"Sie werden nur Gutes bewirken!": Interview mit Roswitha Stark zum Kartenset "Familienstellen mit Symbolen"

„Mit dem Kartenset können Sie auf einfache und spielerische Weise systemische Aufstellungen auf dem Papier erstellen und mithilfe der Impuls-Karten die Verbindungen im systemischen Feld harmonisieren.“ Roswitha Stark, Autorin des Erfolgsratgebers „Familienstellen mit Symbolen“, erklärt im Interview Wirkung und Funktion von Familienaufstellungen und beschreibt die Handhabung des neuen Kartensets.

Ihr Ratgeber „Familienstellen mit Symbolen“ ist im Oktober 2018 erstmals erschienen und wird bereits in der 3. Auflage verkauft. Wie erklären Sie sich den Erfolg und die große Nachfrage?

Roswitha Stark: Viele Menschen spüren, dass ihre Probleme und Anliegen nicht nur eigene isolierte Angelegenheiten sind, sondern dass es da noch andere Faktoren geben muss, die mit in das Geschehen hineinspielen. Das kann die Erziehung sein, die Prägung durch Vater oder Mutter, ein Ereignis, das vielleicht schon lange zurückliegt, aber dennoch nachwirkt – wie eine Trennung oder ein Arbeitswechsel –, und vieles andere. Familienstellen kann dieses verbindende Feld sichtbar machen und bereinigen. Mit dem Buch „Familienstellen mit Symbolen“ kann dies jeder auch alleine tun, auf einfache Art und Weise. Das macht den Erfolg aus.

Auf vielfachen Leserwunsch wird nun auch ein praktisches Kartenset als Ergänzung zum Buch angeboten. Was ist das Besondere an diesem Kartenset, und ist es auch ohne das gleichnamige Buch einsetzbar?

Roswitha Stark: Das Besondere an Kartensets ist generell, dass man ein bewährtes System noch spielerischer und einfacher verwenden kann. Das Buch geht mit seinen Erläuterungen mehr in die Tiefe und liefert viele wertvolle Beispiele, aber man braucht es nicht unbedingt, um loslegen zu können. Das Kartenset kann jeder sofort nutzen; alle Heilimpulse zur Bereinigung des jeweiligen Themas stehen in einem großen Pool von 220 Karten zur Verfügung. Wer intensiver arbeiten will, nutzt am besten Buch und Kartenset zusammen, aber beides funktioniert auch völlig autark.

Systemische Aufstellungen werden sowohl im Bereich der Therapie als auch in der pädagogischen Beratung zur Lösung von Problemen aus den verschiedensten Bereichen angewendet. Woher stammt dieses Konzept ursprünglich, und für welche Art von Blockaden bietet es sich an?

Roswitha Stark: Familienaufstellungen wurden bereits im letzten Jahrhundert in Amerika entwickelt, als die Psychotherapie in der Behandlung von Einzelpersonen an ihre Grenzen gestoßen war. Das Einbeziehen von Familienmitgliedern brachte große Erfolge, weswegen sich der systemische Ansatz dann auch bei uns schnell verbreitet hat. Mittlerweile kennt fast jeder das Prinzip, durch das Heilen des Miteinanders auch sich selbst heilen bzw. voranbringen zu können, egal ob privat oder in der Firma. Es ist ein großes Geschenk, das wir hier haben!

Um die notwendigen Bestandteile einer Aufstellung zu bestimmen, ist es hilfreich, ein geeignetes Testsystem zu kennen. Welche Testmethoden gibt es, und wie findet man heraus, welches das für das eigene Anliegen passende ist?

Roswitha Stark: Unter Testsystemen verstehe ich energetische Hilfen wie Einhandrute, Pendel oder den menschlichen Körper, also Hilfsmittel, die jenseits des Verstandes Antworten wie Ja oder Nein geben können. Denn die meisten Informationen liegen im Verborgenen, zum Beispiel im Unterbewusstsein. Auf Fragen wie „Spielt mein Vater eine Rolle bei meinem Problem?“ antwortet der Verstand vielleicht mit „Ja klar!“, aber die Antwort des Unterbewusstseins kann eine andere sein, und zu diesen Ebenen erhalten wir nur durch ein energetisches Testsystem einen Zugang. Jeder kann das leicht lernen, es ist äußerst hilfreich. Sowohl im Buch als auch im Kartenset finden sich Beschreibungen, und man kann es einfach ausprobieren.

Welche Schritte sind notwendig, um ein systemisches Bild für bestimmte Beschwerden zu erstellen? Wie unterscheiden sich diese Aufstellungen bei körperlichen, familiären oder beruflichen Problemen?

Roswitha Stark: Einfach einen Zeichenblock und einen Stift bereitlegen, und los geht´s. Das Thema ist egal. Mit dem Testsystem fragen Sie ab, wie viele Faktoren Sie brauchen. Diese Faktoren testen Sie aus den neun Testlisten aus und malen sie als Kreise irgendwo aufs Blatt. Dann malen Sie Verbindungslinien zwischen den Kreisen und prüfen bei jeder Verbindung mithilfe Ihres Testsystems, ob diese zu hundert Prozent im Optimum ist – zum Beispiel die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Chef. Wenn nicht, ziehen Sie aus den bereitgelegten Kartenstapeln intuitiv eine Karte und legen sie auf die Verbindunglinie. Dadurch wird die Kommunikation harmonisiert und kann wieder optimal funktionieren. Es gibt noch mehr Tipps und Tricks, aber das zu erklären, würde den Rahmen dieses Interviews sprengen. Alles ist im Kartenset Schritt für Schritt gut erklärt.

Systemaufstellungen dienen zunächst der Klärung von Beziehungen innerhalb von zwischenmenschlichen oder nicht-personalen Systemen, indem Prozesse und Strukturen visualisiert werden. Wie funktioniert hier eigentlich die Harmonisierung durch Symbole, wenn gar keine „echten“ Menschen zusammengebracht werden?

Roswitha Stark: Bei „echten“ Aufstellungen arbeiten wir eigentlich auch mit Symbolen, nur steht hier ein Mensch symbolisch für einen anderen Menschen, zum Beispiel ein Stellvertreter für meine Mutter oder für einen abstrakten Faktor wie Geld. Ein Symbol trägt immer eine umfangreiche Bedeutung in sich, die übersetzt werden kann (aber nicht muss), so wie man bei einer Computerprogrammierung den Null- oder Eins-Impuls in ein Wort oder einen Satz übersetzen kann. Wir arbeiten hier mit Informationen auf der energetischen Ebene. Ein Symbol hat eine Wirkung, ob sich das nun der Verstand erklären kann oder nicht – es wirkt sowieso. Ich muss das zugrundeliegende „Programm“ nicht kennen, damit es funktioniert, der „Programmierer“ (hier die Autorin) dagegen sollte aber schon wissen, wofür es gut ist.

Das Verfahren der Familienaufstellung ist seit seinen Anfängen nicht unumstritten. Was sind die Gründe für diese Kritik, und welche Vorteile hat dagegen die systemische Arbeit auf dem Papier?

Roswitha Stark: Wenn wir stellvertretend für einen anderen Menschen stehen, dann spüren wir üblicherweise auch dessen Emotionen. Das ist ja eigentlich das Faszinierende am Familienstellen, kann aber zum Teil recht heftig und dramatisch sein und unter Umständen auch Traumata reaktivieren. Es ist wichtig, hier einen guten Begleiter beziehungsweise Therapeuten an der Hand zu haben. Ich meine aber, dass Dramen für ein Balancieren eines systemischen Feldes und den anschließenden Erfolg nicht notwendig sind oder manchmal sogar hinderlich sein können. Beim Familienstellen auf dem Papier kann ich das fertige Bild fühlen – dazu ermutige ich auch – und dann über das Herz in die Ganzheit integrieren. Diese Integration fühlt sich gut an und wird auch nur Gutes bewirken.


Buch-Tipp:
Roswitha Stark: Familienstellen mit Symbolen. Optimale systemische Lösungen auf dem Papier entwickeln. Mit hilfreichen Checklisten und harmonisierenden Affirmationen. Mankau Verlag, 3. Aufl. 2019; Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 206 Seiten. ISBN 978-3-86374-471-7, 16,95 Euro (D) / 17,50 Euro (A).

Kartenset-Tipp:
Roswitha Stark: Familienstellen mit Symbolen. Das Kartenset. Optimale Lösungen auf dem Papier entwickeln. Mankau Verlag 2019, Kartenset mit 220 Impuls-Karten (59 x 91 mm), 9 Testlisten-Karten (120 x 170 mm) und 24-seitigem Booklet. ISBN 978-3-86374-528-8, 29,95 Euro (D) / 30,80 Euro (A).

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