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Interview mit Warda Moram: „Wer mit Fantasy in fremde Welten eintaucht, entwickelt einen besseren Blick für die kleinen Wunder unserer Welt“

„Ich habe es schon immer geliebt, Geschichten zu erzählen. Im ‚Liber Bellorum‘ geht es ganz grob gesagt darum, Grenzen zu brechen. Einen Blick hinter den Horizont zu werfen und den eigenen Horizont damit zu erweitern. Die Geschichte ist für alle, die sich nach ein wenig mehr Magie in ihrem Leben sehnen, die träumen und rätseln möchten. Um in fremde Welten zu entführen und den oft grauen und eindimensionalen Alltag ein wenig aufzupeppen.“ Warda Moram, Autorin des dreiteiligen Fantasy-Epos „Liber Bellorum“, spricht im Interview über den ersten Band der Trilogie, über ihre Inspiration und Fantasyliteratur im Allgemeinen.

Der erste Band der Trilogie eröffnet zugleich das neue Fantasy-Programm des Mankau Verlags. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? 

Warda Moram: Durch einen glücklichen, zeitlichen Zufall, würde ich sagen. Ich hatte ja schon lange den Wunsch, meine Geschichten mehr Menschen erzählen zu können als nur meinen engsten Freunden. Und der Zufall wollte es, dass ich ausgerechnet 2020 endlich die Zeit und vor allem den Mut dazu gefunden habe, mich intensiv der Verlagssuche zuzuwenden. Nach vielen Absagen großer, etablierter Fantasy-Verlage war ich schon kurz davor aufzugeben und es über Self-Publishing zu versuchen. Aber da hat mir das Schicksal in Form eines Zeitungsauschnitts zugewinkt, den mir eine gute Freundin per Mail zugeschickt hat. Zur selben Zeit war nämlich der Mankau Verlag auf der Suche nach Autoren für das neue Fantasy-Label Julos (damals noch unter dem Stichwort „mankau:fiktion“). Zu sagen, ich hätte nicht meine anfänglichen Zweifel gehabt, wäre gelogen. Vor allem, nachdem auch vom Mankau Verlag zunächst zwei Absagen kamen. Aber letztendlich hat sich meine Hartnäckigkeit ausgezahlt. Bei Exposé Nummer drei hat es ja doch geklappt, und ich bin wirklich froh darüber, denn die lückenlose Betreuung und Unterstützung durch alle Beteiligten war ein wirklich schönes Erlebnis. Auf erfolgreiche, weitere Zusammenarbeit! 

Sie sind studierte Literaturwissenschaftlerin. Wann haben Sie mit dem Schreiben begonnen, und welche Einflüsse haben Sie zu Ihrem eigenen Werk inspiriert? 

Warda Moram: Ich habe es schon immer geliebt, Geschichten zu erzählen und dazu jedes mir zugängliche Medium zu nutzen. Mit dem Schreiben selbst habe ich im Alter von etwa 10 Jahren angefangen, und damals habe ich noch ganz plump einfach Geschichten nacherzählt, die mir gefallen haben – von Büchern über Filme bis hin zu Videospielen. Das „Liber Bellorum“ stammt aus einer Zeit, in der ich angefangen habe, nicht mehr nur abzuschreiben, sondern eine neue Geschichte zu erzählen. Oft gibt es einen „Auslöser“, einen Gedanken, auf dem sich alles aufbaut, dieser muss aber nicht unbedingt eine bestimmte Inspirationsquelle haben, sondern kann auch ganz spontan und willkürlich kommen. Meistens bekommt die Geschichte dann einen bestimmten „Soundtrack“, oder andere Eindrücke, die eng mit dem Schreibprozess zusammenhängen, wie Ort, Uhr- oder Jahreszeit. Das bedingt sich alles ein bisschen gegenseitig und die Grenze ist sehr schwer zu ziehen. Als „Themesong“ für Band I des Liber Bellorum kann ich übrigens „Willkommen im Nichts“ von Eisbrecher empfehlen. Und zum Lesen 30 Seconds to Mars, Linkin Park und Evanescence, ganz besonders die Alben bis ca. 2010, denn das war die Musik, die mich meistens beim Schreiben begleitet hat. 

Ohne gleich zu viel über den Inhalt zu verraten – um was geht es in „Blut und Feuer“, und an welche Leser:innen wenden Sie sich mit Ihrer Geschichte? 

Warda Moram: Im „Liber Bellorum I – Blut und Feuer“ geht es ganz grob gesagt darum, Grenzen zu brechen. Einen Blick hinter den Horizont zu werfen und den eigenen Horizont damit zu erweitern. Die Geschichte ist für alle, die sich nach ein wenig mehr Magie in ihrem Leben sehnen, ganz unabhängig von klassischen „Zielgruppen“. Ich erzähle Geschichten, um zum Träumen und Rätseln anzuregen. Um in fremde Welten zu entführen und den oft grauen und eindimensionalen Alltag ein wenig aufzupeppen. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mit dem „Liber“ auf die Reise zu gehen. Und wer sich nicht angesprochen fühlt – ist ebenfalls eingeladen. 

Dem Fantasy-Genre wird zu Unrecht vorgeworfen, keine „ernsthafte“ Literatur zu sein. Wie begegnen Sie als Autorin diesem Vorurteil, und welche Bedeutung hat die Fantasie in Ihrem Alltag? 

Warda Moram: Fantasy ist ein buntes Genre, das eine enge Verwandtschaft zu Märchen und Sagen hat. Dadurch eignet sie sich besonders gut, Geschichten für Kinder und Jugendliche zu erzählen, und in jüngerer Zeit haben vor allem diese Kinder- und Jugendbücher hohe Wellen geschlagen. Deswegen kann man schon einmal den Fehlschluss ziehen, dass es eher „leichte Kost“ wäre. Aber man denke nur einmal an die großen Fantasy-Epen, wie etwa „Herr der Ringe“ und  „Game of Thrones“, die auch in der Erwachsenenwelt so sehr eingeschlagen haben, dass sie heute auf allen nur erdenklichen Medien erzählt werden. Wenn man sich dann noch deutlich macht, dass viele ältere Fassungen unserer heutigen glitzernden Disney-Märchenprinzessinnen ganz schön finstere Schauergeschichten sind (wer erinnert sich zum Beispiel noch an die Geschichte der Gebrüder Grimm, in der Aschenputtels Stiefschwestern sich auf Drängen ihrer Mutter hin die Füße verstümmeln, um in den Schuh zu passen, und die Tauben ihnen zur Strafe beide Augen auspicken?), erkennt man schnell, dass Fantasy sehr wohl auch „ernsthafte“ Literatur sein kann. Mir persönlich gefällt dieses Genre besonders, weil es der Fantasie keine Grenzen setzt, wie man so schön sagt, und weil es eben auch an die Geschichten der Kindheit erinnert. In der Kindheit war noch alles neu und magisch. Aber wenn man als erwachsener Mensch noch mit Schmetterlingen spricht oder wilde Drachen in den Wolken erkennt, erntet man meist kritische Blicke. Ich kann aber allen nur empfehlen, ein wenig ihrer kindlichen Fantasie zu behalten oder wiederzuentdecken. Denn dann sieht der meist graue Alltag gleich viel bunter aus, und man neigt dazu, einen Blick für die natürlichen Wunder unserer Welt zu entwickeln; von der vergänglichen Schönheit einer delikaten Schneeflocke bis hin zur (scheinbar) zeitlosen Faszination unseres Universums.  

Die „Akademie von Lunaris“ ist eine Schule für Magier – ich denke da gleich an Hogwarts, die Zaubererschule von Harry Potter. Gibt es hier Gemeinsamkeiten? 

Warda Moram: Der Vergleich scheint nahezuliegen, wenn man bedenkt, dass das Buch zu einer Zeit entstanden ist, als gerade die Harry-Potter-Filme erschienen sind und der Hype besonders groß war. Wer jetzt aber denkt, die beliebte Geschichte von J. K. Rowling hätte mich zu meiner eigenen Version einer Magieschule inspiriert, den muss ich leider enttäuschen – und an dieser Stelle eine erhebliche Bildungslücke eingestehen. Ich habe bis heute kein einziges Harry-Potter-Buch gelesen oder (bis auf einige einzelne Szenen) einen der Filme gesehen. Daher kann ich auch nicht im Detail auf die Ähnlichkeiten und Unterschiede eingehen, das überlasse ich den Lesern, die sich zu einem solchen Vergleich berufen fühlen. Gerade vor meinem literaturwissenschaftlichen Hintergrund finde ich solche Diskurse absolut interessant und möchte jeden dazu ermutigen, sich auf diese Weise mit dem Text auseinanderzusetzen. 

Warda Moram ist nicht der Name, der in Ihrer Geburtsurkunde steht. Warum haben Sie sich entschieden, unter Pseudonym zu schreiben?

Warda Moram: Dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits macht sich mein echter Name nicht gerade gut auf einem Buchcover. Andererseits bin ich ein ausgesprochen introvertierter Mensch, und die Anonymität, die mit so einem Pseudonym kommt, macht mir den Schritt in die Öffentlichkeit überhaupt erst möglich. Und um die nächste Frage gleich vorwegzunehmen: Ja, der Name hat eine Bedeutung. Wörtlich heißt er so viel wie „Hüterin des Moores“, und auch wenn ich die volle Bedeutung hier weder beschreiben kann noch will, hat er mir geholfen, meinen Weg zu finden und meinen Traum zu verwirklichen. 

Damit sich die Fans Ihrer Trilogie noch weiter in die fantastischen Welten vertiefen können, gibt es auch einen eigenen Blog. Was erwartet hier Fantasy-Freunde und solche, die es werden wollen? 

Warda Moram: Dies und das und von allem ein bisschen. Geplant sind Artworks, ein Glossar mit Begriffsklärungen und Hintergrundinformationen, Anekdoten und Empfehlungen, ein Q/A und vieles mehr. Was es dann tatsächlich wird, sehen wir, wenn es so weit ist. Letztendlich ist der Blog ja auch nur ein weiteres Kapitel der Geschichte. Und da will ich am Anfang gar nicht zu genau wissen, wie es ausgeht. Zu sehen, wie sich alles ganz von selbst weiterentwickelt, ist ja gerade das Spannende daran.

Buch-Tipp:
Warda Moram: Liber Bellorum. Band I: Blut und Feuer. Mankau Verlag 2021, Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, 340 Seiten, 17,95 Euro (D) / 18,50 Euro (A), ISBN 978-3-86374-623-0.

Link-Empfehlungen:
Mehr Informationen zum Buch „Liber Bellorum I: Blut und Feuer“
Zur Leseprobe im PDF-Format
Mehr über Autorin Warda Moram
Zum Blog www.liber-bellorum.de
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