der möglichst risikoarm und standardisiert ablaufen soll. Dieses Vorgehen bietet eine gewisse Sicherheit, dennoch darf sich die Mutter mit den eigenen Vorstellungen über Schwangerschaft und Geburt auseinandersetzen, um diese nach persönlichen Wünschen vorzubereiten, zu gestalten und final auch so zu erleben. Ich wünsche mir für die wundervollen Frauen da draußen, dass unser Kartenset einen Beitrag dazu leistet, dass sie sich ihrer einzigartigen Schöpferkraft bewusst werden.

Welche alternativen Möglichkeiten für werdende Eltern bietet FlowBirthing an? Wie können sich Frauen und ihre Partner*innen am besten über das Angebot informieren? 

Kristina M. Rumpel: FlowBirthing stellt konsequent die Frau in den Mittelpunkt. Es geht darum, die Frau mit Kinderwunsch, werdende Mutter und Gebärende so zu informieren und zu stärken, dass sie die freie Wahl hat, welchen Weg sie gehen will. Denn es gibt nicht die eine universelle Methode, es gibt immer nur den für Mutter und Kind stimmigen Weg. FlowBirthing setzt daher gezielt auf die Selbstverantwortung der Frauen. Das weibliche Weisheitswissen um Schwangerschaft und Geburt ist leider oft verloren gegangen. FlowBirthing schließt diese Lücke und bietet mit Buch, CD, Mentorinnen, Kursen und einem breiten Netzwerk an ganzheitlichen Angeboten für Kinderwunschzeit, Schwangerschaft und Geburt eine Vielzahl an Wegen an, die es den Frauen ermöglichen, sich für ihre Wunschgeburt ideal vorzubereiten. Alle Informationen dazu und mehr finden Frauen auf dem Internetportal www.flowbirthing.de, das übrigens vor wenigen Jahren mit dem Health Media Award für herausragende und nachhaltige Kommunikation im Bereich Frauengesundheit ausgezeichnet wurde. 

Das FlowBirthing-Netzwerk für eine neue Geburtskultur wurde vor fünf Jahren gegründet. Auf welche Erfolge können Sie inzwischen zurückblicken, und was ist an Aktivitäten und Initiativen für die Zukunft geplant? 

Kristina M. Rumpel: Fünf Jahre – wow! So viel ist in dieser Zeit geschehen. Das Netzwerk aus förderlichen Angeboten auf dem FlowBirthing-Internetportal ist auf rund 500 Unterstützer*innen gewachsen, die die Philosophie von FlowBirthing mittragen. Allen voran erwähnen möchte ich hier die FlowBirthing-Mentorinnen, die ich seit gut zwei Jahren ausbilde. Diese mittlerweile rund 50 Frauen, die alle selbst geboren haben, waren von dieser vollkommen anderen Art, Schwangerschaft, Geburt und den Start ins Muttersein zu erleben, so begeistert, dass sie diese Erfahrung möglichst allen Frauen zugänglich machen wollen und es zu ihrer Berufung gemacht haben, das alte weibliche Weisheitswissen von Frau zu Frau weitergeben. Mich selbst berührt es immer wieder, wenn sich Frauen bei mir bedanken, weil sie dank FlowBirthing eine wunderschöne Geburt erfahren durften. Im Außen dagegen hat sich bisher leider wenig getan: Die Geburtshilfe in Deutschland ist nach wie vor in einem erbärmlichen Zustand; obwohl sich so viele Mütter für eine neue Geburtskultur stark machen, kommt der Appell bei der Politik nicht an. Umso mehr setze ich mit FlowBirthing auf die Stärkung der Frauen. Denn erst, wenn ich weiß, was mir genommen wird, kann ich mich auch stark machen, einen Weg zu finden, der zu würdevollen Geburten führt. Mit all jenen, die dafür einstehen, wird es im Mai 2020 zum fünften Geburtstag ein FlowBirthing-Festival geben.

Tipp:
Sonja Edenharder und Kristina Marita Rumpel: Das Glück ist auf dem Weg. Kartenset für Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. 128 FlowBirthing-Affirmationen. Mankau Verlag, 1. Aufl. Februar 2020, 128 Karten (79 x 120 mm), 16-seitiges Booklet, 24,95 Euro (D) / 25,70 Euro (A), ISBN 978-3-86374-534-9

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